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Zuwachs für die PLSW

Landkreis / Wirtschaft Zuwachs für die PLSW

Die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg Weserbergland (PLSW) mit Sitz in Stadthagen bekommt Zuwachs. Mit Wirkung vom 1. Januar 2015 überträgt die Lebenshilfe Hameln e.V. die Trägerschaft für ihre sämtlichen Einrichtungen auf die PLSW. „Wir werden damit noch schlagkräftiger“, zeigte sich PLSW-Geschäftsführer Bernd Hermeling erfreut über diesen Schritt.

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Von der PLSW am Stadthäger Ostring werden ab Januar auch die Hamelner Lebenshilfe-Einrichtungen betreut.

Quelle: rg

Landkreis. Die Lebenshilfe Hameln betreibt insgesamt zehn Einrichtungen in den Bereichen Kindertagesstätten, Wohnanlagen und Frühförderung. Dazu kommt eine Reihe von ambulanten Angeboten wie etwa der familienentlastende Dienst. Die zusammen 210 Mitarbeiter, die sich um rund 600 Klienten kümmern, werden im Zuge eines Betriebsübergangs alle zu Beschäftigten der PLSW. Die Immobilien verbleiben im Besitz des Vereins und werden an die PLSW verpachtet. Mit dem Hamelner Peter Stuart bekommt die gemeinnützige GmbH einen zweiten Geschäftsführer.

Die PLSW wird durch diesen Beitritt mit dann 950 Angestellten zu einem der größten Arbeitgeber in der Region. Dazu kommen 1300 Werkstatt-Mitarbeiter. Außerdem zu betreuen sind insgesamt rund 1800 Bewohner, Klienten und Schüler. Mit ihren Aktivitäten erzielt die PLSW einen Jahresumsatz von gut 50 Millionen Euro.

Die Lebenshilfe Hameln ist nach den Worten von Hermeling „wirtschaftlich gesund“. Andernfalls hätten die PLSW-Gesellschafter den Beitritt auch nicht akzeptiert. Für den Schritt der Hamelner seien mehrere Gründe ausschlaggebend. Im Vorstand des Vereins stehe ein Generationenwechsel an, die nachfolgenden ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder „wollten nicht mehr die komplette Verantwortung und auch Haftung für ein stetig größer werdendes sozialwirtschaftliches Unternehmen übernehmen“, erläuterte Hermeling. Zudem lege „die zunehmende Professionalisierung“ der sozialwirtschaftlichen Betätigungen „die Ausgliederung des operativen Geschäfts des Vereins in eine gemeinnützige GmbH, wie die PLSW eine ist, nahe“, führte der Geschäftsführer aus.

Die Bildung des größeren Verbundes beinhaltet nach Darstellung von Hermeling „strategische Vorteile“. Die PLSW könne so beispielsweise in Verhandlungen mit den Kostenträgern gestärkt auftreten. Außerdem könne besser auf Wettbewerbs- und Marktveränderungen reagiert werden. Die Situation der Finanzierungsmöglichkeiten im sozialen Bereich werde „nicht gerade einfacher“. Mit der nunmehr erreichten Größe könne die PLSW besser den dadurch erforderlichen Anpassungen gerecht werden.

Die Lebenshilfe-Vereine in Rinteln und Springe, die auch beide Gesellschafter der PLSW sind, wollen ihre Einrichtungen weiterhin selbst betreiben. „Ich habe jeweils keinerlei Signale, dass ein Betriebsübergang gewünscht wird“, teilte Hermeling dazu mit. Ein weiterer Zuwachs würde nach seiner Einschätzung die PLSW derzeit auch überfordern. „Wir haben genug damit zu tun, den Hamelner Beitritt zu bewältigen, immerhin gilt es neben den ganzen organisatorischen Dingen zwei Unternehmenskulturen zusammenzuführen, und das ist nicht ganz ohne“, merkte der Geschäftsführer an.

ssr

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