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Zwei Jahre Integration nur ein Beginn

Awo-Kreiskonferenz Zwei Jahre Integration nur ein Beginn

Heinz-Gerhard Schöttelndreier hat bei der Hauptversammlung des Awo-Kreisverbandes auf die größte Aufgabe der vergangenen Jahren hingewiesen. Die Integration der Geflüchteten sei „eine Mammutaufgabe, die für lange Jahre, vielleicht für eine ganze Generation, unsere Schwerpunktaufgabe sein wird“.

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Heinz-Gerhard Schöttelndreier wird als Vorsitzender des Awo-Kreisverbands bestätigt.

Quelle: sk

Landkreis. „Auf die Dauer von Integration bezogen sind zwei Jahre nur ein Beginn", sagte Schöttelndreier, der während der Versammlung Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Vorsitzender wiedergewählt wurde.

Aufnahme von 3500 Menschen gut gelungen

Mit einer Kraftanstrengung in den Bereichen Migrations- und Flüchtlingsbetreuung sowie Sozialarbeit sei die Aufnahme der bis heute 3500 geflüchteten Menschen gut gelungen. Die hohe Anzahl der Schutzsuchenden offenbare jedoch die „Schwächen unserer Strukturen“. Bereits vor dem Zuzug seien in den Kindertagesstätten mehr Erzieher und in den Schulen mehr Lehrer nötig gewesen. Darüber hinaus müsse festgestellt werden, dass die Gesellschaft „nicht so stabil und offen“ sei, wie man es angenommen habe.

Die Integrationsleistung und Integrationsfähigkeit der Gesellschaft stoße an Grenzen. Die Integration so vieler Menschen könne Ängste auslösen. Und die müsse man Ernst nehmen. Schöttelndreier: „Man darf das auf keinen Fall der AfD überlassen.“ Für die Geflüchteten, die im Landkreis leben, vor allem für die jungen Leute, forderte Schöttelndreier, diese Gruppe nicht zum „Nichtstun und Rumhängen zu verdammen“, sondern sie in sinnvolle Beschäftigungsmaßnahmen aufzunehmen.

Personalbestand erhöht

Die Arbeit für und mit den Migranten hat den Personalbestand des Kreisverbandes erhöht. Für Integration sind inzwischen 18 Sozialarbeiter, 18 Betreuer und zwei Personen im Freiwilligen Sozialen Jahr tätig. Mit 95 Mitarbeitern sei der Awo Kreisverband inzwischen ein mittleres Unternehmen für „beratende Dienstleistung“ mit einem Umsatzvolumen von 3,3 Millionen Euro. Das Gros entfällt auf Personalkosten. Allerdings, betonte Schöttelndreier, arbeite der Kreisverband gemeinnützig. Man trete zwar am Markt auf, Gewinne dürfen aber nicht gemacht werden.

Von den Beiträgen der 516 Mitglieder kann der Kostenaufwand freilich nicht bewältigt werden. Die größte finanzielle Unterstützung erhalte die Awo vom Landkreis. Außerdem gebe es Zuschüsse von Bund und Land. Als neue Projekte nannte Schöttelndreier den Waldkindergarten in Obernkirchen, die Einrichtung einer kreiszentralen Beratungsstelle am Klinikum Schaumburg und das Begegnungszentrum Mittelpunkt Hüttenstraße in Stadthagen.

Awo will weiter eintreten für Hospiz in Bückeburg

Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske wies daraufhin, dass der Weg frei sei für ein Hospiz in Bückeburg. Hierfür werde die Awo zusammen mit der Landeskirche Schaumburg-Lippe in eine gemeinsame Gesellschaft eintreten und die Trägerschaft übernehmen.

Die Awo Kreiskonferenz findet alle zwei Jahre statt und beinhaltet jeweils die Neuwahl des Vorstandes. Im kommenden Jahr feiert die Awo übrigens ihr 100-jähriges Bestehen.

Vorstand bestätigt

Die 53 Delegierten aus den Ortsvereinen bestätigten Schöttelndreier als Vorsitzenden sowie Grit Schmidt und Ursula Müller-Krahtz als dessen Stellvertreterinnen und Bernd Hellmann als Schriftführer. Ebenfalls einstimmig wurde Reinhard Luhmann aus Bückeburg zum neuen Schriftführer gewählt. Neu im Kreis der 13 Beisitzer ist der Rintelner Dieter Horn.  sk

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