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Zwei Jahre Zwangspause vorbei

Museumseisenbahn Minden Zwei Jahre Zwangspause vorbei

Die Freude bei Eisenbahnfans ist groß gewesen, denn damit hat niemand gerechnet: Nach zwei Jahren Zwangspause ratterte in diesem Monat die Dampflok der Museumseisenbahn Minden (MEM) erstmals wieder vom Bahnhof Oberstadt bis zum Besucherbergwerk in Kleinenbremen.

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Zum Saisonende hat die Museumseisenbahn nach zwei Jahren Pause erstmals wieder bis Kleinenbremen fahren können.

Quelle: Ingrid Schütte

KLEINENBREMEN/MINDEN. „Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass wir erst im nächsten Jahr wieder bis Kleinenbremen fahren können“, erklärt Werner Schütte, Vorsitzender der Museumseisenbahn Minden (MEM). Überraschenderweise konnten die Gleisbauarbeiten jedoch früher beendet werden als geplant.

Während der zurückliegenden zwei Jahre konnte die Dampflok lediglich bis Nammen-Grube fahren, da die Gleise der Mindener Kreisbahnen auf dem Streckenabschnitt von Nammen bis Kleinenbremen marode waren. Um den Fahrgästen einen zusätzlichen Anreiz zu bieten, fuhr der Preußenzug auf der Rückfahrt in den Mindener Bahnhof ein, um dort für kurze Zeit neben modernen ICE-Zügen zu verweilen.

Da der Streckenabschnitt Nammen-Kleinenbremen für den Güterverkehr seit Jahren nur noch selten genutzt wird, war nicht gleich klar, ob die Gleise in diesem Bereich überhaupt wieder instand gesetzt werden. „Wir sind den Mindener Kreisbahnen daher sehr dankbar, dass sie das Projekt in Angriff genommen haben“, betont der Vorsitzende.

Für eine Museumseisenbahn sei es jedoch – nicht zuletzt auch aus touristischer Sicht – nicht schön, wenn das Schienennetz – wie in den vergangenen Jahren geschehen – immer kleiner werde. „Früher konnten wir neben unseren Fahrten nach Hille, die wir seit Jahren erfolgreich anbieten, sowie den Touren zum Besucherbergwerk Kleinenbremen auch noch Ausflüge nach Bad Hopfenberg, Todtenhausen und Uchte anbieten“, erläutert Werner Schütte. Nach und nach seien diese Strecken jedoch leider weggefallen.

Weiterhin etwas kompliziert

Umso mehr freuen sich die Mitglieder der MEM, dass ab 2018 nun wieder Fahrten zum Besucherbergwerk angeboten werden können. Ein wenig kompliziert bleibt dieser Tripp jedoch. Während nach der Eröffnung des Besucherbergwerkes 1988 die Dampflok in Kleinenbremen umgesetzt werden und somit auch zurückfahren konnte, war die MEM zuletzt im sogenannten Sandwich-Verfahren unterwegs, sprich mit ihrer Dampflok und einem Triebwagen. Der Grund: Die Gleise der Mindener Kreisbahnen enden am Bahnsteig. Die Lok benötigt aber Platz zum Wenden. „Alles was danach kommt, liegt in der Verantwortung des Besucherbergwerks und damit des Kreises“, erläutert Werner Schütte. Gemeint sind die Meter vor dem Museumsgebäude, das sogenannte Umfahrungsgleis.

Und so bleibt der MEM auch ab 2018 nur die Möglichkeit, dass die Dampflok den Zug auf dem Hinweg zieht und im Schlepptau einen Triebwagen hat. Zurück fährt dann der Triebwagen vorne und die Lok hinten. Erst in Nammen-Grube können die Fahrzeuge getauscht werden, sodass die Lokomotive dann wieder vorne fährt.

„Da wir unsere Dampflok auch für Fahrten nach Hille benötigen, müssen wir in Kleinenbremen umgehend zurück nach Minden fahren“, sagt Werner Schütte. Fahrgäste, die das Besucherbergwerk besichtigen wollten, habe man deshalb bislang mit Bussen oder Großraumtaxen abgeholt.

„Im kommenden Jahr planen wir, diese Fahrgäste später mit dem Triebwagen abzuholen“, so Schütte. Zudem sollen eventuell zusätzliche Fahrten zu den beiden Kleinenbremer Mühlen angeboten werden. Zunächst freuen sich die MEM-Mitglieder jedoch, dass die Lok nun überhaupt wieder nach Kleinenbremen fahren kann. mt, um

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