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Zweiter Abschnitt frühestens 2022

Dauerprojekt 2+1-Ausbau Zweiter Abschnitt frühestens 2022

Die Umleitungs-Staus der vergangenen Tage haben die Aufmerksamkeit erneut auf das Dauerprojekt 2+1-Ausbau der B 65 gelenkt. In welchen Schritten soll es hier weitergehen? Der Brückenbau am Lohhof ist in vollem Gange. In diesem Abschnitt ist das Tempo auf 30 reduziert. Zum Jahresende soll sie fertig sein.

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Quelle: SYMBOLFOTO (DPA)

LANDKREIS. Was dort schon steht, ist eine Fledermaus-Schutzwand. Durch diese werden die Tiere nach Auskunft von Markus Brockmann dazu veranlasst, höher zu fliegen, sodass sie nicht gegen Lastwagen knallen. Der Leiter der Hamelner Geschäftsstelle der Landesbehörde für Straßenbau teilt mit, dass in den kommenden Wochen die Widerlager und Pfeiler der Brücke vollendet werden. Dann muss noch die Straßenüberführung aufgesetzt werden.

Laut Brockmann soll die Brücke zum Jahresende fertig sein. Dasselbe gilt für die Errichtung einer zusätzlichen Lärmschutzwand auf dem Wall bei Kobbensen. Dort ist die Fahrbahn dadurch momentan leicht verengt. Klappt alles nach Plan, wird der Abschnitt zwischen Stadthagen und Beckedorf zu Beginn des neuen Jahres wieder völlig frei befahrbar sein.

Nachbesserungsbedarf angemeldet

Für den zweiten Bauabschnitt zwischen Beckedorf und der Autobahnauffahrt bei Bad Nenndorf hätte der Vorentwurf laut Brockmann eigentlich dieses Jahr ans Bundesverkehrsministerium geschickt werden sollen. Doch im Sommer hat sich wie berichtet gezeigt, dass die betroffenen Samtgemeinden Bad Nenndorf und Rodenberg Nachbesserungsbedarf anmelden.

„Wir stehen jetzt mit diesen Kommunen in einem Prozess der engen Abstimmung“, berichtet Brockmann. Dabei gehe es um Themen wie den Anschluss bei Algesdorf, den genauen Trassenverlauf bei Bad Nenndorf (zwischen der Kreuzung Drei Steine und dem Wäldchen) sowie um den dortigen Lärmschutz.

Der Behördenchef betont, es sei wichtig, die Interessen der betroffenen Kommunen „so weit es geht“ zu berücksichtigen. Schließlich würden diese sich an der Finanzierung des Projekts beteiligen. Dafür sei auch eine Verzögerung im Planungsprozess hinzunehmen. Wie lange die Fertigstellung des Vorentwurfs nun noch dauert, „das hängt davon ab, wie umfangreich die sich ergebenden Änderungen sind, die erst noch eingearbeitet werden müssen“, erläutert Brockmann. Er hoffe, dass der Vorentwurf irgendwann im kommenden Jahr zur Genehmigung ins Bundesverkehrsministerium geschickt werden kann. Das sei allerdings ein ehrgeiziges Ziel.

Planfeststellungsverfahren 2019

Erfahrungen zeigten, so Brockmann weiter, dass das Ministerium für die Genehmigung eines solchen Projekts zwischen einem dreiviertel und drei Jahren benötige. Wenn man optimistisch da rangehe, könne man mit etwa einem Jahr rechnen, kalkuliert der Behördenchef. Das würde bedeuten, dass das Planfeststellungsverfahren bestenfalls Mitte 2019 eingeleitet werden könnte. Nach Angaben Brockmanns müssen für dieses Verfahren etwa drei Jahre einkalkuliert werden. Das würde heißen: Wenn alles glatt läuft, ist ein Baubeginn frühestens im Laufe des Jahres 2022 möglich. Wie lange die Bauarbeiten bis zur Fertigstellung dann dauern werden, dazu ist laut Brockmann derzeit noch keinerlei Prognose möglich. ssr

Zügig arbeiten

Von Stefan Rothe

Immer wieder sind viele Autofahrer auf der B65 genervt: Das gilt besonders, wenn diese bei Unfällen auf der A2 als Umleitungsstrecke genutzt wird und sich lange Staus bilden – wie in den vergangenen beiden Tagen. Oft gilt das aber auch einfach bei normal hohem Verkehrsaufkommen zu Stoßzeiten, wenn es nur langsam vorangeht.

Schon lange warten Autofahrer auf den zweiten Abschnitt des 2+1-Ausbaus zwischen Beckedorf und der A2-Auffahrt bei Bad Nenndorf, durch den die genannten Probleme entspannt werden sollen. Gefühlt tut sich seit längerer Zeit gar nichts. Die Planungen stocken. Mit einem Baubeginn ist, Stand heute, frühestens 2022 zu rechnen. Alle Verantwortlichen sind aufgerufen, das Möglichste zu tun, um weitere Verzögerungen zu vermeiden: also zügig arbeiten.

Die Geduld der Autofahrer wird derzeit weiter strapaziert durch die Temporeduzierungen an der Brückenbaustelle am Lohhof. Doch das ist vorübergehend. Was bleibt, ist die Ampel bei Kobbensen. Wer dort Rot hat, den beschleicht das Gefühl, dass der Zeitgewinn durch die 2+1-Überholmöglichkeit wieder verloren geht. Daher gibt es immer mehr Betroffene, die am Sinn des 2+1-Ausbaus zwischen Vornhagen und Kobbensen zweifeln. Möglicherweise haben sie recht.

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