Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Zwischen Hoffnung und Drama

Podiumsdiskussion bei der Schaumburger Börsennacht Zwischen Hoffnung und Drama

Durchschnittlich 800 000 Euro im Jahr wendet die Fürstliche Hofkammer in Bückeburg auf, um das Schloss zu erhalten. Das war eine der Informationen, welche die rund 300 Gäste bei der von SN-Chefredakteur Marc Fügmann moderierten Podiumsdiskussion der Schaumburger Börsennacht der Sparkasse Schaumburg erhalten haben.

Voriger Artikel
Grüne und FDP bilden drittstärkste Kraft
Nächster Artikel
Schaumburger Politiker für Steinmeier

Knapp 300 geladene Gäste haben die Podiumsdiskussion bei der 16. Schaumburger Börsennacht verfolgt.

Quelle: fwi

LANDKREIS. . Der Direktor der Fürstlichen Hofkammer, Christian Weber, fügte hinzu, der gesamte Erlös aus den wirtschaftlichen Unternehmungen der Hofkammer fließe in den Erhalt etlicher Immobilien, „neben dem, was die Fürstenfamilie zum Leben braucht“. Weber berichtete darüber hinaus, dass die Hofkammer zum Beispiel über 7000 Hektar Wald in Österreich verfüge. Neben der Land- und Forstwirtschaft sei die Gastronomie ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld der Hofkammer. Über seine persönliche Rolle sagte Weber, „das operative Geschäft der Hofkammer ist immer eng mit der Fürstenfamilie verbunden“.
Von der Hoffnung auf einen bevorstehenden Großauftrag berichtete Geschäftsführer Andreas Hettchen vom Nienstädter Unternehmen HEWA Edelstahlverarbeitung. Die Firma, die 16 Mitarbeiter beschäftigt, fertigt dekorative Edelstahl-Verkleidungen für Fahrtreppen. Laut Hettchen kann sich HEWA große Hoffnungen machen, einen Auftrag für die Verkleidung von 100 Fahrtreppen mit einem Umsatz von drei Millionen Euro für die Metro in Kopenhagen zu erhalten, „das würde eine neue Dimension für uns bedeuten“. Die Firma wurde von zwei früheren Otis-Mitarbeiten nach der Schließung des Stadthägerr Otis-Werkes gegründet – und haben viel spezielles Know-how in ihre neue Firma eingebracht. „Wir sind stolz, dass das Fahrtreppen-Geschäft durch uns in Schaumburg in gewisser Weise weiterlebt“, merkte Hettchen an. Der Vorteil von HEWA sei, „dass wir flexibel sind und unseren Kunden kreative, individuelle Lösungen zu bezahlbaren Preisen anbieten können“, führte der Geschäftsführer weiter aus.
Dr. Bernd Kuglin gab einen Einblick in die Burghof-Klinik Rinteln, die 250 Mitarbeiter beschäftigt. Die Einrichtung für Psychiatrie und Psychotherapie hält 250 Betten vor. Etwa 50 Prozent der stationären Patienten kommen aus dem Landkreis. „Unter anderem durch 50 000 Übernachtungen pro Jahr von externen Patienten stellt die Burghof-Klinik auch einen ernst zu nehmenden Wirtschaftsfaktor dar.“ Auf Nachfrage von Fügmann erläuterte Kuglin, psychiatrische Einrichtungen sowie deren Patienten hätten nach wie vor darunter zu leiden, „dass wir Volkskrankheiten wie zum Beispiel Depression haben, aber es wird in der Gesellschaft kaum darüber gesprochen“.
Der Vorstandssprecher der Sparkasse Schaumburg, Stefan Nottmeier, freute sich über die bereits 16. Auflage der Börsennacht, diese sei mittlerweile „eine echte Traditionsveranstaltung“. Zur wirtschaftlichen Situation sagte Nottmeier, „die anhaltende Niedrigzinsphase stellt auch für die Regionalbanken eine dramatische Situation dar“. Der Zinsertrag sinke drastisch, und dieser stelle 80 Prozent des Gesamtergebnisses dar. Das Institut komme somit um das Einsparen von Kosten nicht herum. Dazu hätten auch die Filialschließungen beigetragen. Es bleibe aber die Stärke der Sparkasse, mit vielen Mitarbeitern vor Ort zu sein, „die sich intensiv um die Kunden kümmern können“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg