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eBooks noch kein großes Thema

Landkreis / Digitaler Lesestoff eBooks noch kein großes Thema

Totgesagte leben länger, sagt ein altes Sprichwort. Fragt man die Buchhandlungen im Landkreis, scheint das auch für das gedruckte Buch zu gelten. Der Trend aus den USA, wo der Online-Händler Amazon im April 2011 erstmals mehr eBooks als gedruckte Bücher verkauft hat, scheint sich hier bislang nicht abzuzeichnen.

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Das eBook ist in Schaumburg noch ein Nischenprodukt.

Quelle: dpa

Landkreis (aw). Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) machte der eBook-Verkauf im gesamten Jahr 2011 rund ein Prozent aus – 77 Prozent mehr als im Vorjahr. Nichtsdestotrotz sind elektronische Bücher hierzulande nach wie vor ein Nischenmarkt. „Seitdem der Rummel mit den eBooks losging, hatte ich noch keine einzige Anfrage“, sagt Rupert Weber von der Nenndorfer Buchhandlung, der elektronische Bücher und die dazu nötigen, 100 bis 130 Euro teuren Geräte im Angebot hat. Dass die Nachfrage bei ihm nicht vorhanden sei, führt er auf den Altersdurchschnitt seiner Kundschaft zurück.

„Die Nachfrage ist natürlich verhalten, aber sie ist da“, meint dagegen Martin Schmidt, Inhaber der Stadthäger Buchhandlung Schmidt. Er habe außerdem eine Besonderheit festgestellt: eBook-Leser lesen andere, kürzere Formate. Romane wie beispielsweise die sehr erfolgreiche Jugendbuchserie „Die Tribute von Panem“ sind demnach in elektronischer Form auch bei jungen Lesern kaum gefragt. „Selbst die nehmen lieber das gedruckte Buch“, meint Schmidt, und das trotz der Tatsache, dass die gebundenen Bücher teurer seien.

Dass ein Rückgang der Verkaufszahlen bei gedruckten Büchern noch nicht spürbar ist, bestätigt auch Ute Stender von der Bückeburger Buchhandlung Frommhold. „Es geht gerade so ein bisschen los“, sagt sie mit Blick auf die eBooks. Das gleiche Bild auch bei der Buchhandlung Sedlmair in Rinteln. Geschäftsleiterin Agnes Busch glaubt allerdings, dass sich die elektronischen Bücher auch hierzulande etablieren werden. „Das wird in Zukunft so sein.“

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