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Aus dem Landkreis eBooks noch kein großes Thema
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis eBooks noch kein großes Thema
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06:16 25.04.2012
Das eBook ist in Schaumburg noch ein Nischenprodukt. Quelle: dpa
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Landkreis (aw). Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) machte der eBook-Verkauf im gesamten Jahr 2011 rund ein Prozent aus – 77 Prozent mehr als im Vorjahr. Nichtsdestotrotz sind elektronische Bücher hierzulande nach wie vor ein Nischenmarkt. „Seitdem der Rummel mit den eBooks losging, hatte ich noch keine einzige Anfrage“, sagt Rupert Weber von der Nenndorfer Buchhandlung, der elektronische Bücher und die dazu nötigen, 100 bis 130 Euro teuren Geräte im Angebot hat. Dass die Nachfrage bei ihm nicht vorhanden sei, führt er auf den Altersdurchschnitt seiner Kundschaft zurück.

„Die Nachfrage ist natürlich verhalten, aber sie ist da“, meint dagegen Martin Schmidt, Inhaber der Stadthäger Buchhandlung Schmidt. Er habe außerdem eine Besonderheit festgestellt: eBook-Leser lesen andere, kürzere Formate. Romane wie beispielsweise die sehr erfolgreiche Jugendbuchserie „Die Tribute von Panem“ sind demnach in elektronischer Form auch bei jungen Lesern kaum gefragt. „Selbst die nehmen lieber das gedruckte Buch“, meint Schmidt, und das trotz der Tatsache, dass die gebundenen Bücher teurer seien.

Dass ein Rückgang der Verkaufszahlen bei gedruckten Büchern noch nicht spürbar ist, bestätigt auch Ute Stender von der Bückeburger Buchhandlung Frommhold. „Es geht gerade so ein bisschen los“, sagt sie mit Blick auf die eBooks. Das gleiche Bild auch bei der Buchhandlung Sedlmair in Rinteln. Geschäftsleiterin Agnes Busch glaubt allerdings, dass sich die elektronischen Bücher auch hierzulande etablieren werden. „Das wird in Zukunft so sein.“

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