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„Weiße Kragen“-Jobs weiter äußerst beliebt

Landkreis / Ausbildung „Weiße Kragen“-Jobs weiter äußerst beliebt

Die sogenannten „weiße Kragen“-Berufe wie etwa Industriekaufmann sind auch im angelaufenen Ausbildungsjahr Favoriten der Schulabgänger in Schaumburg gewesen. Hingegen haben es Bereiche wie die Gastronomie oder die Pflege hier sehr schwer, Auszubildende zu bekommen. Diese Trends hat Christina Rasokat, Sprecherin der Agentur für Arbeit in Hameln, auf SN-Anfrage mitgeteilt.

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Der Kfz-Mechatroniker ist ein relativ beliebter Ausbildungsberuf, aber andere Bereiche des Handwerks haben es schwer, Nachwuchs zu finden.

Quelle: rg

Von Stefan Rothe

Landkreis. „Die kaufmännischen Berufe wie Großhandelskaufmann stehen auch im gerade begonnenen Ausbildungsjahr klar an der Spitze der Beliebtheitsskala“, sagte Rasokat. Einen deutlichen Überhang an Nachfragen hat es auch für Ausbildungsplätze in den Bereichen Bank, Verwaltung sowie Rechtsanwalt und Notare gegeben. Alles was sich im Büro abspiele, werde gerne genommen, führte Rasokat aus.
Hingegen werde in Teilen des Handwerks „händeringend“ nach Nachwuchs gesucht. Rasokat betonte, nur über die bei der Agentur für Arbeit gemeldeten Stellen und Stellengesuche sprechen zu können. Als besonders schwierig erweise sich demnach die Lage in Berufen wie Maurer, Dachdecker und Landschaftsgärtner. Die Tätigkeiten dieser Berufe spielten sich unter freiem Himmel ab, was bei den Schulabgängern offenkundig nicht so beliebt sei. „Das gilt halt als das genaue Gegenteil der ,weiße Kragen‘-Berufe“, so Rasokat.
Sehr schwer zu besetzen seien auch Lehrstellen in den Bereichen Bäckereien, Friseure und Floristen. „Ausbildungsplätze in Betrieben dieser Berufszweige sind in der Entlohnung nicht sehr attraktiv“, nannte Rasokat einen Hauptgrund für die Zurückhaltung der Jugendlichen.

Dabei biete das Handwerk gerade jetzt erhebliche Karrierechancen, berichtete die Expertin. Hierzulande fänden viele Betriebsübergaben statt. Wer da seinen Meister mache, habe gute Chancen, einen Betrieb übernehmen zu können. „Das Handwerk bietet durchaus gute Möglichkeiten, an seiner eigenen Karriere zu feilen.“ „Massive Schwierigkeiten“, alle Ausbildungsplätze zu besetzen, habe es auch in den Bereichen Pflege und Gastronomie gegeben. Hier seien etliche Azubi-Stellen nach wie vor offen.

Generell im Vorteil, an Auszubildende heranzukommen, seien große Firmen, erläuterte Rasokat. Diese hätten oft eine Ausbildungswerkstatt, böten bessere Bezahlung und Perspektiven und trieben vorab auch eine effektivere Akquise unter den jungen Leuten.

Die zurückgehende Zahl an Schulabgängern wirke sich für die Betriebe in Schaumburg besonders stark aus. „Bis vor kurzer Zeit konnte man hier aus dem Vollen schöpfen, da waren die Betriebe sozusagen verwöhnt.“ Rasokat nannte ein Beispiel dafür: „Den Friseur-Azubi mit Realschulabschluss, den gibt es jetzt halt nicht mehr.“ Viele Betriebe müssten sich darauf einstellen, „sich intensiver um Auszubildende zu kümmern, weil die nicht alle einfach so problemlos durchlaufen.“
Die offizielle Bilanz zum Ausbildungsjahr mit exakten statistischen Angaben wird die Agentur für Arbeit im Anschluss an eine kreisweite Ausbildungsmarkt-Konferenz Ende Oktober vorlegen.  ssr

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