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Steinzeitfunde im Weserbergland Ausgegraben

Es war ein Zufallsfund und großes Glück: In der vergangenen Woche hat ein Förster ein 6000 Jahre altes Beil aus der Steinzeit gefunden. Das Steinwerkzeug aus dem Osterwald in Hameln-Pyrmont sorgte für reichlich Schlagzeilen. Es ist nicht der erste Fund dieser Güte im Weserbergland. In der ganzen Region sind immer wieder herausragende Schätze geborgen worden. Ein Blick in die Schatzkiste.

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Dieses vermutlich 6000 Jahre alte Steinzeitbeil ist nach Baggerarbeiten in einem Wasserloch im Osterwald bei Dörpen gefunden worden.

Das Steinzeitbeil vom Osterwald

Dieses vermutlich 6000 Jahre alte Steinzeitbeil ist nach Baggerarbeiten in einem Wasserloch im Osterwald bei Dörpen gefunden worden. Es wird von Archäologen untersucht, Ergebnisse liegen erst in ein paar Wochen vor. Vermutet wird, dass das Steinbeil vor 6000 Jahren von jemandem verloren wurde, der im Osterwald unterwegs war – möglicherweise auf der Suche nach „Bauland“.

Flintdolch

Am Ende der Jungsteinzeit gerieten die auf die Bearbeitung von Feuerstein spezialisierten Handwerker in Konkurrenz zu den Bronzegießern. Um dagegenzuhalten, verfeinerten die Steinschläger ihre Techniken immer weiter. Der Mittelgrat dieses Dolches zeigt, wie hoch die Kunst der Handwerker entwickelt war. Sie kopierten offenbar Formen, wie sie aus Kupfer oder Bronze gegossen wurden. Dieser Flintdolch, auch Fischschwanzdolch genannt, wurde bei Dehmke in der Gemeinde Aerzen gefunden.

Das Ulfberht-Schwert

Im Frühjahr 2012 entdeckte Rainer Kleine aus Hilligsfeld bei der Beobachtung eines Baggervorgangs aus der Weser bei Großenwieden ein fast vollständig erhaltenes Eisenschwert von 95 Zentimeter Länge. Die Bedeutung wurde dem Finder erst klar, als er mit dem in der Nähe wohnenden Archäologieprofessor Heinrich Härke von der Universität Tübingen ins Gespräch kam: Es ist ein Schwert des
legendären Schmieds Ulfberht.

Kupferbeil von Steinbergen

Das Kupferbeil von Steinbergen ist ein jungsteinzeitliches Beil aus Kupfer, das 2011 bei Steinbergen gefunden wurde. Das fast zehn Zentimeter lange Flachbeil wird aufgrund seiner Form in das 4. Jahrtausend vor Christus. datiert. Mit einem Alter von rund 5500 Jahren handelt es sich um das bisher älteste in Niedersachsen gefundene Artefakt aus Metall. Es wurde im März 2011 von drei jugendlichen Sondengängern auf dem Bergrücken der Hirschkuppe im Wesergebirge entdeckt.

Spitznackiges Beil

Jungsteinzeitliche Bauern nutzten neben Feuerstein auch andere Steine zur Erzeugung von Beilklingen. Erguss- oder Sedimentgesteine wurden meist dann verarbeitet, wenn vor Ort keine Feuersteinvorkommen vorhanden waren. Die Herstellung funktionierte anders als bei Feuerstein: Größere Rohstücke wurden durch Sägeschnitte portioniert. Die endgültige Form wurde durch Picken mit einem harten Klopfstein erzielt. Dieses spitznackige Beil wurde bei Latferde in der Gemeinde Emmerthal gefunden und ist im Museum Hameln ausgestellt.

Donauländische Axt

Diese Geräte sind überwiegend aus ortsfremdem Material gefertigt. Sie stammen aus einer Zeit, in der erste Bauernkulturen neben Jäger- und Sammlergruppen lebten. Werden sie gefunden und nicht bei Grabungen ausgegraben, ist nicht immer klar, in welchem Zusammenhang sie benutzt wurden. Es ist schwer zu entschlüsseln, welchem Zweck diese Geräte dienten. Nicht alle Klingen sind scharf geschliffen, sie wurden also nicht zur Arbeit eingesetzt. Diese imposanten Exemplare dienten sicher als Statussymbol. Dieser abgebildete Breitkeil wurde bei Ockensen in der Gemeinde Salzhemmendorf gefunden und ist heute im Museum Hameln zu sehen.

Jütländische Steinaxt

In der Jungsteinzeit trugen Männer solche Steinäxte, wie Funde aus Gräbern belegen. Wie Beile wurden sie zum Fällen von Bäumen eingesetzt. Diese Steinaxt wurde in der Nähe von Hameln gefunden.

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