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Ausgezeichnet!

Insekt, Vogel, Heilpflanze, Blume und Tier des Jahres Ausgezeichnet!

Alles hat mit dem Wanderfalken angefangen, der 1971 vom Naturschutzbund (Nabu) zum Vogel des Jahres gekürt worden ist. Mittlerweile wird in der Natur fast alles preisgekrönt, was kreucht, fleucht und wächst. Von der Alge bis zum Waldgebiet, vom Moos bis zur Streuobstsorte: Jahr für Jahr bestimmen Stiftungen, Arbeitskreise und Umweltvereine ihre Stars der Natur. Und verfolgen damit ein hehres Ziel, nämlich auf die Gefahren für Flora und Fauna hinzuweisen. Denn Tatsache ist: Das Artensterben in Deutschland geht weiter. Bühne frei für die wichtigsten „Wesen des Jahres 2015“.

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Farbenfroh: Der Silbergrüne Bläuling - das Insekt des Jahres

Mit dem Schmetterling Silbergrüner Bläuling ist ein nach Worten des Jury-Vorsitzenden Wohlert Wohlers „besonders schönes Tier“ zum Insekt des Jahres 2015 gewählt worden. Dabei sind die Männchen etwas farbenfroher: Ihre Flügel sind – wie der Name schon sagt – außen silbern und werden zum Köper hin grünblau. Die Weibchen sind bräunlich mit kleinen Punkten. In Deutschland kommen die Tagfalter laut Wohlers hauptsächlich im Süden vor, beispielsweise in den Alpen. Sie bevorzugen kurze Magerrasen mit hohem Blütenreichtum. Sehen kann man den Schmetterling meist im Juli, wenn die Sonne scheint.

Das Insekt des Jahres wird jedes Jahr von einem Kuratorium renommierter Forscher gewählt. Im vergangenen Jahr machte die einen Zentimeter lange Goldschildfliege das Rennen. dpa/Wikipedia

Fast weg: Die Brandseeschwalbe - Der Seevogel des Jahres

Die stark bedrohte Brandseeschwalbe ist Seevogel des Jahres 2015. In Deutschland gebe es nur noch etwa 7300 Paare dieser Seeschwalbenart, teilte der Naturschutzverein Jordsand mit. Mit der Verleihung des Titels will der Verein auf die Bedrohung der Küstenvögel aufmerksam machen. Die Brandseeschwalbe steht in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten.

In Schleswig-Holstein wird der etwa 40 Zentimeter große, weiße Vogel als vom Aussterben bedroht eingestuft. Der Fischfänger brütet in Deutschland nur noch auf vier Nordseeinseln und an zwei Stellen der Ostsee, fast ausnahmslos in streng geschützten Gebieten, sagte der Jordsand-Vorsitzende Eckart Schrey. Außerdem gebe es zur Brutzeit im Frühsommer zunehmend Sturmfluten aufgrund des Klimawandels. Industriefischerei könne das Nahrungsangebot mindern. Nach der Brutzeit von Mai bis späten Juli ziehen die heimischen Vögel bis nach Südafrika. Die meisten überwintern vor Westafrika. Dort werden sie massiv bejagt. dpa/dpa

Lecker und gesund: Die Zwiebel - Die Heilpflanze des Jahres

Die Zwiebel wird meist genutzt, um Speisen die richtige Würze zu geben. Doch zudem hat sie auch gesundheitliche Wirkungen, die ein Naturheilkundeverein nun hervorhebt. Der NHV Theophrastus hat die Zwiebel zur Heilpflanze des Jahres 2015 gekürzt. Mit der Wahl soll der heilende Aspekt der Pflanze wieder mehr hervorgehoben werden.

Das Nahrungs- und Würzmittel sei auch bei Appetitlosigkeit und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen wirksam. Laut NHV verzehren die Deutschen pro Kopf und Jahr sieben Kilogramm davon, die Anbaufläche beträgt etwa 9000 Hektar. Die Wahl trifft eine Jury des Vereins zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, (NHV Theophrastus) in München. dpa/haz

Gut fürs Blut: Der Teufelsabbiss - Die Blume des Jahres

Der Gewöhnliche Teufelsabbiss blüht hellblau, violett und rosa und verdankt seinen Namen dem markanten Wurzelwuchs. Die Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg kürte die Pflanze zur Blume des Jahres 2015. Die „Blume des Jahres“ repräsentiere immer auch einen bedrohten Lebensraum, teilt die Stiftung mit. So wachse der Gewöhnliche Teufelsabbiss in Moorgebieten und Uferzonen.

„Hauptursache für die Gefährdung dieser Pflanze ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Feuchte Wiesen wurden entwässert, gedüngt oder zu Acker- und Bauland umgewandelt“, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Axel Jahn. In Norddeutschland ist die Pflanze inzwischen vom Aussterben bedroht, im Schwarzwald und in den Alpen finden sich noch größerer Bestände. Im Mittelalter wurde die Pflanze zur Blutreinigung und bei Nierenschwäche angewendet. Ihren ungewöhnlichen Namen erhielt sie aufgrund ihrer außergewöhnlichen Wurzel, die im Herbst von unten abstirbt. Einer Sage nach soll der Teufel aus Zorn über ihre Heilkraft die Wurzeln abgebissen haben. dpa/H. Timmann

Das hoppelt: Der Feldhase - Das Tier des Jahres

Hierzulande als Eierbringer zu Ostern gefeiert, in China für seine Langlebigkeit verehrt: Der Feldhase ist eine der prominentesten Wildarten, erklärt die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (DSW), die Meister Lampe 2015 zum Tier des Jahres gekürt hat. Aus gutem Grund: Seit Jahren geht der Bestand immer weiter zurück, der Feldhase wird auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft.

Als Grund nennt die Schutzgemeinschaft Umwelteinflüsse, die zum Rückgang der Hasenpopulation geführt hätten. Auch nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) findet das Tier nur noch schwer den benötigten Lebensraum auf den Feldern. In der intensiven Landwirtschaft mit großen Ackerflächen fehlen ihm Ackerrandstreifen und kleinere Gehölze. Rebhuhn, Kiebitz, Feldlerche und Fasan teilen dieses Schicksal. Wildernde Hunde und Katzen tragen laut DSW ebenfalls zur Gefährdung des Feldhasen bei.

„Der Feldhase kann in Deutschland nur eine Zukunft mit höheren Populationen haben, wenn Agrar- und Jagdpolitik, Bauern, Landeigentümer, Haustierbesitzer und Jäger sich gemeinsam an den Fakten orientieren. Der Hase und mit ihm viele andere Arten der Feldflur werden ohne gezielte, großflächige Programme und Aktivitäten künftig weiter zurückgehen“, erklären die Tierschützer.  kcg/Deutsche Wildtierstiftung

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