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Bühne frei für Jesus Christus

Krippenspiele Bühne frei für Jesus Christus

Kein Weihnachten ohne Krippenspiel: Seit Wochen bereiten sich zahlreiche Kinder und Jugendliche im Schaumburger Land auf ihren großen Auftritt als Engel, Hirte, als Maria und Josef  vor. So wie in Lindhorst, wo die Weihnachtsgeschichte gleich zweimal auf die Bühne gebracht wird.

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Maria und Josef und die Bürger von Bethlehem: Das Lindhorster Krippenspiel hält sich eng an die biblische Erzählung.

Quelle: kcg

Ein wenig eng wird es schon, wenn sich alle Kinder in der Mitte der beiden Kirchenschiffe versammeln und zusammen das Lied „Zumba, Zumba“ anstimmen – der Höhepunkt des Kinderkrippenspiels der Lindhorster Kirchengemeinde. Der Text des Liedes sitzt, nur mit dem rhythmischen Klatschen im Refrain hapert es noch. „Das üben wir noch mal“, sagt Pastor Wilfried Vauth bei der Generalprobe zu den mehr als 40 Jungen und Mädchen, die heute Nachmittag die Weihnachtsgeschichte auf die Bühne bringen.

Krippenspiele, an Heiligabend in fast allen Kirchengemeinden des Schaumburger Landes aufgeführt, gibt es schon seit mehr als 1000 Jahren. Grundlage der kleinen Theaterstücke ist die biblische Erzählung von Geburt und Leben Jesu Christi durch die Evangelisten Matthäus und Lukas. Bereits in der Frühzeit des Christentums waren Krippenspiele Bestandteil der weihnachtlichen Liturgie. Als Vater der heute bekannten Form gilt Franz von Assisi. Der Ordensstifter soll im Dezember 1223 im Wald von Grecchio nahe Rom Tiere und Menschen zum geistlichen Schauspiel versammelt haben. Im Mittelpunkt lag in einer mit Stroh gefüllten Krippe das Jesuskind. Josef und Maria wurden eingerahmt von Ochs und Esel. Hirten kamen zur Huldigung und die drei Könige brachten ihre Gaben.

Heute ist es in vielen Kirchengemeinden in Deutschland Trend, die biblische Geschichte im modernen Gewand aufzuführen. Aus der Weihnachtsgeschichte wird ein Musical mit rockigen Liedern, Schauplatz ist nicht mehr der Stall, sondern das heimische Wohnzimmer, die Schulklasse oder der Supermarkt.

In Lindhorst gibt es beide Varianten: die Klassische und die Moderne. Engel, Hirten, die Wirtsleute aus Bethlehem und natürlich Maria und Josef: Das Krippenspiel, dass die mehr als 40 Jungen und Mädchen im Alter zwischen drei und zwölf Jahren für Familien mit kleinen Kindern vorführen, hält sich eng an die Geschichte aus der Bibel. „Für Kleinkinder macht eine moderne Version noch keinen Sinn“, erklärt Pastor Vauth. Denn wer zum ersten Mal mit der Weihnachtsgeschichte in Berührung kommt, solle den Kern von Weihnachten ganz unverfälscht kennenlernen dürfen.
Obwohl der Inhalt ihres Theaterstückes jedes Jahr derselbe ist – langweilig finden Lisa-Sophie und Marie das Krippenspiel deshalb noch lange nicht. Die beiden zwölf und elf Jahre alten Mädchen gehören seit Jahren zum festen Darstellerstamm, in diesem Jahr dürfen sie Maria und Josef spielen. „Das Stück ist ja jedes Jahr ein bisschen anders. Das macht einfach Spaß“, erklärt Lisa-Sophie.

Seit Ende November proben die Nachwuchsdarsteller im Rahmen des Kindergottesdienstes an ihrem großen Auftritt. Um Regie, Bühnenbild, Kostüme und Maske kümmern sich gleich eine Handvoll ehrenamtliche Mitarbeiter der Kirchengemeinde rund um Pfarrsekretärin Andrea Möller und Matthias Johst. „Diese Mitarbeiter sind ein Schatz, ohne den es diese Art von Veranstaltung gar nicht geben würde“, schwärmt Vauth vom Engagement seines Teams.

Und während die jüngeren Schauspieler sich heute in prächtigen Kostümen als Engel und Hirten vor der Krippe versammeln, geht es beim Krippenspiel der Jugendlichen nüchterner zu. 22 junge Leute zwischen 13 und 18 Jahren, teils Konfirmanden, teils Jugendmitarbeiter der Gemeinde, spielen die moderne Version der Weihnachtsgeschichte für das ältere Publikum.

Es ist schon Tradition in Lindhorst, dass die Jugendlichen gemeinsam mit Vauth ihr ganz eigenes Theaterstück erarbeiten oder basierend auf einer Vorlage umschreiben. „Im vergangenen Jahr haben wir uns überlegt, wie Jesu Geburt abgelaufen wäre, hätte es damals schon Smartphones gegeben“, erklärt der Theologe. In diesem Jahr geht die Geschichte dort weiter, wo klassische Krippenspiele enden: Nach der Geburt des Jesuskindes, wenn die Hirten den Stall wieder verlassen und die Bürger Bethlehems voller Hoffnung, aber auch voll Zweifel über die Ankunft des Messias diskutieren.

Im Stück dominieren nachdenkliche Töne, aber auch ironische Momente, sagt Vauth. Letztendlich gehe es um die zentrale Frage eines jeden Krippenspiels: Sich selbst klar zu werden, wie man die christliche Botschaft in seinem eigenen Leben verordnet.

Das „Krippenspiel für kleine Leute“ wird heute um 15.30 Uhr in der St.-Dionysius-Kirche aufgeführt. Das „Krippenspiel für große Leute“ beginnt um 16.30 Uhr.

Krippenspiele in Schaumgburg

Ev.-Luth. Kirche
Apelern. 15.30 Uhr
Bad Eilsen. 15 Uhr Krippenspiel für Kinder, 16.30 Uhr Weihnachtsmusical
Bad Nenndorf. 15 Uhr Gottesdienst für Familien mit kleinen Kindern, 16.30 Uhr Gottesdienst für Familien mit Schulkindern
Beckedorf. 15.30 Uhr
Bergkirchen/Winzlar. 15 Uhr Krabbelgottesdienst in Bergkirchen, 16 Uhr Christvesper mit Krippenspiel in Bergkirchen (18 Uhr in Winzlar) 2. Weihnachtstag 10 Uhr Festgottesdienst mit Kinderkrippenspiel
Bückeburg. Stadtkirche: 16 Uhr Krippenspiel, Jetenburger Kirche: 14 Uhr Gottesdienst für Familien mit Kleinkindern, 15.30 Uhr Gottesdienst mit Krippenspiel
Deckbergen/Segelhorst. 15 Uhr Christvesper mit Krippenspiel in Segelhorst
Exten/Hohenrode. 15.30 Uhr in Hohenrode, 16 Uhr in Exten,
Fischbeck. 15 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel,16 Uhr Kindergottesdienst mit Krippenspiel im Gemeindehaus
Hagenburg-Altenhagen. 16 Uhr
Hattendorf. 16.30 Uhr
Heuerßen. 16 Uhr
Hohnhorst. 15 Uhr Stallgottesdienst auf dem Hof Engelking (Ohndorf), 16 Uhr Krippenspiel
Hülsede/Messenkamp. 16 Uhr Gottesdienst für kleine Kinder in Messenkamp, 17 Uhr Krippenspiel in Hülsede
Kathrinhagen/Rolfshagen. 15 Uhr Krippenspiel (Kathrinhagen), 16.30 Uhr Krippenspiel (Rolfshagen)
Krankenhagen. 15.30 Uhr
Lauenau. 15.30 Uhr, 16 Uhr Stallgottesdienst in Pohle
Lauenhagen. 16 Uhr Krippenspiel bis sechs Jahre, 17 Uhr Krippenspiel ab sechs Jahre (beide im Gemeindehaus)
Lindhorst. 15.30 Uhr Krippenspiel für kleine Leute, 16.30 Uhr Krippenspiel für große Leute
Luhden. 16.30 Uhr Weihnachtsmusical
Meerbeck. 14.30 und 16 Uhr
Meinsen. 15.30 Uhr
Obernkirchen. 15 Uhr und 16.30 Uhr
Petzen. 15 Uhr
Pollhagen. 16 Uhr Krippenspiel für Familien mit kleinen Kindern, 17.30 Uhr Krippenspiel für Familien mit größeren Kindern
Probsthagen. 16 Uhr
Rinteln. St. Nikolai: 15 Uhr für Familien mit kleinen Kindern, 16 Uhr Krippenspiel, St. Johannis: 15.30 Uhr und 17.30 Uhr
Rodenberg. 15.30 Uhr Andacht mit Krippenspiel, 16.30 Uhr Gottesdienst mit Krippenspiel, 17 Uhr Gottesdienst mit Krippenspiel im Schulzentrum Suntalstraße
Sachsenhagen. 16 Uhr
Seggebruch. 15.30 Uhr, Kindermusical, 17 Uhr Krippenspiel
Stadthagen. St.-Martini-Kirche: 14.30 Uhr für Familien mit kleineren Kindern, 16 Uhr für Familien mit größeren Kindern, Jakob-Dammann-Haus: 16 Uhr
Steinbergen. 16 Uhr
Sülbeck. 15.30 Uhr
Todenmann. 15.30 Uhr
Vehlen. 15 Uhr Familiengottesdienst
Weibeck-Krückeberg (mit Barksen, Zersen und Wickbolsen). 15 Uhr
Wendthagen. 16 Uhr
Wiedensahl. 16 Uhr Feier mit den Kindergottesdienstkindern, 17.30 Uhr Feier mit Krippenspiel der Konfirmanden

Selbstständige
ev.-luth. Kirche
Rodenberg. 16.30 Uhr
Katholische Kirche
Bückeburg. 16 Uhr
Hohnhorst. 16 Uhr
Lindhorst. 16 Uhr
Rehren (Auetal). 16 Uhr
Rinteln. 15 Uhr (Rinteln und in Hessisch Oldendorf)
Rodenberg. 15.30 Uhr Krippenandacht
Stadthagen. 15.30 Uhr für Kleinkinder, 17 Uhr Familien-Christmette

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