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Das große Aufräumen

Thema des Tages Das große Aufräumen

Das Dumme an Weihnachten? Es ist nur einmal im Jahr. Dazwischen liegen mehr als elf Monate, in denen die viele Dekoration irgendwo im Haus Platz finden muss. Doch wo? Und wie gelingt das Platz sparend? Ein paar Ideen für Ordnungsliebende.

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Quelle: dpa

Bald ist der Weihnachtszauber wieder vorbei. Die meisten haben schon ein paar Tage nach dem Fest die Dekoration wieder satt. Also weg damit. Doch wohin? Vor allem wenn man die Kisten weggeworfen hat? Wie kann ich Kugeln, Lichterketten und auch die langen Rollen mit Geschenkpapier am besten aufbewahren? Ordnungscoaches geben Tipps für selbst gemachte Lagermöglichkeiten und Ordnungssysteme:
Kugeln: Die Schachteln von Schokoküssen oder Eierkartons sind perfekt für die Baumdekoration. In jede Einheit kommt eine Kugel. Für größere Modelle hat Ordnungscoach Julia Poetsch aus Nürnberg einen Tipp: Papp- oder Plastikbecher nehmen, Kugeln reinlegen und in eine Box stapeln. Wertvolle Kugeln oder Anhänger aus Glas werden dazu noch mit Seidenpapier oder einer Lage Küchenpapier eingewickelt.
Es gibt im Handel natürlich auch extra Kugelboxen mit Einlagen, in die jeweils eine Kugel passt. Aber das kann man auch selber machen: Einen Schuhkarton mit einem Pappkarton in Fächer unterteilen. Und zerbrochene Kugeln? Sie gehören nicht in den Glascontainer, sondern müssen in den Restmüll geworfen werden, erklärt der Bundesverband Glasindustrie.
Lichterketten: Auch hierfür gibt es Ordnungsmöglichkeiten Marke Eigenbau, die teils sogar platzsparender sind als der Originalkarton. Ihnen gemein ist: Die Kette wird aufgefädelt oder herumgewickelt. Poetsch formt dafür eine Rolle aus Zeitungspapier, Ordnungscoach Rita Schilke aus Berlin nimmt einfach ein Stück Holz. Und die Bloggerin Sabine Haag wählt eine Pappe, in deren oberen und unteren Rand sie eine Kerbe schneidet. Darin werden das Ende mit dem Stecker und das andere Ende der Lichterkette fixiert. „Je größer die Pappe ist, desto übersichtlicher kann man die Kette auch wieder abwickeln. Die Birnchen verheddern sich ja gerne mal“, sagt Haag.
Geschenkbänder: Poetsch empfiehlt, eine Stange für Küchenaccessoires hochkant an der Wand zu befestigen und die Bänder herumzuwickeln. Masking-Tapes zum Aufkleben werden in einen alten Stickrahmen oder ähnlichem aufgefädelt. Haag nutzt einen kleinen Kinder-Reisekoffer, in dem sie die Bänder nebeneinander übersichtlich einsortiert hat.
Geschenkpapier: Dafür lassen sich Regenschirmständer oder ähnlich geformte Boxen zweckentfremden. Man kann sie auch an der Wand anbringen. Kein Platz dafür? Man nimmt einen Kleidersack und legt die Rollen hochkant hinein. Dann wie gewohnt den Sack mit einem Kleiderbügel in den Schrank hängen, erklärt Poetsch.
Einen etwas aufwendigeren Ordnungstipp hat der Coach noch: Man nimmt eine Kleiderstange und befestigt diese horizontal an der Wand oder hinter einer Tür. In etwas Abstand darunter kommt ein schmales Bilderboard, auf dem in der Regel Bilderrahmen stehen. Nun trägt es hochkant gestellte Rollen mit Geschenkpapier, die am oberen Ende hinter der Kleiderstange klemmen. Und wie hält das Papier auf seiner Rolle? Eine kleine Klopapierrolle aufschneiden und darüberstülpen.
Weihnachtspyramide: Die Lichtergestelle müssen das Jahr über auf jeden Fall aufrecht stehend gelagert werden, betont Haag. Sonst verziehen sich die Teile, die für die Drehbewegung zuständig sind. Die Ordnungsexpertin rät in diesem Fall, die Originalverpackung möglichst aufzuheben.
Salzteig-Anhänger: Aus einem Salzteig lassen sich mit Plätzchenausstecher hübsche Dekorationen für den Baum oder Zweige formen. Diese müssen bis zum nächsten Fest auf jeden Fall trocken lagern. Haag empfiehlt, etwas Salz mit in die Box zu geben, das auftretende Feuchtigkeit bindet. Alternativ kleine Päckchen mit Kiesel- oder Silicagel hineinlegen, die man in neuen Handtaschen, Schuhen oder in den Verpackungen von Elektrogeräten findet. Und auch Orangen- und Zitronenscheiben zur Dekoration lassen sich ein Jahr lang aufbewahren. Diese sollten am besten in einen Gefrierbeutel gegeben und so vor Mottenbefall geschützt werden.
Lagerort für Deko: Für die Übersichtlichkeit raten die Ordnungscoaches, nach Möglichkeit einen richtigen Lagerplatz für Dekorationen einzurichten. Dort sollte alles, was thematisch zusammengehört, an einer Stelle stehen, also auch weihnachtliche Tischdecken und Kerzen, empfiehlt Ordnungscoach Rita Schilke. Der Lagerort darf nicht feucht sein, denn Gegenstände aus Metall können korrodieren, Papier kann schimmeln. Gleichzeitig sollte man nicht alles in eine Kiste packen, sondern es übersichtlicher mit mehreren Boxen halten. Auch Bloggerin Haag rät, die allgemeine Winterdeko, Advents- und Nikolaussachen sowie die spezielle Weihnachtsdekoration für die Festtage getrennt in Kisten zu verstauen, diese aber nebeneinander zu stellen.
Wichtig ist für die Aufräumexpertin Poetsch, Einzelnes nicht über den Anlass und die Jahreszeit hinaus im Haus hängen zu lassen. „Sonst freut man sich gar nicht mehr richtig auf das Fest und das Dekorieren dafür.“ Und Poetsch findet: „So schön die Weihnachtsdekoration ist, es ist auch schön, wenn es im Januar in der Wohnung wieder leerer wird. Das beruhigt die Augen.“

  Von Simone Andrea Mayer

Fünf Recycling-Tipps zum Fest

Heiligabend, nach dem Auspacken der Geschenke: Im Wohnzimmer sind Häufchen mit zusammengeknülltem Papier verteilt, Geschenkschleifen fliegen herum, und leere Kartons stapeln sich im Eck. Wohin damit? In die Papiertonne? Ja – und nein. Wer es wirklich richtig machen will, muss sortieren:
Papiertonne: Geschenkekartons und -papiere wandern hinein. Selbst glänzendes und funkelndes Papier ist in aller Regel einfach nur bedruckt – und darf folglich auf diesem Wege recycelt werden, erklärt der Verband Deutscher Papierfabriken. Das Recycling lohnt sich übrigens: Für 100 Tonnen neues Papier setzt die deutsche Papierindustrie laut dem Verband 74 Tonnen Altpapier ein.
Restmüll: Nicht ins Altpapier kommen mit Kunststofflacken oder -folien hergestellte Lack-, Glacé- und Chromopapiere und -pappen – also beschichtetes Papier. Und in den Restmüll wandern auch Papiere mit Kleber, der sich nicht durch Wasser lösen lässt. Das bedeutet: Wer es wirklich genau nehmen möchte, trennt Adressetiketten sowie den Selbstklebeverschluss von Kuverts der Weihnachtskarten vom restlichen Papier ab und entsorgt diese Teile im Restmüll, erklärt das Umweltbundesamt. Im Restmüll und nicht im Glascontainer landen übrigens laut Bundesverband Glasindustrie auch zerbrochene Weihnachtskugeln.
Gelber Sack: Verpackungen, die nicht aus Papier und Glas sind, landen hier. Es gibt aber unterschiedliche Vorgaben der kommunalen Entsorger. Manche schränken zum Beispiel ein, dass expandiertes Polystyrol, auch bekannt unter dem Markennamen Styropor, nur in haushaltsüblichen Mengen in die Tonne oder den Sack wandern darf. An Weihnachten können aber schon mal ganze Berge davon zusammenkommen – dann am besten nach den Details beim Entsorger erkundigen. Manche bieten für einmalig anfallende große Abfallmengen, gegen Entgelt extra Müllsäcke an.
Wertstoffhof oder Händler: Das ist die Anlaufstelle bei kaputten Lichterketten und sonstigen Dekorationen, die mit Energiespar- und LED-Lampen bestückt sind. Sie enthalten elektronische Bestandteile, die recycelt werden sollten. Bei Energiesparlampen kommen Spuren von Quecksilber hinzu. Größere Elektrohändler sind seit Ende Oktober 2015 verpflichtet, Elektrokleingeräte bis zu einer Größe von 25 Zentimetern zurückzunehmen, erklärt Dietlinde Quack vom Öko-Institut in Freiburg. „Das gilt für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmeter.“ Die Annahme muss unabhängig davon erfolgen, ob das Produkt dort eingekauft wurde. Aber: Dekorationen mit alten Glüh- und Halogenlampen landen im Hausmüll.
Garten: Hobbygärtner können den Weihnachtsbaum auseinandernehmen und seine Äste als Schutz über frostempfindliche Pflanzen legen. Besonders gut eignen sich dafür übrigens Fichten: Ihre Nadeln fallen bis zum Frühjahr nach und nach ab, und die Stauden bekommen so langsam mehr Licht und Luft, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. dpa

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