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Endlich Herbst!

Thema des Tages Endlich Herbst!

Jetzt wird’s kalt. Die Blätter werden bunt, am Himmel fliegen die Gänse, Igel rascheln im Laub. Und es gibt schöne Feste wie Halloween und St. Martin. Aber warum eigentlich? SNoky, unsere Zeitungsente, hat Antworten auf Kinderfragen.

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Quelle: pr.

Wohin fliegen Zugvögel?

Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, sieht man Zugvögel am Himmel. Wenn die Tage kürzer werden, machen sich die Vögel auf den Weg in ihr Winterquartier, wo sie mehr Futter finden. Die meisten heimischen Zugvogelarten überwintern in Afrika, wo es warm ist. Im Frühling kommen sie wieder zurück in ihre Heimat, um ihre Jungen aufzuziehen. Aber es gibt auch Vögel, die den Winter in Deutschland verbringen und im Sommer etwa in Sibirien nisten. Zugvögel sind zum Beispiel Gänse, Stare, Störche und Kraniche. Instinktiv wissen die Vögel, wann sie aufbrechen müssen. Auch die immer kürzer werdenden Tage signalisieren ihnen, dass es Zeit wird, sich auf den Weg zu machen. Viele Vogelarten fliegen lange Strecken und müssen oft tausende Kilometer bis in ihr Winterquartier zurücklegen. Für Forscher ist es bis heute ein Rätsel, wie Störche und Co. den Weg finden. Sie vermuten, dass sich die Tiere an der Sonne, an großen Gebirgen und am Magnetfeld der Erde orientieren. Jede Vogelart hat übrigens ihre eigene spezielle Flugformation. Enten fliegen in einer geraden Linie nebeneinander, Gänse fliegen in Keilform und Stare machen sich in großen Schwärmen auf den Weg. kcg

Warum werden Blätter bunt?

Im Herbst verfärben sich die Blätter an den Laubbäumen so richtig schön bunt. Das Laub wird gelb und rot und verliert seine grüne Farbe. Warum ist das so? Blätter haben viele Farbstoffe in sich. Am kräftigsten ist der Farbstoff Chlorophyll. Er sorgt für die grüne Farbe. Chlorophyll ist nicht nur für die Färbung der Blätter zuständig, der Baum braucht ihn außerdem für seine Ernährung. Wenn es draußen kälter wird, zieht der Baum das wichtige Chlorophyll aus den Blättern zurück in die Äste und den Stamm, damit es von der Kälte nicht zerstört wird. Ohne die grüne Farbe im Blatt kann man nun die anderen Farbstoffe sehen, das Blatt wird gelb oder braun. Manche Bäume färben ihre Blätter auch rot. Der rote Farbstoff wird im Herbst komplett neu gebildet, um das Blatt vor der Sonne zu schützen. Denn wenn der Baum sein Chlorophyll aus den Blättern zurück in den Stamm zieht, werden die Blätter lichtempfindlich. Der rote Farbstoff schützt das Blatt dann wie eine Sonnencreme, bis es abfällt. Bleibt noch eine Frage offen: Warum werfen die Bäume im Herbst ihre Blätter ab? Ganz einfach! Im Winter hat es der Baum viel schwerer, genug Wasser mit seinen Wurzeln aus dem Boden zu ziehen, weil das Wasser die meiste Zeit gefroren ist. Deshalb lässt er seine Blätter fallen, weil er so viel weniger Wasser zum Überleben braucht. kcg

Warum feiert man Martinstag und Halloween?

Mit leuchtenden Laternen durch die Dunkelheit ziehen, singen und Süßigkeiten bekommen: Am 11. November ist Martinstag. Er soll an den heiligen Martin erinnern, den Bischof von Tours. Der Legende nach teilte er als junger Soldat seinen Mantel mit einem Bettler, der in einer bitterkalten Nacht frierend vor dem Tor der Stadt Amiens in Frankreich saß. In der darauffolgenden Nacht soll Martin im Traum Jesus erschienen sein, der ihn für seine gute Tat lobte. Wegen dieses Traumes ließ sich Martin taufen, trat aus der Armee aus und wurde später Bischof. Seitdem wird der Martinstag als Fest der Nächstenliebe gefeiert. Der Tag soll zeigen, dass es schön ist, zu teilen.
Im Herbst gibt es aber noch ein Fest, bei dem Kinder von Haus zu Haus ziehen und um Süßigkeiten bitten können: Halloween am 31. Oktober. In Deutschland spielt Halloween als Gruselfest noch gar nicht so lange eine Rolle. Eigentlich kommt es aus den USA, wo die Menschen ihre Häuser schmücken und gruselige Kostüme anziehen. Ursprünglich – vor hunderten von Jahren – war Halloween ein Herbstfest, das im alten England gefeiert wurde. Die Menschen glaubten damals, dass in dieser Nacht Hexen und Geister leibhaftig herumspuken. Am 31. Oktober wird außerdem der Reformationstag gefeiert. Vor 500 Jahren gehörten alle Christen einer Gemeinschaft an, ihr Oberhaupt war der Papst. Doch es gab Streit. Martin Luther war mit den Anweisungen des Papstes nicht einverstanden und wollte die Kirche verändern. Er schrieb seine Ideen auf Papier und hängte sie öffentlich in der Stadt Wittenberg auf. Viele Christen fanden seine Ideen gut. Sie gründeten gemeinsam eine neue Glaubensrichtung im Christentum: die evangelische Kirche. Diese Veränderung des Christentums nennt man Reformation. Heute ärgern sich viele Vertreter der Kirche in Deutschland darüber, dass am 31. Oktober immer mehr Menschen Halloween feiern. Sie befürchten, dass der Reformationstag in Vergessenheit gerät.  kcg

Warum fliegen Drachen?

Stürmische Zeiten: Einen Drachen steigen zu lassen, macht im Herbst am meisten Spaß. Denn jetzt ist es so richtig schön windig. Wind ist die wichtigste Zutat, damit ein Drachen nach oben fliegen kann. Am zweitwichtigsten ist die Drachenleine. Denn ohne die Leine, an der der Drachen hängt, würde der Wind ihn lediglich nach vorne blasen und vor sich hertreiben wie buntes Herbstlaub. Die Schwerkraft der Erde verhindert dann, dass er nach oben in den Himmel steigen kann. Erst das Zusammenspiel zwischen Wind und Schnur ermöglicht, dass ein Drachen fliegt. Der Wind strömt unter ihm hindurch und drückt ihn nach vorne, während die Schnur ihn gleichzeitig nach hinten zieht. Bei diesem Kräftemessen bleibt dem Drachen dann nichts anderes möglich, als nach oben zu steigen.  kcg

Warum sieht man im Herbst so viele Igel?

Im Herbst kommt es oft vor, dass man im Garten oder bei einem Spaziergang im Wald einen Igel trifft. Die Stacheltiere sind jetzt oft tagsüber unterwegs, um viel zu fressen, zum Beispiel Schnecken, Käfer und Würmer. Sie müssen für den Winterschlaf dick werden. Manchmal denken Menschen, sie müssen vor allem kleinen Igeln helfen, sich Speck anzufuttern und geben den Tieren extra Futter. Dabei ist das nur selten wirklich nötig. Igel sollten nämlich nur dann aufgepäppelt werden, wenn sie unter 500 Gramm wiegen. Wer einen kleinen Igel füttern möchte, kann ihm ein Schälchen mit speziellem Igelfutter oder Katzenfutter vermischt mit Haferflocken nach draußen stellen, empfehlen Tierärzte. Auf keinen Fall dürfen Igel Milch trinken. Davon werden sie krank. Einen sehr schwachen, kranken Igel erkennt man zum Beispiel daran, dass er sich nicht sofort zusammenrollt, wenn er Angst hat. Nur Igel, die wirklich Hilfe benötigen, sollten mitgenommen und zu einer Igelstation oder einem Tierheim gebracht werden. kcg

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