Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Energiesparlampe, Halogenbeleuchtung oder LED?

Deshalb lohnt sich der Wechsel Energiesparlampe, Halogenbeleuchtung oder LED?

Nach Abschaffung der Glühbirne kämpfen drei Alternativen um die Gunst der Konsumenten. Die SN geben Tipps, mit welcher Beleuchtungsvariante sich bares Geld sparen lässt.

Voriger Artikel
Im Notfall ohne Rezept
Nächster Artikel
"Steinzeichen": Was aus dem Expo-Projekt geworden ist

Von der herkömmlichen Glühbirne wird in Zukunft nicht viel mehr als die Fassung übrig bleiben.

Quelle: Foto: geralt

Thema des Tages. Warm ist es ja, das Licht, mit dem eine herkömmliche Glühbirne einen Raum erleuchtet. Warm ist aber auch die Lampe als solche, denn: Bis zu 95 Prozent der Energie werden nicht in Form von Licht, sondern als Wärme an die Umgebung abgegeben.

Zu viel, beschloss die EU und drehte der Glühbirne den Strom ab. Auf dem Markt kämpfen nun noch Halogenlampen, Energiesparbirnen und LED-Lampen um die Gunst der Konsumenten. Neonröhren sollen hier außer Acht gelassen werden, weil sie eher selten den Weg ins heimische Wohnzimmer finden und auch nicht gerade für ihre angenehme Lichtstimmung bekannt sind.

Ein guter Anfang schien gemacht, als in den achtziger Jahren die ersten Energiesparlampen auf den Markt kamen. Der damals noch sehr stolze Preis fiel im Laufe der Jahre stark, sodass diese Lampen heute fast in jedem Haushalt zu finden sind. Gegenüber der herkömmlichen Glühbirne verbraucht dieser Typ Lampe rund 80 Prozent weniger Energie.

Doch es gibt auch Nachteile dieser Technik: So dauert es je nach Hersteller fast eine Minute, bis die Lampe nach dem Einschalten ihre volle Leuchtkraft entwickelt hat. Nicht praktisch für jemanden, der schnell einen hellen Raum braucht. Auch in Sachen Schaltzyklen lassen diese Lampen zu wünschen übrig und sind daher eher als die Dauerläufer unter den Leuchtmitteln zu verstehen.

Größte Schwäche: Die Lampen enthalten Quecksilber und schaden damit der Umwelt, wenn sie nicht über den Sondermüll entsorgt werden. Außerdem besteht ein Gesundheitsrisiko, wenn Lampen im Haushalt kaputt gehen.

Es sind also noch Halogenlampe und LED im Rennen um die Vormacht im Haushalt. Halogenlampen zeichnen sich gegenüber der herkömmlichen Glühbirne durch eine höhere Energieeffizienz aus. Sie hält im Schnitt auch doppelt so lange wie eine reguläre Glühbirne, trägt aber – so wie die Energiesparlampe – auch giftige Bestandteile in sich, die der Umwelt schaden können.

Bleibt noch die LED-Lampe (Licht emittierende Diode), die seit ein paar Jahren einen ähnlichen Siegeszug erfährt, wie es damals bei der Energiesparlampe der Fall war. Vorweggenommen sei, dass auch LEDs Schadstoffe enthalten, die für Mensch und Umwelt gefährlich sein können. Diese Tatsache tritt aber angesichts der bisher unerreichten Energieeffizienz und Haltbarkeit in den Hintergrund.

LEDs halten im Schnitt rund 20 Mal länger als eine Glühbirne, sind sofort nach dem Einschalten bei voller Helligkeit und verbrauchen einen Bruchteil der Energie. Sie sind mittlerweile in jeder Bauform erhältlich und können damit sowohl die Halogenbirnen in der Zimmerdecke, die Birne in der Esstischlampe oder die Leuchte in der Nachttischlampe ersetzen. Das Licht der ersten Generation von LEDs ist allerdings sehr kalt. Aber es wurde bereits nachgebessert, um einen angenehmeren Farbton zu erhalten.

Die Anschaffungskosten für LED-Lampen fallen stetig, sie kosten mittlerweile kaum mehr, als Halogen- oder Energiesparalternativen. Um einen besseren Überblick über die Entwicklung der Lampen und die Möglichkeiten der Energieeinsparungen zu erhalten, hat unsere Zeitung die unterschiedlichen Lampentypen in Grafiken gegenübergestellt.

Die Wattzahl bei modernen Lampen verliert zunehmend an Bedeutung. Während sich früher die Glühbirnen nur über ihre Leistungsaufnahme und die Bezeichnung matt und klar unterschieden, muss der Kunde heute ganz andere Daten im Blick haben. Je nach Art der Lampe können Farbtemperatur und Helligkeit bei gleicher Wattzahl stark variieren.

Entscheidend ist vor allem bei LEDs die Angabe der Farbtemperatur. Je niedriger, desto wärmer. Die Helligkeit, in Lumen gemessen, wird auch auf jeder Verpackung aufgeführt. Es gilt heute also, mehrfach hinzuschauen, bevor man nach einer neuen Birne greift.

Doch der Wechsel lohnt sich, denn: Die gesparten Energiekosten können pro Jahr einige Hundert Euro ausmachen, wenn man die gesamte Wohnung oder das gesamte Haus auf die neue Technik umrüstet. Auch die Kosten für neue Birnen sind auf diese Weise schnell wieder drin.

Bleibt nur noch zu klären, wie die kleinen, sparsamen LED-Lampen überhaupt funktionieren und worin der Unterschied zu anderen Lampen liegt? Während bei einer Glühlampe ein Draht elektrisch aufgeheizt wird, bis er zu glühen beginnt, wird bei Energiesparlampen ein Gas elektrisch angeregt, um zu leuchten.

Wiederum anders funktioniert es mit LEDs, bei denen ein Halbleiter durch das Einleiten von Energie zu leuchten beginnt. Je nach Material entsteht dabei Licht in verschiedener Farbe. Auch bei dieser Art der Lichterzeugung entsteht Abwärme, die aber im Vergleich zur Glühbirne deutlich geringer ausfällt. 

LEDs haben damit einen höheren Wirkungsgrad, was den niedrigen Energieverbrauch erklärt. jch

Kleines Licht-Lexikon

Lumen: Der Lichtstrom wird in Lumen ausgedrückt und beschreibt die gesamte von einer Lichtquelle ausgehende Lichtleistung.
Farbtemperatur: Die Farbtemperatur einer Lampe wird in Kelvin (K) gemessen. Bei einer Farbtemperatur zwischen 2700 und 3500 K spricht man von warmweißem Licht, bei 4000 K von neutralweißem und ab einer Temperatur von 6000K von kaltweißem Licht.
Watt: In Watt wird die Leistungsaufnahme einer Lichtquelle gemessen. Da dieser Wert seit der Einführung von Energiesparlampen und LED-Birnen keine Aussagekraft über Farbtemperatur und Helligkeit hat, verliert die Angabe der Wattzahl zunehmend an Bedeutung. Im Vergleich sind die Verbräuche aktueller LED um Faktor zehn geringer, als die von herkömmlichen Glühbirnen.  jch

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Der Media Store ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg in die digitale Welt. Das Angebot reicht von mobilen Endgeräten und Zubehör bis zur passenden Schulung für iPad und Co. mehr

Die SN-Apps gibt es für iPhone, iPad und Android-Geräte. Hier erfahren Sie, was sie bieten und wie Sie sich die Apps installieren können. mehr

Sport, Jugendthemen oder aktuelle Schlagzeilen? Mit acht Facebook-Kanälen bedienen die SN die unterschiedlichen Interessen der Nutzer und treten mit den Lesern direkt in den Kontakt. mehr