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Gartenfreunde öffnen ihre Pforten

Thema des Tages Gartenfreunde öffnen ihre Pforten

Schon Wilhelm Busch schätzte die Arbeit im Hausgarten der Familie in Wiedensahl. In einem Brief schreibt er voller Begeisterung: „Auch ich war immer daheim, grub, krautete, stocherte, handhabte die Gießkanne, besah alles, was wuchs, tagtäglich genau und bin daher mit jeder Rose, mit jedem Kohlkopf, mit jeder Gurke intim bekannt.“

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Blumenmädchen Elisa schwärmt für farbenprächtige Petunien.

Quelle: kp

Landkreis. Im allgemeinen Volksmund heißt es: „Willst du ein Leben lang glücklich sein, dann lege dir einen Garten an.“ Und ein weiterer unbekannter Poet behauptet: „Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies.“

 Hugo von Hofmannsthal geht ins Detail: „Ein Garten kann eine Welt für sich werden, dabei ist gleich, ob dieser Garten groß oder klein ist.“ Dass ein Garten nicht nur Freude bereitet, sondern auch Arbeitseinsatz erfordert, darüber weiß Hermann Hesse zu berichten: „Im Übrigen bin ich, nicht ungern, der Sklave meines Gartens, wo ich mit meiner Frau fast jede freie Minute arbeite. Es macht mich sehr müd’ und ist etwas zuviel, aber mitten in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.“ Und damit ist wohl alles gesagt, was ein Garten ausmacht.

 Jetzt starten die Organisatoren der Aktion Offene Pforte ihre diesjährige Veranstaltungsreihe. Diesmal haben sich rund 40 Gartenbesitzer bereit erklärt, an bestimmten Tagen ihre grünen Paradiese für Besucher zu öffnen. Acht Teilnehmer – aus Bad Nenndorf, Hohnhorst, Bückeburg, Krainhagen, Wendthagen, Auetal-Rehren und zwei aus Rolfshagen – sind zum ersten Mal dabei. Den Anfang macht in diesem Jahr Ursula Deppe aus Porta Westfalica/Lohfeld, Dickertstraße 68, am Sonntag, 24. April, von 11 bis 18 Uhr. Sie präsentiert einen 3750 Quadratmeter großen naturnah angelegten Garten mit Wildgehölzen, Obst- und Laubbäumen, Stauden und Rosen.

 Am Sonntag, 1. Mai, können zwei Gärten besichtigt werden. In Münchehagen, Schierstraße 4 laden an diesem Tag, 13 bis 17 Uhr, die Eheleute Annemarie und Gerd Schmidt in ihren „Frühlingsgarten“ ein. Der Garten Dreyer in Wiedensahl, Hauptstraße 4, ist an diesem Tag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Auch dort ist das Thema Frühlingsgarten angesagt – mit Pflanzen der Bibel und einer Bonsai-Ausstellung. Mit einem neuen Garten geht es am Sonnabend, 21. Mai, von 10 bis 17 Uhr in Bad Nenndorf, Südstraße 5, weiter. Gastgeber Artur Siebel umschreibt sein Reich mit „kleiner Baum im großen Garten mit Obstbäumen, Beerensträuchern, Kräutern und Blüten zu jeder Jahreszeit“. Außerdem zieht er Bonsai heran, gestaltet, vermehrt und pflegt sie. Am Sonntag, 22. Mai, 12 bis 17 Uhr wird der Garten in Stadthagen, Krumme Straße 24 (Eingang hinter dem Haus am Nordwall), für den Besucher offen stehen. Jutta Heil zeigt einen Innenhof mit Wasserlauf.

 Im Monat Juni präsentieren sich gleich 16 Gärten von ihrer besten Seite. Es ist der Monat, in dem die Königin der Blume, die Rose, ihre prächtigste Blüte zeigt. Marlis Kerkhoff aus Obernkirchen, Glück-Auf-Straße 4, macht am Wochenende, 4. und 5. Juni, jeweils von 11 bis 18 Uhr den Anfang. Ihr kleiner halbschattiger Landhausgarten im Cottagestyle, der schon einmal in einem bundesweiten Gartenmagazin vorgestellt wurde, bietet farblich gestaltete Beete in unterschiedlichen Gartenräumen, Dekorationen und eine Funkiensammlung in Töpfen. Ebenfalls am Sonntag, 5. Juni, 12 bis 18 Uhr ist in Obernkirchen, Hinter dem Graben (gegenüber Haus Nr. 12), der denkmalgeschützte Garten Brockmann geöffnet. Das Gartengelände aus dem 19. Jahrhundert kann bis August, jeweils sonntags, 12 bis 18 Uhr besichtigt werden. Zum ersten Mal stellt sich am Sonntag, 5. Juni, von 12 bis 18 Uhr in Hohnhorst, Mathestraße 10, der Garten von Lars Ettelt vor. Geboten werden Stauden, Hecken, Obstbäume und viele Rosen. Am selben Tag, 13 bis 18 Uhr, öffnen Sigrid Kruppa und Ralf Tepfer in Auhagen, Auf dem Rähden 27 ihren Garten, in dem es kaum Wege, aber viele Rosen, zwei kleine Teiche und einen schattigen Platz unter einer großen mexikanischen Sumpfzypresse gibt.

 Am Wochenende 11. und 12. Juni, jeweils von 11 bis 18 Uhr geht es mit dem Garten von Annemarie und Gerd Schmidt in Münchehagen, Schierstraße 4, weiter. Im parkähnlichen Garten mit Teich sind vielerlei Pflanzen und Blumen, insbesondere Rosen zu finden. Berühmt ist bei den Schmidts der romantische Café-Pavillon, in dem Kuchen und Torten serviert werden. An beiden Tagen ist auch der Garten von Bettina Fleissner in Porta Westfalica/Neesen, Mittelfeldstraße 9, geöffnet, Sonnabend von 14 bis 18 Uhr, Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Thema ist das „grüne Wohnzimmer mit Atelier“, das immerhin 1750 qm umfasst. Im nahen Hausberge, Kronenweg 34, lädt am Sonntag, 12. Juni, 11 bis 18 Uhr Ingrid Bödeker in ihren 1000 Quadratmeter großen Garten ein, der über 200 verschiedene Stauden, Rosen und Gehölze, zwei kleine Teiche und mehrere Sitzplätze zu bieten hat.

 Ilona und Hermann Schröder aus Auhagen, Auf den Rähden 45, sind am Sonntag, 12. Juni, von 12 bis 17 Uhr mit von der Partie. Der naturnahe Garten zeigt Rosen, Stauden, Teich und Bauerngarten mit Streuobstwiese. Die Besucher erhalten die Gelegenheit, die auf dem Grundstück befindliche Keramikwerkstatt zu besichtigen. Am selben Tag, 14 bis 17 Uhr stellen Bärbel Schöning und Manfred Schirmer in Bad Nenndorf, In der Peser 17, ihren im englischen Stil angelegten Garten mit viel Buchsbaum vor. Außerdem gibt es Stauden und Rosen, mehrere Sitzplätze und etwas Kunst.

 Der Garten Brockmann der Stadt Obernkirchen, Hinter dem Graben hat neben seinen üblichen Terminen am Sonntag außer der Reihe auch am Freitag, 17. Juni, von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Am folgenden Wochenende, 18. und 19. Juni, jeweils 13 bis 18 Uhr treffen sich die Gartenfreunde bei Margret Krömer in Nordsehl, Landstraße 68. Ihr 5000 Quadratmeter großes Paradies ist mit 100 verschiedenen Strauch- und Kletterrosen wohl der schönste Rosengarten im Landkreis. Außerdem gibt es einen Senkteich mit kleinem Wasserfall, Terrassen mit Aurikeln, Iris, Päonien und Allium. Der Garten wurde wegen seiner Schönheit schon einmal vom Fernsehen vorgestellt.

 Immer wieder ein Besuch wert ist der Garten von Heinz und Lieselotte Emmrich in Loccum, Am Hülskamp 5. Den üppigen Rosen- und Staudengarten kann man sich am Sonnabend (13 bis 18 Uhr) und Sonntag (11 bis 18 Uhr), 18. und 19. Juni, anschauen. An beiden Tagen, jeweils 13 bis 18 Uhr hat auch die parkähnliche Gartenlandschaft von Andreas Wickbold in Loccum, Wiedensahler Straße 24, geöffnet. Eine parkähnliche Anlage bietet am Sonntag, 19. Juni, 14 bis 17 Uhr auch der Stadthäger Seniorensitz Rosenblatt, Hüttenstraße 13. Zwischen altem Baumbestand gibt es Rosenbeete, einen kleinen Teich und einen Sinnesgarten. Und noch ein Garten hält an diesem Tag, 11 bis 18 Uhr, die Pforte weit geöffnet. Bei Irene Buzalkovski in Nienstädt, Schwarzer Weg 24, gibt es historische Duftrosen, Trockenmauer und Bauerngarten zu bewundern. Musikalisch unterhalten werden die Gäste mit Harfenmusik. Ein Neuzugang schließt den Reigen der offenen Gärten im Juni ab: Martina Döllner in Bückeburg, Herminenstraße 23, stellt von 11 bis 16 Uhr ihr „grünes Paradies mitten in der Stadt“ vor.

 Auf die übrigen Gärten, die von Juli bis einschließlich Oktober geöffnet haben, wird zu gegebener Zeit in einem zweiten Teil hingewiesen. Gartenfreunde, die bereits das gesamte Jahresprogramm einsehen möchten, können sich in den Tourist-Informationen den kürzlich veröffentlichten Flyer mit allen Terminen abholen. kp

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