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Romantik pur: Sonnenuntergänge in Schaumburg

Farben der Glut Romantik pur: Sonnenuntergänge in Schaumburg

Für den nüchternen Physiker ist das ein normales Alltagsphänomen, für Liebespaare Romantik pur. Gibt es einen schöneren Augenblick, als im Kreise lieber Mitmenschen mit einem Sundowner in der Hand auf das Schauspiel zu schauen, das den Tag mit einem grandiosen Schauspiel zu Ende bringt?

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Das Steinhuder Meer steht nicht nur am Festlichen Wochenende „in Flammen“.

Quelle: kp

Landkreis. Besonders stimmungsvoll sind die sommerlichen Abende am Meer oder an einem See. Wenn sich die rotgoldene Sonne im Wasser spiegelt, eine glühende Bahn wirft, gekräuselt und unterbrochen vom Wellenschlag. Man glaubt das Zischen zu hören, wenn die scheinbare Glut in das Wasser eintaucht. In den Bergen verschwinden die Spitzen im letzten Tageslicht, färben sich schwarz, während im Tal das letzte Feuer aufflackert.

Strahlen brechen durch den Wald, werden schwächer, bis sie in die Dämmerung übergehen. Berauschende Erlebnisse nicht nur an den Urlaubstagen. Schauen Sie an den abendlichen Himmel und erfreuen Sie sich an dem überwältigenden Naturschauspiel. Kaum ein Mensch kann sich diesem Zauber entziehen, wenn das Abendrot aufleuchtet, die gleißende Scheibe eintaucht in die nahende Nacht.

Der österreichische Dichter Ingo Baumgartner hat es einmal so beschrieben: „Glühendes Rot schenkt dem Tag eine Stunde, ehe die Nacht alles Helle verschlingt. Schon dreht das Mausohr im Fahllicht die Runde, während die Amsel ihr Schlafliedchen singt. Farben der Glut scheint der Himmel zu malen, Feuer greift tief in das dunkelnde Blau. Fort ist die Sonne, die pinselnden Strahlen klimmen den Sehkreis zur Spätabendschau. Waldkäuze rüsten ihr weiches Gefieder, Kirchtürme schwärzen zum Scherenschnitt ein. Dieser Moment, ein Libretto für Lieder, könnte nicht schöner, nicht mystischer sein.“

Sonnenuntergang, die Sonne geht unter. Stimmt nicht. Denn nicht die Sonne bewegt sich, sondern der Beobachter wird aufgrund der natürlichen Erdrotation auf der Erde bewegt. Wie entsteht das zum Teil berauschende Farbspiel? Da spielt die jeweilige Wetterlage eine große Rolle. Neben dem typischen Abendrot gibt es gelbe, violette oder sogar grüne Farbtöne. Die Rottöne überwiegen. Verursacht wird die Färbung insbesondere durch Streuung kleiner Partikel in der Erdatmosphäre. Je staubiger die Atmosphäre ist, desto intensiver treten die Farben auf. Von einer Gegendämmerung wird gesprochen, wenn beim rötlich gefärbten Abendhimmel auch am gegenüberliegenden Himmelszelt, also im Osten, das Rot erscheint.

Nach den Bauernregeln ist ein roter Abendhimmel am westlichen Himmel Garant für schönes Wetter, zumindest in den nächsten 24 Stunden. Die rote Farbe ist am intensivsten bei wolkenlosem Himmel. In Mitteleuropa ziehen in der Regel die Wolken von West nach Ost. Zeigt der Himmel also die rote Farbe, sind aus Westen keine Wolken zu erwarten, bleiben also zumindest in den nächsten Stunden aus. Damit ist die Wahrscheinlichkeit für gutes Wetter sehr hoch.

Die Bauernregel „Abendrot – Gutwetterbot“ trifft also zu. Einen Strich durch die Rechnung kann dann nur die Wetterlage ziehen, die nicht vom Westen her bestimmt wird. Abendrot gilt als Schönwetterzeichen, Morgenrot dagegen als Schlechtwettervoraussagung. Dann werden die im Westen heranziehenden Wolken von der aufgehenden Sonne im Osten angestrahlt, der Himmel färbt sich tiefrot.

Lassen wir noch einmal den österreichischen Poeten Ingo Baumgartner zu Wort kommen, der den Sonnenuntergang so trefflich beschrieben hat: „Der Tag kämpft tapfer um Minuten, die Nacht setzt Siegermiene auf. Bestrahlte Wolkenbänke fluten vereinigt mit dem Sonnenlauf. Schon schwärzen sich die Buchenzweige, das Blattwerk gleicht dem Schattenschnitt. Der Feuerball erreicht die Neige, zur Nacht ein winzig kleiner Schritt.“  kp

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