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Und ab geht die wilde Fahrt …

Thema des Tages Und ab geht die wilde Fahrt …

Sicher, es ist nicht hochalpin im Hochsolling, aber immerhin: Eine 300-Meter-Abfahrtspiste samt Skilift gibt es in Neuhaus. Erwachsene zahlen für ein Tagesticket am Hang erschwingliche sechs Euro, Kinder vier Euro, und Einzelabfahrten sind schon für 20 Cent zu haben. Geöffnet ist dieser Lift jedoch aktuell noch nicht, dafür reichte der Schneefall der letzten Tage dann doch noch nicht aus.

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Ohnehin würde angesichts der Pistenlänge jeder erfahrene Alpin-Skifahrer mitleidig lächeln, aber trotzdem: Ein Tagesausflug in die heimatlichen Berge lohnt sich. Zudem muss sich abseits des großen Ski-Zirkus auch niemand durch profihaftes Können oder gar exklusives Outfit beweisen: Jeder kann sich auf der Piste versuchen oder beim Skilanglauf an der Kondition arbeiten, und wenn es nicht anders geht, dann eben auch mal in Jeans.
 Loipen durch traumhafte Winterwälder werden für Skilangläufer um Neuhaus und Silberborn gespurt, frei zugänglich für jedermann. Auf die Kleinsten warten zwei Rodelhänge, leicht zu erreichen an der Bundesstraße 497. Skiort-Glamour will hier niemand, hier geht es um das Wesentliche: den Spaß im Schnee. Viele Besucher aus der Umgebung reisen genau deshalb morgens an und nachmittags wieder ab, mitgebracht werden heißer Kakao, Butterbrote und Glühwein. Überhaupt ist der Wintersport im Weserbergland eher geprägt von gutem Willen. Mangels Schneesicherheit muss man sich vielerorts auf ansässige Ski-Clubs verlassen, deren Mitglieder sich ehrenamtlich um Pisten und Skilifte kümmern. Doch auch diese Hobby-Sportler sind nun mal vom Wetter abhängig: In Springe muss der ortseigene Skiclub seine drei Skipisten und Loipen noch geschlossen halten – zu wenig Schnee. Wenn es genügend Schnee gäbe, ja dann wären Abfahrten bis zu 350 Meter Länge möglich. Aktuelle Informationen zu Schneeverhältnissen und Liftbetrieb bietet der Verein auf seiner Internet-Seite skiclubspringe.de an. Dasselbe gilt für die „Vogeltaufe“ in Horn Bad-Meinberg, wo eine 300-Meter-Abfahrt an einem Nordhang des Teutoburger Waldes auf mehr Schnee wartet, und den Ski- und Rodellift am Rethberg, den die Sternberger Wintersportfreunde betreiben.
 Umso mehr ist derzeit jedoch auf allen berühmt-berüchtigten Rodelpisten los: Die Schlitten stehen seit Tagen bereit und an zahlreichen Waldhängen oder speziellen Rodelpisten geben sich kleine und große Kufenfreunde ein Stelldichein. Ob nun auf Teilstrecken vom Süntelturm abwärts, ob an den Hängen des Sollings, des Klüts oder des Deisters – überall sind die Schlitten-Rennfahrer derzeit unterwegs.

Von Inken Philippi

Am Wochenende ab in den Harz

Die Harzer Ski-Saison soll heute auf dem Wurmberg bei Braunlage eröffnet werden. „Die Schneekanonen haben es möglich gemacht“, sagt der Chef der Wurmberg-Seilbahngesellschaft, Dirk Nüsse. „Wir haben mittlerweile so viel Kunstschnee produziert, dass bis dahin mehrere Pisten präpariert werden können.“ Auch die 1600 Meter lange Rodel-Abfahrt könne geöffnet werden. Nüsse rechnet damit, dass am Wochenende Skifahrer aus ganz Norddeutschland in den Harz kommen.
Das Skigebiet am Wurmberg war 2013 für mehr als zehn Millionen Euro ausgebaut worden. Dabei wurden auch Dutzende Schneekanonen zur künstlichen Beschneiung installiert. Nur deshalb waren die Pisten in der vergangenen Saison trotz des milden und schneearmen Winters vergleichsweise lange befahrbar.
Die Schneekanonen seien in den vergangenen Tagen auch am Matthias-Schmidt-Berg in St. Andreasberg und am Bocksberg in Hahnenklee in Betrieb genommen worden, sagte die Sprecherin der Harzer Tourismusverbandes HTV, Christin Faust. Dort reiche die Schneemenge aber vorerst noch nicht aus, um Abfahrten zu ermöglichen. Auf dem höchsten Harzer Berg, dem Brocken, ist Wintersport nicht gestattet – weil er mitten im Nationalpark liegt.
In vielen Orten im Harz sind die Rodelbahnen präpariert. „Elf von 39 Strecken sind in Betrieb“, sagte Faust. Auf Torfhaus sei auch der Rodel-Lift geöffnet.
Langlauf-Freunde werden im Harz dagegen vorerst nicht auf ihre Kosten kommen. Die Schneehöhen von fünf bis zehn Zentimetern reichten noch nicht aus, um Loipen zu präparieren, sagte der Sprecher des Nationalparks, Friedhart Knolle. dpa

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