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Vegane Weihnachten

Thema des Tages Vegane Weihnachten

Plätzchen, Pralinen, Gänsekeulen: Die Adventszeit hat kulinarisch so manchen Gaumenschmaus zu bieten. Vor allem der klassische Braten ist für viele unverzichtbarer Bestandteil des Weihnachtsfestes. Dass man das Fest der Feste auch ohne Fleisch, sogar komplett ohne tierische Produkte nicht nur überstehen, sondern genießen kann, betont Stella Danker. Die Hohnhorsterin ernährt sich vegan und hat sich in ihrer Küche über die Schulter schauen lassen.

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Bei Stella Danker aus Hohnhorst kommen an Weihnachten nur vegane Plätzchen auf den Tisch. 

Quelle: kcg

Rettung für die Weihnachtsgans

Weihnachten komplett auf Fleisch verzichten? Für die meisten Deutschen ist das undenkbar. Gänsebraten, Fondue oder Karpfen gehören zum Fest wie Tannenbaum und Geschenke. Bei Stella Danker ist das anders. Die 41-jährige Hohnhorsterin verzichtet seit drei Jahren nicht nur auf Fisch und Fleisch, sondern auf alle tierischen Produkte. Danker ist Veganerin und gehört damit zu den mehr als eine Million Menschen, die weder Wurst, noch Käse, weder Honig noch Gelatine essen.
Gründe für die rein pflanzliche Ernährung, die bundesweit im Kommen ist, gibt es viele. Für Danker ist es vor allem die Massentierhaltung und all ihre Konsequenzen – von der Einpferchung der Tiere auf engstem Raum bis zur massenhaften Antibiotikagabe – die sie überzeugt hat. „Ich habe mir nach und nach klar gemacht, was da täglich auf unseren Tellern landet und unter welchen Bedingungen Nutztiere gehalten werden“, erklärt die Hohnhorsterin. Schnitzel, Steak oder ein Stück Käse habe sie so einfach nicht mehr genießen können.
Dabei will die 41-Jährige aus ihrem Lebensstil kein Dogma machen. „Ich will niemanden missionieren“, sagt die Mutter eines Sohnes. Ihr Mann selbst esse Fleisch. „Ich würde ihm auch ein Schnitzel zubereiten.“ Doch meist sei das gar nicht notwendig. Denn die vegane Küche ist ebenso vielseitig wie das Kochen mit tierischen Produkten, meint Danker. „Ich mache vegane Königsberger Klopse oder Matjes in Sahnesoße, die schmecken wie das Original“, erklärt sie lachend. Denn nahezu jedes tierische Produkt lasse sich durch eine pflanzliche Alternative ersetzen: Soja-Milch statt Kuh-Milch, Seitan statt Aufschnitt, Tofu statt Gulasch. Auf die richtigen Gewürze und die Verarbeitung komme es an, damit der Fleischersatz aus Soja und Getreide so schmeckt wie Omas Schmortopf.
Danker ist sich sicher, dass auch der Weihnachtsklassiker schlechthin – Kartoffelsalat mit Würstchen – den sie ihrer Familie traditionell an Heiligabend serviert, noch genauso schmeckt wie vor ihrer Ernährungsumstellung. Lediglich für den Gänsebraten am ersten Weihnachtstag fällt ihr keine vegane Variante ein. „Dafür mache ich Rouladen aus Soja-Steaks mit Rotkohl und Knödeln.“ Auch die Weihnachtsplätzchen, in die Dankers Sohn Joshua genussvoll beißt, sind ohne Butter, Eier und Sahne gebacken.
Mit dem Einkaufen habe sie keine Probleme. Viele Supermärkte in Schaumburg hätten sich auf die große Nachfrage nach Lebensmitteln ohne tierischen Inhaltsstoffe gerichtet. Und was sie im Laden nicht bekomme, gebe es im Internet.
In Sachen Restaurants sieht die Situation allerdings anders aus. Nach dem Aus des veganen Bistros in Bad Nenndorf gebe es ihres Wissens nach kein vergleichbares Angebot im Landkreis. „Aber es gibt normale Restaurants, die außer vegetarischen Gerichten auf Wunsch auch vegane Varianten anbieten. Wie das Café Elfengenuss in Ottensen“, schildert Danker.

Vanillekipferl

Man nehme: 250 Gramm Mehl • 60 Gramm Zucker • 200 Gramm Margarine • 100 Gramm gemahlene Mandeln • 1 Prise Salz • 3 Päckchen Vanillezucker • 100 Gramm Puderzucker

So wird’s gemacht:

Margarine erwärmen bis sie flüssig ist und mit dem Zucker schaumig rühren. Mehl, Salz und gemahlene Mandeln in eine Schüssel geben, Margarine hinzufügen und alles verrühren. Den Teig in Folie wickeln und 30 Minuten kühlen. Anschließend den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einer vier Zentimeter dicken Rolle formen, davon ein Zentimeter dicke Scheiben abschneiden und zu Hörnchen formen. Im vorgeheizten Backofen (180 Grad) 15 Minuten goldgelb backen. In der Zwischenzeit Puderzucker und Vanillezucker mischen. Kipferl sofort nach dem Backen vom Blech lösen und noch heiß in der Zuckermischung wälzen.

Nussige Weihnachtsplätzchen

Man nehme: 100 Gramm gemahlene Haselnüsse • 200 Gramm Margarine • 65 Gramm (Rohr-)Zucker • 280 Gramm Mehl • 1/2 Päckchen Vanillezucker • 100 Gramm Puderzucker

So wird’s gemacht:
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und für mindestens eine Stunde kalt stellen. Den Teig dünn auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit Förmchen ausstechen.
Dann werden die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt und bei 200 Grad im Ofen für zehn Minuten gebacken.
Nach dem Backen mit Vanillezucker oder Schokoraspeln bestreuen und abkühlen lassen. Oder Kekse abkühlen lassen und mit Schokolade oder anderen Deko-Elementen verzieren.

Bananen-Rosinen-Knackies

Man nehme: 125 Gramm Margarine • 200 Gramm Zucker • 1 reife Banane, 1Esslöffel Soja-Mehl, 1 Esslöffel Wasser • 300 Gramm Mehl • 2 Teelöffel Backpulver (vegan, zum Beispiel von Ruf) • 1 Teelöffel Zimt • 1/2 Teelöffel Salz • 125 Gramm gemahlene Walnüsse • 125 Gramm Rosinen

So wird’s gemacht:

Margarine, Zucker schaumig rühren. Die Banane mit einer Gabel gut zerdrücken, Soja-Mehl mit dem Wasser vermischen und mit der Banane zur Margarinenmischung geben. Anschließend alle übrigen Zutaten dazu geben und den Teig gut verrühren.
Mit zwei Teelöffeln (oder mit den Fingern) Plätzchen formen und aufs Blech setzen.
Die Knackies im vorgeheizten Backofen (180 Grad) zehn Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Dann gut auskühlen lassen.

Schoki-Nuss-Kugeln

Man nehme: 200 Gramm geröstete Haselnüsse • 1/2 Teelöffel Vanille •2 Prise Salz • 25 Gramm Kakaopulver • 100 Gramm Agavendicksaft • 120 Gramm Kakaobutter • etwas Puderzucker zum Bestäuben

So wird’s gemacht:

Die Haselnüsse im Mixer fein mahlen, mit der Vanille, einer Prise Salz, 50 Gramm Agavendicksaft und 5 Gramm Kakao mischen und zu Kugeln formen. Diese kommen dann 20 Minuten in den Kühlschrank.
Für die Schoki-Umhüllung wird die Kakaobutter in einem Topf erhitzt. 50 Gramm Agavendicksaft, 20 Gramm Kakaopulver und eine Prise Salz dazugeben und umrühren. Die Masse anschließend in der Tiefkühltruhe herunterkühlen, bis sie leicht angedickt ist.
Jetzt werden die Kugeln in die Schokolade getaucht und zum Abtropfen auf ein Kuchengitter gesetzt. Wenn der Schokomantel erhärtet ist, können die Pralinen mit dem Puderzucker bestäubt werden.

Her mit dem Kuchen: Backen ohne Ei und Milch

Backen ohne tierischen Produkte funktioniert, indem man Ei, Sahne und Milch durch pflanzliche Alternativen ersetzt:

  • Eier : Eine halbe reife Banane, zwei Esslöffel Apfelmus oder ein Esslöffel Joghurt aus Soja-Milch binden wie ein Ei und machen den Teig außerdem schön locker. Zwei Teelöfel Natron auf 500 Gramm Mehl machen den Kuchen noch lockerer. Soll der Teig eher klebrig sein, ersetzen ein Esslöffel Soja-Mehl vermischt mit zwei Esslöffel Wasser ein ganzes Ei.
  • Milch : Kuh-Milch lässt sich gut durch Soja-Milch ersetzen. Wem diese zu nussig schmeckt, kann einen Mix aus Soja- und Reis-Milch ausprobieren. Alternativen sind Milch aus Nüssen wie Mandel-Milch oder anderen Getreidesorten wie Hafer-Milch. Aber vorsicht:Getreidemilch bindet keine Stärke und sollte nicht für Pudding genutzt werden.
  • Sahne : Wie für Kuh-Milch gibt es auch für Sahne zahlreiche pflanzliche Alternativen, die sich aber nicht alle zum Aufschlagen eignen. Also aufs Etikett achten!
  • Quark : Veganen Querk kann man leicht selbst aus Soja-Joghurt herstellen. Dafür gibt man den Joghurt einfach in ein mit einem sauberen Handtuch ausgelegtes Sieb und lässt ihn einen Tag lang zugedeckt im Kühlschrank abtropfen.
  • Gelatine : Die Alternative heißt Agar-Agar. Das Bindemittel wird aus Meeralgen gewonnen. Indem man es kurz in etwas Flüssigkeit aufkocht, entwickelt es seine Gelierfähigkeit. kcg
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