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Weißer Riese

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Der Mond geht auf – und wie! Der größte Durchmesser eines Vollmonds seit fast 70 Jahren ist in Kürze zu bestaunen. Denn der Trabant kommt der Erde so nah wie lange nicht. Da lohnt sich der Blick in den Himmel ganz besonders.

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er Mond übt auf die Menschen seit je her eine große Faszination aus.

Quelle: wil

Den größten Vollmond seit mehr als 68 Jahren erwarten Astronomen am Montag, 14. November. Selbstverständlich wächst der Erdtrabant nicht wirklich, aber er erscheint dem Betrachter deutlich größer - wenn er denn nicht von Wolken verdeckt wird.

Der Mond hat schon immer eine besondere Faszination auf den Menschen und auch auf so manches Tier ausgeübt. Der sogenannte Wettlauf zum Mond hat in den sechziger Jahren nicht umsonst die ganze Welt in Atem gehalten - wobei Verschwörungstheoretiker bis heute daran zweifeln, dass Neil Armstrong im Juli 1969 tatsächlich auf die Mondoberfläche gehopst ist.

Gibt es den Mann im Mond? Spukt es bei Vollmond wirklich? Stimmt es, dass Wölfe den Mond anheulen? Diese Fragen, die Jahrhunderte lang für Mutmaßungen sorgten, sind aus heutiger Sicht klar mit Nein zu beantworten. Sie belegen jedoch, dass Menschen seit je her ganz genau auf den Himmelskörper geschaut haben, der der Erde am nächsten ist.

Wissenschaftler haben den Mond eingehend erforscht

Es gibt auch unzweifelhaft bewiesene Einflüsse des Mondes auf unseren Heimatplaneten. Die Gezeiten werden beispielsweise von der Anziehungskraft des Trabanten bestimmt. Und dass Schlafstörungen und andere Körperphänomene mit der Position des Himmelskörpers zusammenhängen, haben Wissenschaftler auch bewiesen.

Aufgrund seiner Nähe zur Erde ist der Mond zudem das vom Menschen am gründlichsten erforschte externe Gebilde im Universum. 3476 Kilometer misst der Mond im Durchmesser. In rund 29 Tagen umkreist er uns. Dass er mal abnimmt und mal zunimmt, liegt daran, dass sich die Erde zwischen Mond und Sonne schiebt. Seine Entfernung zu uns variiert jedoch, da die Umlaufbahn elliptisch ist. Daher erscheint der Vollmond mal größer und mal kleiner.

Am 14. November erwartet Mond-Beobachter wieder ein besonderes Ereignis. Einen so genannten „Riesenvollmond“ können Sternengucker dann bestaunen – mit oder ohne Teleskop. Die mittlere Entfernung zwischen dem Erde-Mond-System beträgt rund 384000 Kilometer. Mit nur 356510 Kilometern Abstand ist der Trabant der Erde am 14. November so nahe wie seit fast sieben Jahrzehnten nicht mehr.

Erst 2034 kommt der Trabant der Erde noch näher

„Der scheinbare Durchmesser des Mondes beträgt normalerweise 30 Bogensekunden“, erklärt der Bad Nenndorfer Hobby-Astronom Sebastian Wilk. Aufgrund des geringen Abstands zur Erde messe der Durchmesser am 14. November aber sogar 33,5057 Bogensekunden. „Damit erscheint er circa 14 Prozent größer und circa 30 Prozent heller“, so Wilk.

Der letzte größere Vollmond war demnach am 26. Januar 1948 am Nachthimmel zu sehen. Der nach dem bevorstehenden „Riesenmond“ nächste noch üppigere Vollmond geht den Berechnungen zufolge erst am 25. November 2034 auf. Dann beträgt der scheinbare Durchmesser 34,02 Bogensekunden.

Wer nicht so lange warten möchte und auch mit etwas weniger zufrieden ist, sollte die Daumen drücken, dass am 14. November keine geschlossene Wolkendecke die Sicht versperrt. Und dann heißt es: Augen gen Himmel richten und staunen. Sollte von irgendwo ein Wolf zu hören sein, dürfte es sich um das Freudengeheul eines begeisterten Astronomen handeln. gus

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Gute Aussicht für Mondgucker

Der Vollmond erscheint am 14. November noch größer und heller. Dennoch sollten sich Beobachter einen guten Platz suchen, um das Phänomen zu begucken – erst recht, wenn sie es fotografieren wollen. Und solche Stellen sind überall dort zu finden, wo es möglichst dunkel ist, denn Umgebungslicht auf der Erdoberfläche trübt den visuellen Effekt. Fachleute sprechen von Lichtverschmutzung.
Ein Tipp ist daher, Anhöhen aufzusuchen. Der Galenberg bei Bad Nenndorf bietet beispielsweise mehrere Punkte, wo auch Parkbänke stehen. Und an der Rodenberger Mühle haben Astronomen nicht ohne Grund bereits mehrfach Sterngucker-Aktionen veranstaltet. Auch die Bantorfer Höhe und der Kamm des Bückebergs bieten ideale Plätze.
Es spielt aber auch das Ambiente eine Rolle. Wer sich klug postiert, kann den Riesenmond mit der Silhouette bekannter Gebäude fotografieren – beispielsweise mit dem Bückeburger Schloss, der Schaumburg oder einem Kirchturm im Vordergrund. Ist der Sternenhimmel klar, dürften auch die Reflexionen des Mondlichts auf größeren Gewässern einen zusätzlichen Reiz bieten.
Und wer es gruselig mag, der sollte den Riesenmond aus dem Wald heraus beobachten und knipsen. Perfekt wäre wohl die Süntelbuchenallee in Bad Nenndorf – die seltene Baumart wird nicht ohne Grund als Hexenholz bezeichnet. gus

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Die Mondphasen

Der Mond leuchtet nicht von selbst – das weiß jedes etwas größere Kind. Dass der Erdtrabant hell wird, liegt am Sonnenlicht, das er reflektiert. Die sich verändernde Form hängt mit den jeweiligen Positionen des Erdballs zusammen. Astronomen haben das Phänomen in fünf Mondphasen eingeteilt.
Neumond ist, wenn der Mond zwischen der Sonne und der Erde steht. Bei zunehmendem Mond wird die Mondsichel westlich am Abendhimmel sichtbar. Bei Vollmond befindet sich die Erde zwischen der Sonne und dem Mond.
Ab und zu kommt es in Vollmond-Nächten zu einer Mondfinsternis, die aber nur von Teilen der Erde aus zu beobachten ist. Dort blicken die Menschen auf die nicht von der Sonne beschienene Seite des Trabanten.
Eine solche totale Finsternis dauert nur maximal 100 Minuten. Zuletzt war dieses Phänomen von deutschem Boden aus am 28. September 2015 zu beobachten.
Von abnehmendem Mond sprechen Astronomen, wenn die Sichel östlich am Morgenhimmel sichtbar wird. Halbmond ist immer in der Mitte der aufgehenden und der abnehmenden Phase. gus

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