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Wenn’s weiß wird

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Was man jetzt alles über Schnee und Eiskristalle wissen sollte

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Der kleine Theo hat es ganz genau gesehen: Der Schnee sieht immer irgendwie anders aus, heute so, morgen so. Und tatsächlich: Schnee ist nicht gleich Schnee, ist aber immer faszinierend, er macht auf Schlitten, Skiern und Snowboard richtig viel Spaß, kann aber auch gefährlich werden. Wir stellen Wissenswertes rund um die weiße Pracht zusammen:
Die Schneeflocken : Sie bestehen aus Eiskristallen. Am Anfang steht oft ein Staubkorn oder ein gefrorenes Wassertröpfchen als Keim, an den in den Wolken Wasserdampf andockt. Schneeflocken entstehen, wenn sich in Wolken bei Temperaturen unter null Grad Celsius feine Eiskristalle an Kristallisationskeimen – im Allgemeinen eben Staubteilchen – bilden. Nach und nach entstehen Prismen, Säulen, Plättchen, Nadeln oder Schneesterne. Bei tiefen Temperaturen entstehen vor allem Plättchen und Prismen, während höhere Temperaturen die Bildung von sternförmigen Strukturen fördern. Da sich die Wassermoleküle nur im Winkel von 60 und 120 Grad aneinanderlagern, sind Schneekristalle in der Regel sechseckig. Anfangs sind die Kristalle nur etwa ein zehntel Millimeter groß. Durch die Anlagerung weiterer Wassermoleküle wachsen die Eiskristalle an. Mehrere solcher Kristallstrukturen können sich ineinander verhaken oder aneinander festfrieren und so Schneeflocken bilden. Wegen der unzähligen Möglichkeiten, wie sich Moleküle zusammenfinden können, geht man davon aus, dass jeder Kristall einzigartig ist.
u Die Größe von Schneeflocken: Typischerweise haben Schneeflocken einen Durchmesser von einigen Millimetern, erklärt das Schweizer WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung. Im Guinness-Buch der Rekorde sei aber auch eine 38 Zentimetern breite Flocke aufgeführt. Tendenziell gilt: Je milder die Minustemperatur, desto leichter kleben Kristalle zu größeren Flocken zusammen.
Das Gewicht von Schnee : Schnee enthält viel Luft in den Zwischenräumen in und zwischen den Flocken. Eine fünf Millimeter breite Flocke hat darum nur etwa vier Tausendstel Gramm Gewicht, wie Andreas Friedrich, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes sagt. Doch ein Kubikmeter vereister oder feuchter Schnee kann eine halbe Tonne wiegen. Unter dem Gewicht können Äste oder ganze Bäume abknicken und Dächer von Gebäuden einbrechen. Federleicht schweben Schneeflocken zur Erde. Doch es gibt kleine und große Schneeflocken, trockene und feuchte – und entsprechend unterschiedlich kann das Gewicht von frisch gefallenem Neuschnee sein. Während trockener Pulverschnee gerade einmal eine Masse von 30 bis 50 Kilogramm pro Kubikmeter auf die Waage bringt, kann feuchter Neuschnee bis zu 200 Kilogramm pro Kubikmeter schwer sein. Am Boden verdichtet sich der Schnee dann und kann – je nach Alter und Witterungsbedingungen – eine Masse von bis 500 Kilogramm pro Kubikmeter erreichen.
Schneeweiß : Wenn Licht auf Schnee fällt, wird es an den vielen Oberflächen der Kristalle in alle Richtungen reflektiert. Zudem wird es an den Grenzflächen zwischen dem Eis und der Luft in den Hohlräumen abgelenkt. Spiegelung und Lichtbrechung bewirken, dass Schnee milchig weiß wirkt und im Sonnenlicht glitzert.
Schneewehen : Wird lockerer trockener Schnee von Wind aufgewirbelt und weitergetragen, können sich im Windschatten Schneewehen ablagern. Bei einem Schneesturm kann sich der Niederschlag zu meterhohen Verwehungen auftürmen. Toben tagelange Schneestürme, kann im Extremfall das Verkehrs-, Versorgungs- und Kommunikationsnetz zusammenbrechen – wie bei der Schneekatastrophe 1978 in Norddeutschland.
Schneekultu r: Einige der bekanntesten deutschsprachigen Volkslieder drehen sich um die weiße Pracht: der „Schneewalzer“ zum Beispiel oder „Leise rieselt der Schnee“. Bücher gibt es unzählige: etwa die „Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen und Peter Høegs Bestseller „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Einen Gedenktag für Schnee gibt es trotz aller Flockenliebe nicht, wohl aber für ein daraus geformtes Gebilde: Am 18. Januar ist der Welttag des Schneemanns.

Von Margret Scholtyssek und Annett Stein

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