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Auf dem Vormarsch

Thema des Tages Auf dem Vormarsch

Ein paar Klicks, schnell ein Haken gesetzt und die Bestellung der Bücher und DVDs ist abgeschickt. Wenige Sekunden später vibriert das Smartphone: Der Online-Shop bestätigt den Bestellungseingang. In zwei bis drei Tagen sollen die gewünschten Produkte zu Hause eintreffen. Einkaufen kann so einfach sein. Dennoch: Viele Kunden setzen auf den heimischen Handel. Und sie haben gute Gründe dafür.

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Quelle: SN

Für viele Schaumburger gehört es mittlerweile zum Alltag, mit Tablet, Computer oder Smartphone einzukaufen. Dabei sind es nicht nur die Klassiker wie Bücher, CDs und andere Medien, die über das Internet den Weg in die eigenen vier Wände, auch Dinge des täglichen Bedarfs werden von dem Menschen im Landkreis online bestellt. Selbst größere Investitionen für den Haushalt sind keine Ausnahme mehr.
 „Der sogenannte E-Commerce hat generell zugenommen“, führt Martin Wrede aus. Dem Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Stadthagen zufolge gebe es allerdings unterschiede zwischen einzelnen Branchen. „Bei Lebensmittel spielt der Internethandel allerdings eine untergeordnete Rolle.“ Bei Medien wie DVDs und CDs schätzt der Experte den Anteil hingegen auf knapp 40 Prozent.
 Bei einer aktuellen Online-Umfrage der Schaumburger Nachrichten haben immerhin 52 Prozent der Teilnehmer bis zu fünf Mal im Monat im Internet einkaufen. Jeder Siebte Befragte deckt sich sogar bis zu zehn Mal per Klick mit gen gewünschten Produkten ein. Immerhin 28 Prozent geben an, nicht im Internet zu shoppen.
 Den Einzel- und Fachhändler vor Ort wie etwa in Rinteln, Stadthagen und Bückeburg ist im sogenannten E-Commerce in den vergangenen Jahren ein ernst zu nehmender Konkurrent erwachsen – selbst, wenn viele Schaumburger wie Henning Wobbe aus Steinhude und Susanne Dittmers aus Hagenburg derzeit immer noch die Beratung und den Service vor Ort schätzen und sich die gewünschten Produkte direkt im Laden anschauen wollen. Wie der Steinhuder setzen viele Konsumenten zwischen Bückeburg und Bad Nenndorf noch auf die klassischen Stärken des Einzelhandels. Allerdings steht dieser Haltung nach Einschätzung des Internet-Branchenverbandes Bitcom ein Trend entgegen, der kaum mehr aufzuhalten scheint.
 In einer Studie der Interessenvertretung zum Konsumverhalten beim Online-Shopping heißt es, dass neun von zehn Internetnutzern auch online einkaufen. 40 Prozent der mehr als 1000 Befragten gab sogar ein, sich regelmäßig über Web-Shops die gewünschten Produkte zu beziehen. Wie der Interessenverband betont, seien die jeweiligen Zahlen zudem in den vergangenen Jahren in allen Altersgruppen gestiegen. Als Argumente führen die Internetkäufer dann wie etwa der Bad Nenndorfer Michael Gnas und Marion Burkheiser aus Helpsen Preisunterschiede zugunsten der Onlineshops und die Vielfalt des Angebots an.
 Allerdings weisen die Autoren der Studie auch auf zwei Knackpunkte hin. So schrecken immer noch Internetnutzer vor einem Kauf zurück, weil sie die gewünschte Ware wie etwa der Steinhuder Wobbe anfassen und direkt selbst in Augenschein nehmen wollen.
 Grundsätzlich geht der Stadthäger IHK-Geschäftsstellenleiter Wrede davon aus, dass das Internet dem Einzelhandel vor Ort „mehr nützt, als dass es dem stationären Handel schadet“. So haben bereits zahlreiche Geschäfte bereits einen eigenen Online-Shop, der in vielen Fällen nicht nur ein zweites Standbein sei. „Die Homepages sind auch ein virtuelles Schaufenster. Kunden können dort viele Informationen bekommen“, führt der Experte aus. Ohne einen digitalen Auftritt und weiterführende Einkaufmöglichkeiten komme mittlerweile kaum ein Einzelhändler mehr aus.
 Auch wenn sich mittlerweile viele lokale Einzelhändler unter den Online-Shops tummeln, bereitet den Wissenschaftlern der Bitcom-Studie zufolge vielen Internetnutzern auch das Thema Sicherheit sorgen. Auch bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen in Hannover ist dieser Aspekt in vielen Beratungsfällen Gesprächsthema bei Betroffenen. „Es kommt immer wieder vor, dass die Verbraucher auf Fakeseiten hereinfallen, Vorkasse leisten, die Ware aber nicht geliefert wird“, schildert Pressesprecherin Gabriela Peters einen typischen Fall. Wenn auch für den Einzelnen bisweilen nur ein Schaden in dreistelliger Höhe entstehe, komme bei der Anzahl der Geprellten schnell eine große Gesamtschadenssumme zusammen.
„Für solche und andere Fälle haben wir Musterbriefe entwickelt, um sich gegen Shop-Betreiber rechtlich wehren zu können.“ Peters zufolge seien die Betrüger mittlerweile hoch professionell bei ihren Machenschaften. „Die Homepages sind entsprechend seriös gestaltet, Sicherheitssiegel zum Teil gefälscht“, führt die Pressesprecherin aus. Auch der Blick ins Impressum gebe in diesen Fällen keinen Hinweis auf ein schwarzes Schaf. „Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass es nirgends 100-prozentige Sicherheit beim Kauf gibt“, betont Peters.

Engagiert für den Handel vor Ort

Schaumburgs Tageszeitungen beleuchten in ihrer neuen Kampagne „Kauf hier“ die Herausforderungen für den Einzelhandel in der Region. Outlet-Center mit mehreren zehntausend Quadratmetern Verkaufsfläche und der Internethandel sind dabei nicht allein die Faktoren, die den Geschäften im Landkreis zu schaffen machen. Welche Faktoren für die Verödung der Innenstädte verantwortlich sind, wer sich erfolgreich gegen diesen Trend stemmt und welche Konzepte für den traditionellen Handel entwickelt werden, lesen Sie in den Teilen der neuen Kampagne „Kauf hier“.  r

Marion Burkheiser, Helpsen: „Bei mir hält es sich die Waage. Ich mag zum einen die Ruhe, wenn ich vor dem PC sitzen und vergleichen kann. Andererseits gehe ich gerne in Stadthagen einkaufen, da ich die Atmosphäre sehr mag.“

Elke Klinner, Rinteln: „Ich kaufe gar nicht im Internet ein, da ich die heimischen Geschäfte unterstützen möchte. Außerdem bummle ich lieber durch die Stadt.“

Wilfried Wagner, Bad Nenndorf: „Ich kaufe ganz selten online. Wenn, dann meist Computersachen. Ansonsten kaufe ich gerne vor Ort ein. Mir ist der Kontakt zu den Menschen wichtig.“

Marion Pieper, Rinteln: „Ich kaufe lieber in der Stadt ein, da ich gerne selber gucke und die Sachen auch anprobieren möchte. Beim Bestellen besteht die Gefahr, dass die Sachen doch nicht so sind, wie man dachte oder sie passen nicht.“

Björn Riemer, Bückeburg: „Ich kaufe ausschließlich Bücher und Schreibwaren im Internet, weil es so bequem ist. Alles andere besorge ich jedoch in normalen Geschäften – da bin ich ganz klassisch. Denn bei Käufen im Internet habe ich die Sorge, dass mir die Sachen nicht passen oder nicht gefallen könnten und ich sie dann wieder zurückschicken muss.“

Beate Sander, Obernkirchen: „Ich bin ein regelmäßiger Internet-Käufer und kaufe dort vor allem Bekleidung, Bücher und Spielzeug, da es sehr bequem ist, wenn man weiß, was man will. Außerdem kann man die bestellte Ware bei Nicht-Gefallen wieder zurücksenden. Wenn ich jedoch eine Beratung benötige, gehe ich lieber in ein Geschäft vor Ort.“

Ralph Rieger, Heeßen: Ich nutze das Internet zum Einkauf für alle Angebote, die ich in heimischen Geschäften nicht bekomme.“

Uwe Rennekamp, Obernkirchen: „Im Internet kaufe ich nur sehr unregelmäßig. Vieles läuft bei mir über die heimische Wirtschaft. Shoppen muss ja auch Spaß machen, und im Internet ist mir das Einkaufen viel zu anonym.“

Manfred Busse, Lindhorst: „Ich ziehe es vor, in kleinen Läden einkaufen zu gehen und die Ware anzufassen. Außerdem habe ich gehört, dass es oft Schwierigkeiten beim Umtausch gibt, wenn man im Internet einkauft.“

Rosmarie Wittke, Bückeburg: „Ich surfe zwar manchmal in Internetshops, um mich zu informieren, was bestimmte Sachen dort kosten, kaufe aber immer vor Ort. Denn ich möchte mir vorher genau anschauen, was ich kaufe. Dabei achte ich natürlich auch darauf, dass mir in den Geschäften vor Ort ebenfalls ein guter Preis gemacht wird.“

Michael Gnas, Bad Nenndorf: „Ich kaufe vor allem zu Weihnachten viel online. Außerdem gibt es im Internet viele Dinge, die eine ganze Ecke günstiger sind. Außerdem ist es bequemer und die Vielfalt der Angebote wesentlich größer.“

Ilse Fischer, Stadthagen: „Im Internet einkaufen, kommt für mich nicht in Frage, selbst wenn ich es könnte. Ich mag es, wenn ich mich von der Verkäuferin oder dem Verkäufer beraten lassen kann und die Ware in der Hand halten kann.“

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