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kauf hier Blumenboom legt Frische-Pause ein
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12:01 30.04.2015
Heute endet der dreitägige Ausverkauf: Zum Jahreswechsel übergibt Elvira Tofall ihr Blumenfachgeschäft an Katja Beckmann. Quelle: thm

Luhden. Die Gärtnerei Tofall an der Dorfstraße 6 ist am 1. Februar 1960 von Heinz Raddatz gegründet worden. „Damals hat mein Vater das erste Gewächshaus aufgebaut“, blickt Elvira Tofall auf die Sturm- und Drang-Jahre der jungen Start-up-Firma zurück. 1961 entstand Gewächshaus Nummer zwei, 1963 noch eines, 1968 wurden dort, wo heute der Penny-Markt steht, weitere Gewächshäuser errichtet.

Blumen-Boom in Luhden: Nelken waren damals der Renner, dann kamen Chrysanthemen. „Das wurde immer mehr, und zukaufen konnte man damals noch nicht so viel. In letzter Konsequenz bedeutete das: Bauen, bauen, bauen.“

Mit ihrem Mann Peter stieg Frau Tofall 1990 in das Unternehmen ihres Vaters ein. Zu einer Zeit, als sich der Markt spürbar veränderte. „Heute werden überall Blumen angeboten“, erklärt Elvira Tofall. Topfblumen für den Eigenbedarf würden heute, anders als noch vor 25 Jahren, kaum noch nachgefragt. Tankstellen, Lebensmittelmärkte, Bau- und Gartencenter sind längst zu ernst zu nehmenden Konkurrenten herangewachsen.

Jetzt steht abermals ein Eigentümerwechsel an. Aus dem Blumenhaus Tofall wird „Das Blumenwerk“. Katja Beckmann hat noch bei Heinz Raddatz gelernt. Sie kennt die Belange des Betriebes, der zum Jahreswechsel ihrer sein wird, aus dem Effeff. Sagt: „Das ist mein Wohnzimmer. Immer frische Blumen – das macht gute Laune.“

Letztere wird sie sich auch im engen Markt erhalten. „Ein Baumarkt kann nie so auf Kundenwünsche reagieren wie wir.“ Eine ganz spezielle Blume? Kein Problem. Frische Ware? Garantiert. Geschenke einpacken? Logisch. Geht das auch ganz schnell? Natürlich. Zum Kunden kommen? Lässt sich einrichten. Blumen nach Hause liefern? Klar, mit dem Fleurop-Dienst sogar weltweit.

„Wir bieten all das an, was die Floristik ausmacht; und wir sind flexibel. Das ist eine Nische, in der es sich gut leben lässt“, ist Katja Beckmann vor ihrer Zukunft nicht bange. Übrigens: Produziert werden die Blumen heute allerdings nicht mehr in Luhden. „Breitfahrer“ aus der Region liefern sie an, zum Teil mehrmals täglich. thm