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11:57 30.04.2015
Leerstand ist in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde ein weit verbreitetes Thema. Quelle: pr.
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Samtgemeinde Niedernwöhren. Pro Einwohner stehen nach Angaben der „Cima“ lediglich 0,56 Quadratmeter Einkaufsfläche zur Verfügung. Beim kreisweiten Spitzenreiter, der Samtgemeinde Nenndorf ist es immerhin achtmal so viel. Bei Produkten des täglichen Bedarfs wie etwa Lebensmitteln sind es in Niedernwöhren und den anderen Mitgliedsgemeinden sogar nur 0,25 Quadratmeter pro Einwohner – auch dies bedeutet den letzten Platz im Schaumburger Vergleich. Lediglich bei Gütern, die wie etwa Gartengeräte, Werkzeuge und Möbel nur in größeren Zeitabständen gekauft werden, ist die Samtgemeinde besser aufgestellt. In diesem Bereich rangiert Niedernwöhren im unteren Mittelfeld.

Wenig erfreulich ist auch die Umsatzentwicklung in den Jahren von 2006 bis 2011 beim Umsatz gewesen. Dieser Wert ist in den fünf Jahren um lediglich 100.000 Euro auf knapp 12,8 Millionen Euro gestiegen.

Auch bei vielen anderen Kennziffern deutet vieles für die Samtgemeinde auf Stagnation hin, in relevanten einigen Kategorien wie der Einwohnerzahl als potenzielle Kundenschaft geht es sogar seit Jahren kontinuierlich abwärts. Daher kommt die „Cima“ auch zu dem Ergebnis, dass in der Samtgemeinde Niedernwöhren die „Einzelhandelsrelevanten Kriterien“, zu denen auch die sogenannte Flächenproduktivität, die von 2858 Euro auf 2743 Euro pro Quadratmeter gesunken ist, und die Erreichbarkeit von Geschäften zwischen 2006 und 2011 von 100,9 Punkten auf 98 Punkte gesunken ist.

Bekannt sind die Probleme des Einzelhandels den Einwohnern der Samtgemeinde indessen seit Langem. So hat sich etwa der Seniorenbeirat im Sommer das Thema Leerstände bereits auf die Fahne geschrieben, der Handel- und Gewerbeverein will die eigenen Mitglieder sowie die  Kaufmannschaft zu mehr Engagement animieren, in Lauenhagen hatte es angeregte Diskussionen um den Rückzug von Bäckermeister Bade und sogar die Idee eines genossenschaftlich betriebenen Dorfladens gegeben. Zudem ist jüngst ein Leerstandskataster aufgestellt worden. Diesem Zahlenwerk zufolge gibt es insbesondere in den kleinen Dörfern eine große Zahl verwaister Gebäude, in denen noch vor Jahren Brötchen, Waschmittel, Zeitungen und andere Produkte des täglichen Bedarfs über den Ladentisch gingen.

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