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11:54 30.04.2015
An der Langen Straße befinden sich einige Leerstände. Quelle: kle
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Samtgemeinde Rodenberg

Leerstände sind keine Seltenheit. Einen attraktiven und belebten Stadtkern nennt Karl-Heinz Bruns von der Lauenauer Runde als ein Rezept für ein stabiles Geschäftsumfeld, das sich im Flecken bewährt habe.

 Einer Studie der Cima Beratung & Management GmbH zufolge ging die Zahl der im Einzelhandel Beschäftigten von 2008 bis 2013 in der Samtgemeinde von 169 auf 149 zurück. Zusammen mit der Stadt Rinteln und der Samtgemeinde Nienstädt gehört sie zu den wenigen Schaumburger Gemeinden, in denen diese Entwicklung in den vergangenen Jahren rückläufig war. Entsprechend nahm die Zahl der Betriebe und der Verkaufsfläche im Zeitraum zwischen 2006 und 2011 ab.

 Für die Stadt Rodenberg kann Jürgen Ebertz, Vorsitzender des Gewerbevereins Rodenberg, die allgemeinde Tendenz bestätigen. „Es könnte schon besser sein“, sagt er. Erst in jüngster Zeit hätten wieder Geschäfte schließen müssen, „wir haben viele Leerstände in der Innenstadt“.

 Das Problem sei in den meisten Städten und Gemeinden dasselbe. Wenn jemand einen Artikel dort nicht bekomme, fahre er woanders hin, wo er dann für gewöhnlich auch seine übrigen Einkäufe erledige. Die Folge: schließende Läden und damit ein immer weiter ausdünnendes Angebot.

 Das Positive in Rodenberg sei, dass keine Auslagerung von Geschäften auf die grüne Wiese stattgefunden habe. „So liegt alles sehr zentral, die Leute haben kurze Einkaufswege.“ Gerade für eine älter werdende Gesellschaft sei das von Bedeutung. Wenn die Menschen jedoch für den Einkauf nach außerhalb fahren, dürften sie sich auch nicht wundern, wenn die Geschäfte in der Innenstadt zumachen.

 In Lauenau sehe die Entwicklung dagegen ganz gut aus, sagt Karl-Heinz Bruns. „Leerstände haben wir auch nicht so viele, da haben es andere Gemeinden schon schwerer.“ Über die vergangenen Jahre habe er im Ort eine positive Entwicklung wahrgenommen.

 Dem Flecken habe vor allem die Belebung des Ortskerns gutgetan. Die Ansiedlung von Gastronomen und eine Bereicherung des kulturellen Angebots – von der Eishalle bis zum Sägewerk als Veranstaltungshalle – brächten Publikumsverkehr „und heben das Image von Lauenau“. Als positiv betrachtet er ebenso die gute bauliche Entwicklung: Behindertengerechte Gehsteige mit vielfach abgesenkten Bordsteinen erleichterten älteren Menschen mit Rollatoren den Besuch in der Innenstadt.kle

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