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11:56 30.04.2015
Die Angebote des Wochenmarktes haben zur Entwicklung beigetragen. Quelle: thm
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Eilsen

Zu diesem Ergebnis kommt die „Cima Beratung und Management GmbH“ aus Lübeck. In einem Gutachten hat sie die Gesamtsituation des Schaumburger Einzelhandels untersucht und dabei auch einen Blick auf die Samtgemeinde geworfen.

 Wie die „Cima“ herausgefunden hat, ist die Zahl der Einzelhandelsbetriebe in der Samtgemeinde Eilsen während der Jahre 2006 bis 2011 ziemlich stabil geblieben. 29 Betriebe waren es 2006, im Jahr 2011 zählten die Fachleute 28 Betriebe. Das entspricht einem Rückgang von 3,4 Prozent.

 Stattdessen haben sich andere Eckdaten im selben Zeitraum in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Die zur Verfügung stehende Verkaufsfläche hat in der genannten Periode um 26,9 Prozent auf zuletzt 5830 Quadratmeter zugenommen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, was sich bei den Supermärkten in der Samtgemeinde Eilsen während des untersuchten Zeitraumes getan hat: Der Netto-Markt in Heeßen eröffnete im November 2007, der Wochenmarkt Bad Eilsen ging im September 2009 an den Start, der Penny-Markt in Luhden erweiterte im Oktober 2009, und der Edeka-Markt in Bad Eilsen gab im November 2009 seinen Einstand.

 Als Resultat dieser Ansiedlungen und Investitionen darf man wohl die Entwicklung werten, welche die im Eilser Einzelhandel insgesamt erzielten Umsätze genommen haben. Diese sind nämlich von 16,1 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 19,7 Millionen Euro im Jahr 2011 angestiegen.

 Im Jahr 2008 ist in Bad Eilsen intensiv darüber nachgedacht worden, wie der Kurort eine gedeihliche Zukunft haben könnte. Ideen wurden in dem sogenannten Masterplan zusammengetragen. Weil es Bad Eilsen damals an einem Ortsmittelpunkt mangelte, der diesen Namen auch verdient, hatte der Heimat- und Kulturverein angeregt, über eine mit kleinen Geschäften unterschiedlicher Art bestückte „Flaniermeile“ nachzudenken. Nach Ansicht des Vereins bot sich dafür die Bahnhofstraße an. Zwischenzeitlich hat sich einiges getan: Das Cetindere-Haus steht, die Sparkassen-Filiale ist umgebaut. Auch diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass sich das für den Einzelhandel relevante Nachfragepotenzial auf 36,4 Millionen Euro erhöht hat – das ist ein Anstieg um 1,4 Prozent. Deutlich verbessert hat sich der umsatzrelevante Wert der sogenannten „Zentralität“, und zwar um 20 Prozent.

 Übertragen auf die Zahl der Einwohner, die in der Samtgemeinde leben, ergibt sich ein ähnliches Bild. Die pro Einwohner im Einzelhandel verfügbare Verkaufsfläche ist um 31,8 Prozent auf 0,87 Quadratmeter angestiegen. Die Kundschaft gibt auch mehr Geld aus. Der Pro-Kopf-Umsatz ist auf 2941 Euro gestiegen, ein Plus von 26,9 Prozent.

 Die Zahl der im Einzelhandel angebotenen Arbeitsplätze ist in der Samtgemeinde gering. „Cima“ hat die Zahlen für die Jahre 2008 bis 2013 ermittelt. Danach hat sich der Anteil der Jobs im Einzelhandel, verglichen mit den besetzten Stellen aller Branchen, von knapp vier Prozent (2008) auf etwas mehr als fünf Prozent (2013) erhöht. Relativ betrachtet entspricht das zwar einem Anstieg von 25,4 Prozent – insgesamt der dritthöchste von „Cima“ im Landkreis ermittelte Wert. Doch ist dieser hohe Wert der statistischen Ungenauigkeit geschuldet, wie er kleinen Zahlen bekanntlich innewohnt. Konkret konnte der Einzelhandel nämlich mit gerade einmal 84 Vollzeitstellen aufwarten. thm

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