Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
kauf hier Mode mit Großstadt-Charme
Schaumburg Landkreis Themen kauf hier Mode mit Großstadt-Charme
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:10 30.04.2015
Nicole Tiefensee freut sich schon auf die Events, die sie in diesem Jahr mit ihrer Kollektion besuchen wird. Quelle: peb
Rinteln (peb)

Heute führt Nicole Tiefensee die Geschäfte in Rinteln und Bückeburg seit dem Jahr 2013 in der dritten Generation. „Ich werde dabei von meiner Mutter Medea, die auch die Namensgeberin für die beiden Läden ist, noch liebevoll unterstützt“, erklärt Nicole Tiefensee, die nach der Schule und einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Italien schon in jungen Jahren mit in die Geschäfte einstieg.

 Die Erfolgsgeschichte der Boutiquen mit dem besonderen Flair begann im Jahr 1968 mit der Eröffnung des ersten Ladens in der Schulstraße in Bückeburg. Manfred Tiefensee gab ihr den Namen „Nicole“. Ein Jahr später kam in Stadthagen eine zweite Boutique hinzu, und im Jahr 1972 folgte die Dritte in Rintelns Klosterstraße.

 Ein verlorener Rechtsstreit im Jahr 1980 um das bis dahin verwendete Warenzeichen „Nicole“ führten zur Umbenennung der drei Boutiquen in „Medea“. „Drei Jahre lang waren meine Eltern auf der Suche nach einem Namen. Solange hießen die Boutiquen „Boutique ohne Namen“, erinnert sich Nicole Tiefensee. Heute besteht das Familienunternehmen aus zwei Boutiquen in Top-Lagen von Rinteln (Weserstraße) und Bückeburg (Lange Straße).

 Nicole Tiefensee wurde in den ersten Jahren im Management hinter den Kulissen tätig, das Büro war ihr Reich. Zudem war sie für die Warenbestellung verantwortlich. „Ich lernte von der Pike auf, die Geschäfte zu organisieren. Vor etwa 20 Jahren wechselte ich dann in den Kundenservice. Das machte mit sofort richtig Spaß und ging in meinem neuen Tätigkeitsbereich förmlich auf“, erzählt Nicole Tiefensee. Fragt man sie, warum sich „Medea“ so lange Zeit gegen die starke Konkurrenz der Boutique-Ketten, Kaufhäuser und neuerdings auch der Online-Anbieter behaupten konnte, kommt schnell die Antwort: „Man muss ,Perlenfischer‘ sein. Aus dem riesigen Angebot die wirklich schönen Dinge finden. Man muss beim Einkauf die Wünsche und Geschmäcker der eigenen Kunden im Hinterkopf haben und ganz gezielt auswählen. Die Kollektionen müssen etwas Besonderes und Eigenwilliges sein, sie müssen aus der Masse herausstechen. Deshalb ist es wichtig, immer wieder über den Tellerrand hinauszublicken, und sich in Städten wie Hamburg oder Berlin Anregungen und neue Ideen zu holen. Je kleiner die Geschäfte sind, desto individueller muss die Ware sein.“

 Nicole Tiefensee, die in den letzten Jahren regelmäßig die „Fashion Week“ in der Mode-Weltstadt Berlin besucht und sich dort bei den Messen durch Kollektionen aus der ganzen Welt inspirieren lässt, entdeckte vor drei Jahren die textile Kollektion von „Lieberknecht Berlin“. „Seitdem verkaufen wir in Rinteln und Bückeburg erfolgreich Berliner Großstadt-Charme. Jede Kollektion ist eingebettet in farblich abgestimmte Ledertaschen, Portemonnaies, Gürtel, Armbänder und Schuhe. Die Produkte von Lieberknecht zeichnen sich durch wunderbare Qualität zu fairen Preisen aus“, freut sich Nicole Tiefensee. Um erfolgreich am Markt zu bleiben, sei auch die persönliche Bindung zu den Kunden wichtig, das private Gespräch, die individuelle Beratung und die Frage nach dem Feedback, wie das Outfit angekommen ist, so Tiefensee.

 Die Mittvierzigerin hat für sich eine neue Geschäftsidee entdeckt. „Mehrmals im Jahr packe ich meinen ganzen Laden ein und ziehe für wenige Tage bei bestimmten Events in ein Pavillonzelt. Angefangen hat das mit der Landpartie in Bückeburg. Die Kundinnen geraten durch das Ambiente und die Möglichkeit, außerhalb der normalen Geschäftszeiten zu shoppen, in einen wahren Kaufrausch. Die Atmosphäre gefällt mir, und ich laufe jedes Mal zur Hochform auf“, ist Nicole Tiefensee von dem Drumherum begeistert. Deshalb wird sie in diesem Jahr neben der Landpartie vor der Haustür auch an den Festivalveranstaltungen auf Schloss Ippenburg bei Bad Essen, an der Informationsmesse für Familien (Infa) in Hannover und am Event der Baumschule Fechner in Krankenhagen teilnehmen. „Bereits am 21. Februar steht für mich der Berliner Abend mit Late-Night-Shopping im Gasthaus ,Zur Falle‘ in Bückeburg auf dem Plan. Dort werde ich meine Mode aus Berlin anbieten“, verrät Nicole Tiefensee.

 Auch zukünftig sieht die engagierte „Mode-Beraterin“ für kleine Boutiquen gute Chancen, sich am Markt behaupten zu können. „Warum in die Ferne schweifen, wenn man es vor Ort viel bequemer, schneller und oft auch preisgünstiger haben kann. In den kleinen Läden sind häufig spannendere Dinge zu finden, weil wir näher am Kunden dran sind. Wenn die kleinen Geschäfte in Städten wie Rinteln oder Bückeburg schließen, dann geht uns eine Menge Lebensqualität verloren. Und das wäre sehr schade!“