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12:00 30.04.2015
Matthias Lück (links) und Marcus Berger, beide begeisterte Schlagzeuger, führen zwei der eigenen Instrumente vor. Quelle: jak
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Rehren

Und wenn der erste Tusch den beschaulichen Weihnachtsmorgen durchbricht, kommt die schreckliche Gewissheit: Der 14-jährige Sohn des Nachbarn hat gerade ein Schlagzeug geschenkt bekommen. Mit der Ruhe ist es jetzt für immer vorbei. Oder?

 Vor dem Anruf beim Umzugsunternehmen lohnt es sich, nachzufragen. Vielleicht hat der Nachwuchs des Nachbarn eines der Schlagzeuge aus den Verkaufsräumen von „drum-tec“ in Rehren bekommen. Die klingen nämlich, betont Vertriebsleiter Matthias Lück, genau wie ein herkömmliches Schlagzeug, erzeugen ihren Ton aber ausschließlich elektronisch. Der angehende Schlagzeuger kann also Kopfhörer anschließen und der nachbarschaftlichen Frieden hingegen bleibt intakt.

 Es mögen Überlegungen wie diese sein, wieso elektronische Schlagzeuge derzeit ein boomendes Gewerbe sind. Doch auch immer mehr professionelle Schlagzeuger steigen auf diese Variante um. Und „drum-tec“ zeigt damit ganz nebenbei, dass beratungsintensiver Einzelhandel mit stationärem Verkaufsraum auch in Zeiten des Internets gefragt ist. Aus ganz Deutschland, teilweise sogar aus den südlichen Nachbarstaaten kamen interessierte Musiker in den vergangenen Jahrzehnten nach Rehren, nur um sich in der alten Poststraße vom „drum-tec“-Team beraten zu lassen. Drei bis vier Schlagzeugsets verkauft man im Durchschnitt pro Woche.

 Natürlich ist das ein Geschäftsmodell, das sich nicht auf jeden anderen Einzelhändler anwenden lässt. Aber es zeigt, dass auch der stationäre Einzelhandel das Internet positiv nutzen kann. Und das nicht als reine Zweitverwertung über einen Internetversandhandel, sondern um noch mehr Kunden zu binden, die, das entsprechende Produkt und Fachkenntnis des Personals vorausgesetzt, auch lange Wege in Kauf nehmen, um in Schaumburg einzukaufen.

 Die Geschichte von „drum-tec“ begann 1994 als reiner Vertrieb von elektronischen Schlagzeugen. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen brachte das Unternehmen 1997 ein eigenes, an Akustik-Klängen orientiertes elektronisches Schlagzeug auf den Markt. Seitdem stellt „drum-tec“ unter diesem Namen sowohl eigene Instrumente im mittleren bis gehobenen Preissegment her und verkauft im eigenen Laden auch die Produkte anderer namhafter Anbieter von elektronischen Schlagzeugen.

 Über das Internet nutze man fast alle Möglichkeiten, die es gibt. Das beginnt bei der eigenen Homepage, geht über Verkaufsplattformen wie amazon und ebay bis hin zu einem eigenen youtube-Kanal, wo Instrumente präsentiert werden. Einzelhandel gegen Internet? „Bei uns geht das Hand in Hand“, erklärt Lück. Und in den vergangenen Jahren wurde kräftig expandiert. Zusätzlich zu dem Stammwerk in Rehren, in dem weiterhin die Produktion angesiedelt ist, gibt es nun jeweils eine Dependance in Süd- und Westdeutschland. Und zusätzlich zu den Schlagzeugen bietet „drum-tec“ seit 2011 auch elektronische „Marching“-Instrumente für Fanfaren- und Marschzüge an. jak

Während der stetig wachsende Internethandel großer Anbieter vielen Fachgeschäften vor Ort das Überleben schwer macht, zeigt man sich bei dem in Obernkirchen ansässigen Unternehmen „Italienische Lebensmittel Montaperto“ von dieser Entwicklung unberührt: „Das Internet ist für uns keine Konkurrenz, weil Lebensmittel üblicherweise in einem Geschäft vor Ort gekauft werden“, sagt Calo Montaperto, Sohn des Firmeninhabers Salvatore Montaperto.

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