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12:06 30.04.2015
Anna-Lena und Rolf Schlick führen das „Reisebüro im Auetal“. Quelle: tol
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Fünf Jahre hat Rolf Schlick das Reisebüro geführt, seit Jahresbeginn führt er es mit Tochter Anna-Lena. Rund 400 Buchungen verzeichnen sie pro Jahr, und wenn das so bleibt, sagt Rolf Schlick, „dann gibt es uns noch in zehn Jahren“. Das ist gut möglich, denn beiden hilft eine aktuelle und auf den ersten Blick überraschende Entwicklung: Erstmals seit zehn Jahren nimmt die Zahl der Reisebüros nicht mehr ab, sondern wieder zu.
Der Deutsche Reiseverband hat für das zurückliegende Jahr 100 Neueröffnungen verkündet, zurzeit zählt der Verband rund 10 000 Büros: Das kleine Reisebüro an der Ecke ist so beliebt wie lange nicht mehr – und das, obwohl auch die Zahl der Kunden steigt, die ihre Urlaubsplanung vor dem eigenen Computer vornimmt. Auch hier gibt es belastbare Zahlen, verkündet hat sie die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen: Fast 37 Prozent aller Ferienreisen werden online gebucht, bei den Reiseportalen oder direkt beim Anbieter. Dabei hat die Forschungsgemeinschaft auch herausgefunden, wie lange sich der Kunde vor der Reise am PC informiert: Es sind fast neun Stunden.
Das geht im Reisebüro natürlich deutlich schneller, und das liegt daran, dass man einen guten Ferienverkäufer einfach mal fragen kann, denn im besten Fall weiß er, wie es am Urlaubsort aussieht. Rolf Schlick kennt viele Reiseziele, die stark nachgefragt sind: Ägypten, Spanien, Türkei - „da weiß ich, wo ich bin“, sagt er. Klar, Reisen ist sein Hobby, und auch Tochter Anna-Lena will noch viel sehen von dieser Welt.
Die persönliche Beratung mit hilfreichen Zusatzinformationen – das ist der große Vorteil der Reisebüros, hat die Stiftung Warentest verkündet.
Das sehen auch die Schlicks so, der Kunde wird vor, während und nach der Reise betreut. „Wir kümmern uns, wenn etwas passiert“, sagt Schlick, „und wir helfen auch unterstützend vor Ort“. Sollte es zu Problemen, Reklamationen oder Unklarheiten wie etwa Flugzeitenänderungen kommen, hat man im Reisebüro immer einen kompetenten Ansprechpartner.
Was es im Reisebüro zudem noch gibt: Ehrlichkeit. „Wir können den Kunden doch nicht eine Insel buchen lassen, wenn wir wissen, dass es dort zur gebuchten Zeit Stürme gibt“, verweist Anna-Lena Schlick auf ein Beispiel. Das Geschäftsmodell der beiden Auetaler ist schnell ermittelt: Es ist die Zufriedenheit der Kunden. rnk

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