Kreis Schaumburg. Die Initiative dazu ist laut einer Pressenotiz des hiesigen SPD-Unterbezirks gemeinsam vom Stadthäger Bürgermeister, Bernd Hellmann, und vom stellvertretenden SPD-Unterbezirksvorsitzenden, Ralph Tegtmeier, ausgegangen. Vorbereitet wurde die Gründung bei einem Treffen von rund 50 SPD-Mandatsträgern im Kreishaus unter Leitung von Unterbezirkschef Karsten Becker.
Die SGK ist keine Gliederung der Partei, sondern ein eigener Verband, eine Interessenvertretung von Kommunalpolitikern innerhalb der Partei. „Viele Probleme sind woanders schon einmal gelöst worden“, zeigte Tegtmeier die Vorteile einer Zusammenarbeit der kommunalen Mandatsträger auf. Für Hellmann ist insbesondere der Meinungsaustausch bei strukturellen Fragen, wie Energieversorgung und Daseinsvorsorge, wichtig.
Als Gast bei dem Treffen überraschte der SGK-Bundesvorsitzende und hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weill mit einer besonderen Beziehung zu Schaumburg. „Ich habe hier als Referendar Verwaltung gelernt“, erinnerte sich Weil an die Zeit vor 25 Jahren. Der SGK gehören bundesweit 25 000 Mitglieder an.
Kommunalpolitik sei, so der SGK-Bundesvorsitzende, in erster Linie Gesellschaftspolitik. So würde vor Ort die Entscheidung fallen, ob Integration in Deutschland funktioniert. Auch die Bildungspolitik fände im Kern in den Städten und Gemeinden statt, nämlich in den Krippen, Krabbelgruppen, Kindergärten, Schulen und Sportvereinen. „Wir brauchen mehr junge Leute, Kommunalpolitik macht viel Spaß“, sagte Weill in Richtung der Kommunalpolitiker, die sich oft als die „Besatzung des Besenwagens der großen Politik“ empfinden würden. r, ssr
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