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Beckedorf Aufforstung für Beckedorfer Schulwald und Düdinghäuser Berg
Schaumburg Lindhorst Beckedorf Aufforstung für Beckedorfer Schulwald und Düdinghäuser Berg
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17:30 16.01.2019
Die hier von Revierleiter Andreas Brandt präsentierten Douglasien gehören zu den Gewächsen, die dem Schulwald zukünftig mehr Widerstandskraft gegen Wetterkapriolen verleihen sollen. Quelle: ano
Beckedorf/Düdinghausen

„Wir haben in den vergangenen Tagen rund 15 000 Bäume im Schulwald gepflanzt“, so Andreas Brandt, Leiter der Klosterrevierförsterei Auhagen. Dabei sei auf Vielfalt Wert gelegt worden. „Unter den neuen Gewächsen befinden sich unter anderem Lärchen, Douglasien, Buchen und Hainbuchen.“ Allerdings würden auch wieder die vertrauten Fichten gesetzt. Aber eben nicht nur. „Die vorherige Monokultur hat unseren Wald anfällig für Sturmschäden gemacht.“ Zudem könnten die Neuen auch kurze Trockenheitsphasen besser wegstecken und würden schneller in die Höhe wachsen.

Um die derzeit noch kleinen Gewächse sichtbar werden zu lassen, sind beispielsweise die Douglasien an „Tonkinstäbe“ festgebunden. Diese werden als Pflanzstäbe und Rankhilfen verwendet. Es handelt sich bei ihnen um dickwandige Bambusrohre oder Bambusstangen einer speziellen Bambusart.

Ungefähr 35 000 Bäume sollen hauptsächlich auf dem Düdinghäuser Berg in den kommenden Monaten noch folgen. Die Zeitspanne bis zu einem vollständigen Schluss der Lücken beziffert Brandt auf zwei bis drei Jahre. Die Einschnitte der jüngeren Vergangenheit seien so gravierend gewesen wie lange nicht mehr, erläutert der Revierleiter. „Das letzte Mal, dass wir vergleichbare Schäden hatten, war infolge des Orkans Kyrill 2007.“

Vorbereitungen in Düdinghausen

Darüber hinaus sei auch der Borkenkäfer weiter ein Problem. „Mit Spritzmitteln könnten wir die Käfer effektiv bekämpfen. Allerdings sind wir dazu angehalten, möglichst wenig Pestizide zum Einsatz zu bringen.“

Noch ganz am Anfang stehen die Arbeit am Düdinghäuser Berg. Dort hatten Sturm und Käfer eine breite Schneise geschlagen. „Betroffene Bereiche haben wir umzäunt. Sie werden in Kürze mit Eichen und Buchen bepflanzt.“

In dem insgesamt ungefähr 2000 Hektar umfassenden Revier hatten mehr als 10 000 Bäume wegen des Borkenkäferbefalls gefällt werden müssen. Darüber hinaus hatten die große Hitze sowie geringe Niederschlagsmengen in den zurückliegenden Monaten den Gewächsen im Beckedorfer Schulwald und am Düdinghäuser Berg in erheblicher Weise zugesetzt.

Von Andreas Ohler