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Die magische Sieben

Mausoleumsumgestaltung Die magische Sieben

Der Anfang ist gemacht: Die ersten Arbeiten zur Umgestaltung rund um das Ottenser Mausoleum haben begonnen. Den Weg, der zum Denkmal führt, säumen jetzt sieben Süßkirschbäume, die die Gemeinde kürzlich angepflanzt hat.

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Rund um das Mausoleum sieht es noch recht wild aus, das soll sich bald ändern.

Quelle: kil

Ottensen. Weitere Obstbäume sollen folgen, berichtet Carsten Hausser, der das Grundstück des Mausoleums unentgeldlich an die Gemeinde Lindhorst verpachtet hat und auch selbst an der Umgestaltung beteiligt ist.

Die hohen Pappeln und Fichten rund um den siebeneckigen Backsteinbau aus den Fünfzigern mussten 2014 weichen wegen Schädlingsbefall und weil die Bäume bei Sturm eine Gefahr darstellten. Dadurch ist das Mausoleum nun gut von der Straße aus zu sehen. Damit auch das Areal drumherum wieder attraktiver für Besucher wird, hat die Gemeinde mit Hausser zusammen einige Umgestaltungen vor. Wie der Grundstücksbesitzer beobachtet, zieht das Denkmal durchaus interessierte Besucher nach Ottensen.

Symbolische Bedeutung

Insgesamt sollen dreimal sieben Bäume gepflanzt werden, erklärt der Grundstücksbesitzer. Sieben Mirabellen und sieben Apfel- und Birnenbäume. „Die Zahl Sieben hat dabei auch eine Bedeutung“, erklärt Hausser und verweist auf die sehr seltene siebeneckige Form des Mausoleums. Weil die Zahl eine mystische Bedeutung hat, ist davon auszugehen, dass sie auch in diesem Kontext eine symbolische Bedeutung trägt.

Am Rand des Weges, der zum Mausoleum führt sowie um das Gebäude herum sieht es noch recht wild aus, obwohl schon einiges Buschwerk weichen musste. Wilde Holunder- und Brombeerbüsche sollen noch entfernt werden. „Die Fläche wird gemulcht“ und dann mit Rasen und Bäumen neu gestaltet. „Vielleicht findet sich ja irgendwann auch noch ein Sponsor für eine Bank“, hofft Hausser. Das würde den Platz für Besucher noch einladender machen. Zudem sei an der Nordseite eine Hecke geplant, im Osten hat Hausser bereits eine Tannenschonung angelegt. Die Tannenbäume möchte er dann ab dem kommenden Jahr zu Weihnachten verkaufen. kil

Särge besonders geschützt

1952 soll der jüdische Ziegeleibesitzer Oskar Philippsohn das Mausoleum für sich und seine Familie gebaut haben. Philippson, der ab 1928 Inhaber der Ziegelei war, soll für den Bau Ziegel aus der eigenen Produktion verwendet haben. Im Mausoleum wurden schließlich die Ehefrau von Philippsohn, Karoline, und ihr Bruder Wilhelm Wenthe bestattet. Die Särge befinden sich noch heute im Mausoleum und sind durch die kleinen, vergitterten Fenster zu sehen.

Schutz durch Gitter

Zugänglich ist das Mausoleum nur an besonderen Tagen, zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals. Allerdings kommt man nur in einen Vorraum, der durch ein schweres Gitter von der eigentlichen Grabstätte abgesperrt ist. Carsten Hausser erklärt, dass es in den Neunzigern mal einen Einbruchsversuch gegeben habe, in dem auch die Särge geöffnet worden seien. Offenbar in der Hoffnung, dort irgendwelche wertvollen Gaben zu finden. Da die Särge aus Zink sind, seien die Körper der verstorbenen noch recht gut erhalten, weiß Hausser. Nach dem Einbruch sei das Mausoleum zunächst zugemauert worden, später dann wieder geöffnet und durch das Gitter geschützt worden. kil

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