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Mit Hammer, Meißel und Leidenschaft

Ein Besuch bei Bildhauer Lajic Mit Hammer, Meißel und Leidenschaft

Langweilig wird es in Damjen Lajics Werkstatt eigentlich nie. Der 47-Jährige ist gelernter Bildhauer und Steinmetz und will neues Leben in die alte Schule in Beckedorf bringen, die er gekauft haben. Noch herrscht dort allerdings Baustelle. Darum haben ihn die SN in seiner Werkstatt in Hannover besucht.

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Frech und locker in Stein gehauen: Die Figuren von Damjen Lajic sollen zum Schmunzeln anregen.

Quelle: kil

BECKEDORF/HANNOVER. Neben Wohnraum, Werkstatt und Ateliers planen Lajic und seine Partnerin Isabelle Haijtema in Beckedorf Workshops, Kooperationen mit anderen Künstlern und vieles mehr. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht.

 In einem Hinterhof in Linden-Mitte befindet sich Lajics Arbeitsplatz. Die Werkstatt ist überschaubar und zwischen unterschiedlichen Steinen – alle aus regionalem Abbau –, Werkzeugen und Skizzen stechen ein paar Figuren ins Auge, die allesamt auf einem Sockel stehen und, wie der 47-Jährige erklärt, „zum Schmunzeln anregen sollen“. Die Skulpturen sind zu einem Markenzeichen von Lajic geworden. Auch in Schaumburg steht ein Exemplar: der Mann mit Fernglas auf dem Wilhelmstein.

Gebürtiger Schaumburger

 Lajic ist gebürtig aus Schaumburg. Er ist in Stadthagen geboren und in Hagenburg aufgewachsen. Erst die Ausbildung zog ihn nach Hannover. „Ich habe schon als Jugendlicher gerne gezeichnet, gemalt und modelliert“, erzählt er. Ein Studium war ihm allerdings zu theoretisch. „Ich hatte mehr Lust aufs Handwerk, wollte etwas mit den Händen machen.“ Als er dann vor einer restaurierten Kirchenfassade stand, war ihm klar: „Das will ich auch können.“ Und so begann er in Hannover eine Lehre zum Steinmetz und Bildhauer. Auch in Berlin hat er schon barocke Kirchen restauriert.

Doch die reinen Auftragsarbeiten im klassischen Handwerk reichten ihm auf Dauer nicht aus. „Ich wollte mehr und hatte den Wunsch, freier zu gestalten.“ Aus familiären Gründen zog er wieder nach Hannover und machte sich nach der Meisterausbildung selbstständig. Das eröffnete ihm die Chance, beides zu machen: Restaurierungsarbeiten an alten Gebäuden und Kirchen ebenso wie Objekte und Skulpturen für den Garten sowie freie Formen und Figuren.

Mehr Berufung als Beruf

 Zum rein technischen und oft staubigen Handwerk gehöre auch viel Kreativität, Leidenschaft und eine große Portion Idealismus, schildert Lajic seinen Beruf, der für ihn mehr „eine Berufung“ ist. Ein Lieblingswerk hat der 47-Jährige eigentlich nicht. Jedes neue Werk und jede neue Form sind für den Steinmetz und Bildhauer eine Herausforderung, die dafür sorgen, dass kein Tag wie der andere ist. Sein Wissen und seine Erfahrung gibt er auch gern weiter; Jakob Kohler ist sein Azubi im ersten Lehrjahr, der demnächst auch in Beckedorf arbeiten wird. Bis dort alles fertig ist, kann es jedoch noch eine ganze Weile dauern, den Einzug plant Lajic mit seiner Familie aber für das kommende Jahr.

Mehr Infos auf damjen-lajic.jimdo.com. kil

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