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Beckedorf Rat kommt Bürgern bei Gehweg entgegen
Schaumburg Lindhorst Beckedorf Rat kommt Bürgern bei Gehweg entgegen
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00:20 13.12.2018
Die schmalsten Stellen auf dem Bürgersteig an der Hauptstraße sind momentan für Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollatoren sowie für Rollstuhlfahrer ein Problem. Quelle: bab
Beckedorf

Das hat der Rat der Gemeinde Beckedorf einstimmig beschlossen. Damit kommen die Politiker nun doch dem Wunsch der Bürgerinitiative entgegen, die sich zuletzt mit einer Petition an das Land Niedersachsen gewandt hatte (wir berichteten). Rund 15 Einwohner waren zur Sitzung gekommen, um die Entscheidung zu verfolgen.

Die Gehwegverbreiterung kostet die Gemeinde rund 100.000 Euro. Das Geld strecke das Land vor, sodass Beckedorf 2019 und 2020 jeweils nur 50.000 Euro aufbringen muss. „Alles andere wäre auch nicht zu vertreten“, sagte Bürgermeister Dieter Wall (SPD) mit Blick auf das Haushaltssicherungskonzept. Der Beschluss fiel „unter Vorbehalt“, dass die Stundung noch schriftlich bestätigt werde. Die Verkehrskommission ist am 18. Dezember vor Ort und muss der Sache ebenfalls zustimmen. Wall sieht diesbezüglich aber „kein Problem“.

Sitzung wird unterbrochen

Am Tag der Ratssitzung hatte es ein Gespräch zwischen der Landesbehörde, dem Bürgermeister und den Fraktionsspitzen Bernd Gerberding (SPD) und Jörg Windheim (CDU) gegeben. Um die Ergebnisse des Gesprächs mit allen Ratsmitgliedern zu teilen, wurde die Sitzung für einige Minuten unterbrochen.

Windheim und Gerberding finden die Lösung erfreulich. Der SPD-Sprecher bedankte sich auch bei den Bürgern und der Bürgerinitiative für ihren Einsatz. Der breite Gehweg ermögliche auch Menschen mit Kinderwagen und Rollatoren ein sicheres Passieren. Zudem werde die schmalere Fahrbahn von 5,57 Meter wohl den einen oder anderen Raser bremsen.

Verkehrsinsel kostet zu viel

Und was ist mit der Verkehrsinsel, die sich die Bürger gewünscht haben, um die Autos aus Richtung Ottensen zu bremsen? Das Thema sei ebenfalls besprochen worden, so Wall. Da die Gemeinde dafür die Kosten alleine tragen müsste – es geht nochmals um rund 100.000 Euro –, sei das in den nächsten zwei Jahren nicht umsetzbar. Aber, sagte Gerberding, „wir werden das nicht aus den Augen verlieren“.

Wall schlug vor, zur Geschwindigkeitsreduzierung stationäre Messtafeln zu installieren und mittelfristig vielleicht eine weitere Fußgängerampel aufzustellen. Die Anlage bei Sparkasse sei mit 25.000 Euro im Vergleich zu einer Verkehrsinsel jedenfalls erschwinglich. Diese Möglichkeiten sollen in der mittelfristigen Planung diskutiert und berücksichtigt werden.

Auch ein Vertreter der Bürgerinitiative meldete sich in der Fragesunde zu Wort. Er begrüßt den Ratsbeschluss und kann verstehen, dass für die Verkehrsinsel aktuell kein Spielraum vorhanden ist, hofft aber, auf eine Umsetzung in den Folgejahren. kil