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Ruine soll im Mai verschwinden

Landkreis hat Eigentümer eine Frist gesetzt Ruine soll im Mai verschwinden

An der vom Einsturz bedrohten Ruine nahe der Bundesstraße 65 bei Beckedorf hat sich augenscheinlich immer noch nichts getan. Nach Angaben des Landkreises hat der Eigentümer nun jedoch signalisiert, dass er das Gebäude abreißen lassen will.

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Ein Schild warnt vor dem Betreten der Ruine. Beckedorfs Bürgermeister Dieter Wall zweifelt daran, dass die Sicherheitsmaßnahmen Kinder davon abhalten, in den Trümmerteilen zu spielen.

Quelle: ber

Beckedorf. Bereits Anfang Dezember war die Ruine, die bereits seit Jahren das Umfeld an der B 65 ziert, weiter in sich zusammengesackt. Bürgermeister Dieter Wall hatte in der Folge von der zuständigen Bauaufsicht des Landkreises schnelles Handeln gefordert, weil spielende Kinder unter den Trümmerteilen begraben werden könnten.

Nun war Wall vor vier Wochen erneut beim Landkreis vorstellig geworden. „Dabei hat mir die Sachbearbeiterin der Bauaufsicht versichert, dem Eigentümer sei eine Frist gesetzt worden, bis wann die Ruine abgerissen werden muss“, berichtet der Bürgermeister. „Diese Frist ist meines Wissens bereits verstrichen.“

Immer wieder habe er mit Nachdruck beim Landkreis auf die Gefahr hingewiesen, betont Wall. „Ich weiß nicht, was ich noch tun soll. Ich habe mündlich erinnert, ich habe schriftlich erinnert. Passiert ist bis heute nichts.“

Kreisrätin Katharina Augath erklärt dagegen, dass die Anhörungsfrist bis Mitte April laufe. Bis dahin habe der Eigentümer Zeit, Stellung zu dem Verfahren zu nehmen. Danach werde der Landkreis eine Beseitigungsanordnung verfügen, für deren Umsetzung der Hannoveraner „mehrere Wochen“ Zeit habe, so Augath, da er sich um eine Baufirma bemühen müsse. „Spätestens im Mai sollte die Sache erledigt sein.“ Zumal der Eigentümer signalisiert habe, sich darum kümmern zu wollen.

Dass der Abriss so lange auf sich warten lässt, ärgert Wall, der in der Ruine eine „Gefahrenquelle“ sieht. Vor allem, weil das Gebäude nur unzureichend gesichert sei. „Ein Flatterband hält Kinder nicht davon ab, dort zu spielen“, meint der Bürgermeister. Zweifelhaft ist auch, ob das mittlerweile auf den Mauerresten vor der Ruine angebrachte kleine gelbe Schild für ausreichend Sicherheit sorgt. Darauf ist zu lesen: „Betreten der Baustelle verboten. Eltern haften für ihre Kinder.“

Im Gegensatz zu Wall sieht der Landkreis keine Gefahr durch die Ruine. Laut Augath habe sich im Dezember eine Baufirma um die Gefahrensicherung gekümmert und den Bauschutt zusammengeschoben. Ein Sachbearbeiter des Bauamtes habe bei einer Begutachtung vor einigen Wochen festgestellt, „dass keine unmittelbare Gefahrenlage gegeben ist“. ber

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