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Sanierung auf der Kippe?

Hauptstraße Beckedorf Sanierung auf der Kippe?

Die Gemeinde Beckedorf hat die Vorplanung für die marode Hauptstraße übernommen. Doch jetzt ist gar nicht mehr sicher, ob die zuständige Landesbehörde das Geld für eine Sanierung rechtzeitig zusammenbekommt. Die Lokalpolitik sorgt sich jetzt, dass die Vorleistung umsonst gewesen sein könnte.

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Der größte Teil der Hauptstraße in Beckedorf muss noch saniert werden. Die Gemeinde hofft auf einen Ausbau in 2018.

Quelle: bab

BECKEDORF. Nachdem die holprige Hauptstraße (L370) zwischen Bundesstraße und der Kreuzung Kirchstraße/Westerntor in diesem Jahr saniert wurde, hatten die Anwohner gehofft, dass es auch zügig mit dem restlichen Abschnitt in Richtung Ortsausgang im Norden losgehen könnte. Doch ein schneller Baubeginn scheint jetzt nicht mehr wahrscheinlich.

Beckedorfs Bürgermeister Dieter Wall (SPD) zeigte sich jüngst in einer öffentlichen Sitzung sichtlich verärgert über die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: „Zuerst hieß es dort, fangt ruhig mit den Planungen an, es steht genügend Geld zur Verfügung. Jetzt heißt es plötzlich, das Geld ist knapp.“

Geplant ist, dass das Land für eine neue Straßendecke aufkommt, die Gemeinde soll für neue Bürgersteige zahlen und die Samtgemeinde finanziert die Kanalsanierung. „Wenn das Geld vom Land nicht kommt, ist die Maßnahme gefährdet“, so Wall.

Uta Weiner-Kohl, stellvertretende Leiterin der Hamelner Behörde, habe zugesagt, zu versuchen, eine Vorabfreigabe für die 400.000 Euro, die das Land tragen würde, zu bekommen. Dies würde bedeuten, dass die Arbeiten beginnen könnten, bevor im Frühjahr die regulären Bescheide darüber, welche Maßnahmen finanziert würden, herausgingen. Weiner-Kohl bestätigt diese Aussage zwar, eine Zu- oder Absage gebe es aktuell jedoch noch nicht.

Jörg Windheim: „Man kann uns doch jetzt nicht hängen lassen“

Für Jörg Windheim (CDU) , stellvertretender Bürgermeister Beckedorfs, steht die Glaubwürdigkeit der Hamelner Verkehrsbehörde auf dem Spiel. „Die Samtgemeinde ist in Vorleistung getreten und hat Vorplanungen gemacht, die Geld gekostet haben. Da kann man uns doch jetzt nicht hängen lassen.“ Außerdem beklagt Windheim, dass durch den Schwebezustand auch der Haushalt der Gemeinde voller Fragezeichen sei: „Ich kann schlecht mit dieser Eventualität leben.“

Die Gemeinde rechnet für die Sanierung der Fußwege mit 32.000 Euro beziehungsweise maximal 65.000 Euro, sollten die Bordsteine gleich mitgemacht werden. Die Samtgemeinde würde die Kosten für die Kanalsanierung tragen. Die ursprüngliche Kostenschätzung gehe von 800.000 Euro für die Gesamtmaßnahme aus.

Wie der Leiter der Landesstraßenbaubehörde, Markus Brockmann, erklärt, seien 85 Millionen Euro im niedersächsischen Haushalt für den Straßenbau 2018 eingeplant. Wie das Geld aber aufgeteilt werde, obliege dem künftigen Kabinett. „Wir werden aufgefordert zu sagen, welche Maßnahmen wichtig sind, darunter ist auch der Ausbau der Beckedorfer Ortsdurchfahrt.“ bab, col

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