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Sie hielten zusammen: Diamantene Hochzeit

Beckedorf / 60 Jahre verheiratet Sie hielten zusammen: Diamantene Hochzeit

Fast ein ganzes Leben haben Sophie und Alexander Natzel zusammen verbracht, gestern feierten sie ihre Diamantene Hochzeit. Vor 60 Jahren lernten sie sich auf dem Beckedorfer Erntefest kennen, im gleichen Jahr folgte die Hochzeit.

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Zufrieden und dankbar: Sophie und Alexander Natzel feierten Diamanten-Hochzeit.

Quelle: hga

Beckedorf (hga). Zunächst wurde im kleinen Familienkreis gefeiert. Zufriedenheit und Dankbarkeit prägten die Feier, drei Söhne mit ihren Familien waren zusammen gekommen, darunter vier Enkel. Weit hatten sie es nicht, alle wohnen im Umkreis des Ehrenpaares. „Wir brauchen nur zu rufen, dann kommt einer“, schmunzelte Alexander Natzel.

Die große Feier folgt am kommenden Sonnaben, 21. April, im Dorfgemeinschaftshaus. Viele Gratulanten kamen bereits am Montag. Pastor Falk Nisch gehörte ebenso dazu wie der stellvertretende Landrat Horst Sassenberg. Im Gespräch mit dieser Zeitung blickten die beiden auf eine Biographie zurück, in der das Wort „Arbeit“ eine Hauptrolle spielt.

Sophie wurde 1920 geboren. „In diesem Haus“, sagte sie mit einem Lächeln. Alexander kam 1921 in Watergau/Oberschlesien auf die Welt. Nach Kriegsende kam er 1945 nach Schaumburg. In Feggendorf nahm in Landwirt Heinrich Meier, ein Kriegskamerad, auf. In der Landwirtschaft kannte sich Natzel aus, schließlich bewirtete die Familie in Oberschlesien 50 Morgen Land.

Der Heirat folgte der damalige Alltag, von Arbeit geprägt. „Ich war immer bei der Arbeit“, erinnerte sich Natzel. Er war dabei, als der Empelder Kalischacht abgeteuft wurde. „Auf 1000 Meter“, blickte Natzel zurück. Einige Monate später fuhr Natzel per Fahrrad von Beckedorf nach Empelde, stellte sich vor und wurde eingestellt. Bis zur Rente arbeitete er in Empelde und Bokeloh im Kaliberg.

Ehefrau Sophie führte den Haushalt. Die Söhne Alfred, Reinhard und Dieter wurden geboren. Bis in die achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts betrieben Natzels noch eine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft. „Schweine, Ziegen, Hühner, die ganze Palette lief hier herum“, blickte Sohn Reinhard zurück.

Viele Pläne gab es, für jeden Sohn ein Haus, hier und da drohte es zuviel zu werden. „Wir haben manchmal geschimpft, dann ging es wieder“, sagte Sophie Natzel. Sie und ihr Mann hielten zusammen – 60 Jahre lang.

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