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Beckedorf Wo früher der Bergmann schuftete
Schaumburg Lindhorst Beckedorf Wo früher der Bergmann schuftete
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00:17 10.08.2017
Gunter Ludewig mit weißer Kohlemütze zeigt den Besuchern, wie es auf dem Beckedorfer Schachtgelände früher aussah. Quelle: kil
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BECKEDORF

Passend zum Anlass trug er eine weiße Kohlemütze, „um die Haare vor Schmutz zu schützen“, wie er erklärte. „Später gab es dann eine Helmpflicht“, aber die konnte sich der junge Ludewig mit einem Monatsgehalt von 25 Mark nur auf Raten leisten.

Im langen Gebäudekomplex am Anfang des Schacht-Geländes befinden sich heute mehrere Wohnungen. Früher seien dort Kriegsgefangene untergebracht gewesen, die im Bergbau Zwangsarbeit leisten mussten, weiß der ehemalige Bergmann. Ein Stück weiter ist noch ein Pfosten verblieben, auf dem einst eine Uhr thronte, die Ludewig anzeigte, „ob er sich mal wieder sputen musste“, erzählte er einige Anekdoten aus seiner Zeit unter Tage. Die Uhr gibt es auch heute noch, sie ist allerdings defekt. Der Globo-Chef Manfred Winkler denkt jedoch über eine Reparatur des Reliktes aus der Bergbauzeit nach, um sie dann wieder an seinen Ursprungsort zurückbringen.

Weiter geht die Führung hinter dem Hauptgebäude. Dort sammeln sich die Teilnehmer auf einem großen Deckel. „Hier war der 244 Meter tiefe Schacht“, sagt Ludewig und gibt sogleich Entwarnung: „Sie können hier ohne Angst drauf stehen. Der Schacht wurde verfüllt mit jeder Menge Bauschutt.“ Um das Loch zu füllen, habe es allerdings einige Jahre gedauert. Nach der Tour über das Gelände besichtigten die Gäste noch das Unternehmen Globo. kil

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