Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Debatte um Windräder geht weiter

Bauausschuss tagt zum F-Plan Debatte um Windräder geht weiter

Die Abstände der Windräder zu Ortschaften und naturgeschützen Gebieten bleiben ein Knackpunkt: Mit der siebten Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plan) befasst sich der Bauausschuss der Samtgemeinde Lindhorst Donnerstag ab 18 Uhr in einer öffentlichen Sitzung im Rathaus, Bahnhofstraße 55a.

Voriger Artikel
Bürgermeisterwahlen in Heuerßen
Nächster Artikel
Raser können es nicht lassen

Wo in der Samtgemeinde Lindhorst neue Konzentrationszonen für Windräder ausgewiesen werden, ist noch offen. Die Entscheidung wird der Samtgemeinderat am 12. Mai fällen.

Quelle: dpa

Heuerßen. Die öffentliche Auslegung des F-Plans ist beendet. Nun will der Bauausschuss die Ergebnisse der Beteiligung besprechen. Durch die geplanten Änderungen soll die Windenergienutzung im Samtgemeindegebiet räumlich gesteuert und begrenzt werden. Nach diversen Sitzungen und Debatten auf Samtgemeinde- und Gemeidneebene stehen von den ursprünglich vier Zonen noch zwei zur Diskussion: Eine Fläche in Heuerßen nahe des Lohhofs und die Erweiterung der bereits bestehenden Zone in Beckedorf – eine Teilfläche davon liegt auch in Lindhorst. Zuletzt hatte der Plan im Lindhorster Rat für Wirbel gesorgt. Das Gremium lehnte die jetzige Fassung ab und forderte unter anderem größere Abstände zur Wohnbebauung. Einige Politiker sorgen sich offenbar darum, von Windrädern umzingelt zu werden.

Wenig Verständnis

Diese Entscheidung stößt bei der Heuerßer SPD-Fraktion auf wenig Verständnis, wie Fraktionsmitglied Klaus Büsking klarstellte. Beim Matjesessen des Ortsvereins und im Gespräch mit dieser Zeitung betonte er die „Vorteile für unsere Umwelt“ und den „wirtschaftlichen Faktor“, den die geplanten Windräder für die beteiligten Kommunen bringen könnten. Bei fünf Windrädern mit Investitionskosten von jeweils vier Millionen Euro würde das zusätzlich zum ökologischen Aspekt auch eine enorme Stärkung der Wirtschaftsleistung bedeuten, meint er. Auf einen Zeitraum von 20 Jahren gerechnet bringt das nach seinen Berechnungen bedeutende Gewerbesteuereinnahmen „im hohen fünfstelligen Bereich“ – das käme jeder Gemeinde zugute, meint der Sozialdemokrat. Positiv kommentiert er auch die Gründung der neuen Bürgerenergiegenossenschaft Schaumburg, dank derer sich Bürger nun direkt mit einer Einlage an einem Windrad beteiligen können. Büsking glaubt, dass die Entscheidung des Samtgemeinderates (12. Mai) zu diesem Thema eng werden könnte.

Festgesetzte Mindestabstände gefordert

Auch die Bürgerinitiative Prodorf hat im Zuge der Beteiligung der Öffentlichkeit eine Stellungnahme abgegeben. Ähnlich wie der Lindhorster Rat fordern sie festgesetzte Mindestabstände. „Wir können in keinster Weise nachvollziehen, warum die Bürger der Samtgemeinden Lindhorst und Nenndorf unter kürzeren Schutzabständen als Bürger in anderen Gemeinden leiden“, heißt es darin. Vom Verein Bürgerenergiewende Schaumburg wird hingegen vorgebracht: „Die von lautstarken Gegnern vorgetragenen Argumente gegen Windenergieanlagen wegen angeblicher Gesundheitsschädigungen, Minderung der Immobilienwerte, fehlendem echten Beitrag zum Ersatz von Kohle- und Atomstrom und so weiter halten alle einer näheren Überprüfung nicht stand.“

kil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr