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Diebesgut in Damentasche

Polizistin schildert Vorfall Diebesgut in Damentasche

Die Polizistin, die bei einer Polizeikontrolle in Niedernwöhren einem mutmaßlichen Einbrechertrio auf die Schliche gekommen ist, hat vor dem Amtsgericht die Abläufe der Kraftfahrzeugkontrolle bis zur Verhaftung geschildert. Die drei Männer sollen am 26. November nachts in Heuerßen in zwei Häuser eingestiegen sein und dort diverse elektronische Geräte, Bargeld und Papiere gestohlen haben.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

Stadthagen/Heuerßen. Auch ein weiteres geschädigtes Ehepaar aus Heuerßen hat seine Zeugenaussage gemacht. Bis auf ein Handy und das Bargeld konnten den Heuerßern die gestohlenen Gegenstände wieder ausgehändigt werden, wie diese im Gerichtssaal bestätigten. „Ich hab schon ein bisschen Angst nachts“, sagte die 48-jährige Geschädigte aus Heuerßen auf die Frage von Richter Kai Oliver Stumpe nach den persönlichen Folgen des Einbruchs.

Anwälte legen Widerspruch ein

Das Diebesgut hatte die Polizei im Auto der drei Männer gefunden. Die Anwälte der Angeklagten haben Widerspruch gegen die Verwertung der Aussagen der Polizistin eingelegt, welche zusammen mit einem Praktikanten das Auto der Angeklagten kontrolliert hatte. Die Anwälte meinen, die Polizei sei über die übliche Inaugenscheinnahme bei einer Fahrzeugkontrolle hinausgegangen und habe vor dem Erhalt eines richterlichen Beschlusses eine Tasche durchsucht, obwohl keine Gefahr im Verzug gewesen sei.

Die Polizeihauptkommissarin schilderte den Ablauf an dem besagten Morgen. Zusammen mit einem Praktikanten sei sie Streife gefahren, als ihr in Niedernwöhren das Fahrzeug mit dem Ausfuhrkennzeichen auffiel. Bei der Kontrolle habe sich herausgestellt, dass gegen einen der drei Insassen eine Ausschreibung zur Abgabe einer DNA-Probe vorlag. Sie habe sich nur schlecht mit den drei Männern georgischer Staatsangehörigkeit verständigen können. Schließlich habe sie ihnen begreiflich machen können, dem Streifenwagen bis zum Kommissariat in Stadthagen zu folgen. Dort habe sie sich zunächst um den DNA-Test gekümmert. Als die Männer aus dem Auto ausgestiegen waren, hätten ihre Kollegen das Fahrzeug erneut in Augenschein genommen, erklärte die Beamtin.

Polizistin entdeckte Geldbörsen

Da sich im Auto „ein Berg ineinander verschlungener und verdeckter“ Gegenstände befunden habe, hat die Polizei noch einmal genauer hingeguckt. Besagte Polizistin selbst entdeckte dabei eine grüne Damenhandtasche und kontrollierte den Inhalt. „Weil mir auffiel, dass da Geldbörsen drin sind“, begründete sie. „Da gucke ich jetzt rein“, habe sie gedacht und in einem dieser Portemonnaies einen Ausweis entdeckt. Name und Adresse des Dokumentes deckten sich mit jenen von Geschädigten der Tatorte in Heuerßen. Daraufhin sei der Durchsuchungsbefehl beantragt und erteilt worden.

Stumpe hat drei weitere Prozesstage angesetzt. Die Ergebnisse der Spurensicherung stehen noch aus, der Dienstschichtleiter des Kommissariates soll zu dem Vorgang befragt werden und ein psychiatrischer Sachverständiger soll über die Schuldfähigkeit von einem der Angeklagten befinden.  bab

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