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Eimer für Eimer 20 Tonnen Schutt

Heuerßen / Dachgewölbe Eimer für Eimer 20 Tonnen Schutt

Die Evangelisch-lutherische-Kirchengemeinde Heuerßen bekommt ein neues Kirchendach. Anfang September wurde eingerüstet und die Kirchengemeinde hofft, Ende November mit der Sanierung fertig zu sein.

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Heuerßen (tbh). Die letzte große Renovierung, so wird aufgrund der Chronik der Kirche vermutet, wurde im Jahre 1565 durchgeführt. Das sei jedenfalls die Zahl, die auch im Westportal der Kirche festgehalten ist, sagt Astrid Weidemann, die Küsterin der Kirchengemeinde. Damals sei vermutlich auch der Schutt, eventuell als Lastenausgleich, in dem Dachgewölbe ausgestreut worden.

Während der Sanierung des Kirchenturms sei aufgefallen, dass der Dachstuhl auch renovierungsbedürftig sei. Dank der Zubilligung von Fördermitteln seitens der „Bingo-Umweltstiftung“ und der „Leader-Stiftung“ konnten nun die Sanierung und die Neueindeckung in Angriff genommen werden. Die Stiftungen beteiligen sich nach Angaben von Weidemann zu einem erheblichen Teil an den Kosten für die Dachdecker- und Zimmerarbeiten.

Der Hauptgrund für die Zuschüsse aus der „Bingo-Umweltstiftung“ seien die im Dachstuhl angesiedelten Fledermäuse, die es zu erhalten gelte. Auch ein Eulenloch befinde sich im Kirchendach.

Dennoch wären die Arbeiten ohne die vielen freiwilligen Helfer und die Unterstützung durch die Mitarbeiter der Baumschule Röhler nicht so schnell vonstatten gegangen, betonte Weidemann. Dadurch konnten enorme Investitionen eingespart werden.

Die Küsterin hätte auch nicht damit gerechnet, dass sich auf ihre Anfrage im Gottesdienst so viele Helfer melden würden. Das spräche auch für die Kirchengemeinde und Heuerßen. „Wenn Hilfe gebraucht wird, sind die Leute da und packen mit an.“

Die freiwilligen Arbeiter seien alleine schon zwei Tage lang damit beschäftigt gewesen, die rund 20 Tonnen Schutt Eimer für Eimer aus dem Dachgewölbe zu räumen. Und die Helfer im Alter zwischen 24 und 80 Jahren haben viel bewegt, nachdem sie zu Beginn knietief in rund 800 Jahre alten Trümmern gestanden hatten. „Eine Tonne Schutt pro Mann – das ist schon eine Hausnummer, wenn man bedenkt, dass die Helfer fast ausschließlich gehockt oder kniend arbeiten mussten“, erklärt Weidemann, deren Gatte Heiko Weidemann als Zimmermann an der Renovierung beteiligt war.

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