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Heuerßen Einbrecher stehlen Urlaubskasse
Schaumburg Lindhorst Heuerßen Einbrecher stehlen Urlaubskasse
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00:19 10.02.2018
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HEUERSSEN/BÜCKEBURG

In einem vorausgegangenen Prozess hatte das Schöffengericht in Stadthagen die Georgier zu Haftstrafen zwischen 32 Monaten und drei Jahren verurteilt. Das war im April 2017. Vor dem Landgericht in Bückeburg wird zurzeit über die Berufung der Angeklagten verhandelt, die das Urteil angefochten haben.

In erster Instanz hatten die mutmaßlichen Einbrecher noch behauptet, sie hätten das Diebesgut auf einem Parkplatz an der Autobahn gefunden. Von dieser Darstellung sind sie zwischenzeitlich abgerückt.

Mit hoher krimineller Energie

Dafür geht es jetzt ein bisschen durcheinander. Ein Angeklagter behauptet, er habe im Auto geschlafen. Die beiden anderen erklärten: „Es war so, wie es im Urteil steht.“ Im Urteil steht allerdings, dass die Einbrüche zu dritt begangen wurden.

Der 45-Jährige beteuerte, die Taten seien nicht geplant gewesen, sondern hätten sich „so ergeben“. Eigenen Angaben zufolge waren die Männer unterwegs, um ein Auto zu kaufen. „Dies war das Ziel der Reise“, versicherte einer von ihnen. Im Urteil aus erster Instanz klingt das anders. So heißt es darin, dass die Georgier die Tatorte sorgfältig ausgewählt hätten. Sie seien „mit hoher krimineller Energie vorgegangen“.

Täter stehlen Urlaubsgeld

In einem der beiden Wohnhäuser in Heuerßen soll den Einbrechern unter anderem ein Portemonnaie mit 1680 Euro in die Hände gefallen sein. Von dem kurz zuvor abgehobenen Geld wollten die Bewohner in Urlaub fahren. Die Täter hatten die Terrassentür aufgebohrt.

Leichter hatten sie es am zweiten Tatort. Dem Urteil zufolge gelangten die Männer durch eine unverschlossene Tür ins Gebäude. Ihre Beute: 500 Euro aus einer Küchenschublade, iPhones und andere Gegenstände.

Der guten Spürnase von Polizisten ist es zu verdanken, dass die Männer bereits wenige Stunden später festgenommen werden konnten. Den Beamten war in Stadthagen ein Alfa Romeo mit Überführungskennzeichen aufgefallen.

Gute Spürnase bewiesen

Und tatsächlich: Im Fahrzeug befand sich nicht nur die Beute aus den Einbrüchen, sondern auch das nötige Werkzeug für solche Taten. Nach ihrer Festnahme saßen die Georgier mehr als ein Jahr lang in Untersuchungshaft. Zwei von ihnen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß, weil sich der Prozess so lange hinzieht. Einer verbüßt derweil eine Haftstrafe in anderer Sache.

Richterin Christiane Wilk, Vorsitzende der zuständigen Berufungskammer, hat sieben Sitzungstage anberaumt, zwölf Zeugen und einen Sachverständigen geladen. Das Urteil soll noch im Februar verkündet werden. ly

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