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Fleißarbeit für Kobbenser Chronik

Informationen für die Annalen Fleißarbeit für Kobbenser Chronik

Im Büro von Karl-Werner Coith hat sich eine ganze Menge Material angesammelt. Der Kobbenser arbeitet an der Chronik zum 800-jährigen Jubiläum, das der Ort im vergangenen Jahr gefeiert hat. Inzwischen ist ein Ende in Sicht. In ein paar Wochen soll die rund 100-seitige Chronik fertig sein.

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Die Tankstelle auf der Bult in Kobbensen wurde bis ins Jahr 1970 betrieben.

Quelle: pr.

Kobbensen (bab). Eigentlich wollten die Kobbenser die Chronik schon längst abgeschlossen haben. „Ich habe nach der Feier noch unheimlich viel Material bekommen“, sagt Coith. Im September hatte der Heuerßer Ortsteil das Jubiläum gefeiert und einige Besucher haben anschließend noch weitere Belege zu Kobbensens Historie beigesteuert. Alte Fotos belegen die Entwicklung der letzten hundert Jahre des landwirtschaftlich geprägten Dorfes und bringen vergessene Geschichten und Fakten wieder in Erinnerung.
„Auf der Bult 1 war mal eine Tankstelle“, sagt der Chronist und zeigt ein Foto – wahrscheinlich aus den dreißiger Jahren – das die Zapfsäule und einen Oldtimer abbildet. Andere Schnappschüsse zeigen die Post, den Lebensmittelladen und die Schneiderei, die es einmal gab.
Kuriosen Geschichten ist Coith bei seiner Fleißarbeit außerdem auf die Spur gekommen. „Im Winkel 4 geht die Grenze sogar durchs Haus“, sagt er über die Gemeindegrenze zu Beckedorf. Auch der Saal der ehemaligen Gaststätte Alter Krug sei auf der Grenze errichtet worden, die zeitweise das Fürstentum Schaumburg und Hessen trennte und später die Grafschaft Schaumburg von Schaumburg Lippe.
Grenzen spielten sogar in Eichenbruch eine Rolle. Die Grundstücke der Siedlung gehörten zeitweise zu drei unterschiedlichen Gemeinden. „Zwei Häuser gehörten zu der Gemeinde Schöttlingen“, wartet Coith mit einem weiteren überraschenden Detail auf. Er nimmt sich jede Straße im Dorf vor und jedes Haus. Zu manchen Adressen gibt es umfassende Informationen, zu manchen weniger. In kurzen, verständlichen Sätzen und Stichworten beschreibt der Kobbenser die wichtigsten Details zu den Objekten. „Das ist wie ein Puzzlespiel“, sagt der Chronist und schätzt, dass er mit dem Erstellen des Werkes bisher zwischen 400 und 500 Stunden verbracht hat.
Wer bereits eine Chronik vorbestellt hat, braucht nur noch ein wenig Geduld, in einigen Wochen soll das Din-A4-Buch vorliegen. Bis dahin hat Coith noch einiges zu tun.

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