Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Gemeinde steht gerade

Heuerßen übernimmt Restschuld Gemeinde steht gerade

Die Gemeinde Heuerßen wird die noch verbliebenen Verbindlichkeiten des Kobbenser Schützenvereins gegenüber der Schaumburger Brauerei Lambrecht GmbH&Co.KG übernehmen. Das hat der Rat nach eingehender Abwägung von Für und Wider bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen.

Voriger Artikel
Audifahrer haut ab
Nächster Artikel
Tagesordnung rasiert – kein Rasenmäher
Quelle: pr.

HEUERSSEN. Der Schützenverein hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Verbindlichkeiten von 2281,16 Euro stammen aus einem Bierliefervertrag, den die Brauerei mit dem Verein „Gut Schuß“ geschlossen hat und der eigentlich nach zehn Jahren Laufzeit am 31. Dezember 2011 enden sollte. Die Brauerei hatte den Schützen ein Kühlhaus vorfinanziert. Das entsprechende Darlehen sollte durch die Abnahme von Getränken sukzessive abbezahlt werden.

Wie der Vorsitzende des Schützenvereins, Rolf Reuther, auf Nachfrage erklärt, habe die Gemeinde den Pachtvertrag mit dem Verein 2006 gekündigt, ohne damals jedoch das Kühlhaus und die Verbindlichkeiten zu übernehmen. Warum dies so gelaufen sei, könne er nicht nachvollziehen. Zumal die Gemeinde nun den Gastronomiebereich ihrerseits verpachte. Wenn der Schützenverein die ausstehende Summe zahlen müsste, so Reuther, sei dieser pleite.

„Nicht mal heute ist jemand hier“

Der Schützenverein hatte zu den vorbereitenden Ausschusssitzungen und zum Gemeinderat aber keinen Vertreter geschickt, der sich zum Sachverhalt hätte äußern können, was von Ulf Dönau (Bündnis 90/Die Grünen) und Gösta Berkenhagen (SPD) kritisiert wurde. „Nicht mal heute ist jemand hier“, bedauerte Berkenhagen, die ebenso wie Dönau und Uwe Müller (CDU) vorschlug, dass die Schützen sich an der Begleichung der Restschuld beteiligen sollten. Partei für den Verein ergriff Rüdiger Friedrich (WGS). „Die Schützen haben das Haus abgetreten und ist trotzdem in Haftung. Wenn der Schützenverein zahlen muss, ist er pleite.“

Auch Christoph Meier (CDU) stellte sich auf die Seite von „Gut Schuß“. „Der Schützenverein hat initiiert, dass es dieses Gebäude überhaupt gibt“, verwies er auf deren Eigenleistung beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses. „Wir sind Eigentümer, ich bin der Meinung, wir sollten den Betrag aufbringen“, wollte Meier „eine klare Linie“ ziehen. Dem schloss sich Hans Bielefeld (WGS) an. Dönau allerdings hielt Ausgaben für „Bierschulden“ in der Phase der Haushaltssicherung für das falsche Signal.

Die Mehrheit entschied, die Schulden zu zahlen. Der Schützenverein soll den Schlüssel abgeben und den Kühlraum fortan nicht mehr nutzen dürfen. Reuther, der zur Sitzung nicht kommen wollte, um kein Öl ins Feuer zu gießen, ist erleichtert. „Wir brauchen das Kühlhaus gar nicht.“  bab

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg