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Heuerßen profitiert nicht vom Internet-Ausbau

Telekom: "nicht wirtschaftlich" Heuerßen profitiert nicht vom Internet-Ausbau

 Unabhängig und noch vor dem kreisweiten Breitband-Ausbau in Schaumburg investiert die Deutsche Telekom rund eine halbe Million Euro im Gebiet der Samtgemeinde Lindhorst. Davon sind alle Mitgliedsgemeinden und Ortsteile betroffen, auch Kobbensen. Nur Heuerßen muss vorerst weiter auf schnelles Internet warten.

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Heuerßen. Warum? „Das war eine wirtschaftliche Entscheidung“, heißt es wiederholt von der Pressestelle der Telekom, die zugleich klarstellt: „Es handelt sich um einen Eigenausbau. Das heißt, die Telekom finanziert den Breitbandausbau allein.“ Im Gegensatz zum kreisweiten Breitbandausbau, an dem auch die Mitgliedskommunen sowie Land und Bund mit einem Förderbeitrag beteiligt sind. Die Telekom plant, die VDSL-Anschlüsse im Vorwahlbereich 05725 mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabits pro Sekunde auszubauen. Das neue Netz soll so leistungsstark sein, dass surfen, telefonieren und fernsehen gleichzeitig möglich ist.

Nicht wirtschaftlich

Der Aufwand, den die Telekom dafür betreibt, betreffe Arbeiten im Tiefbau, in der Verlegung der Leitungen, der Verteilerkästen sowie das Aufstellen der Verteilerkästen, die Verbindung der Anschlüsse und abschließende Dokumentation. All diese Aufgaben im Vergleich zum Gewinn sind für die Telekom offenbar nicht wirtschaftlich.
Andreas Walter, Bürgermeister von Heuerßen, findet das schade. Er hätte einen vorzeitigen Ausbau des Netzes in der gesamten Gemeinde – nicht nur in Kobbensen – natürlich begrüßt. Denn seiner Meinung nach gibt es noch „einige Ecken, die ganz schlecht versorgt sind“. Gerade die Neubaugebiete. Dort sei keine schnelle Internetanbindung möglich.
Die Einwohner müssen jetzt auf den kreisweiten Breitbandausbau warten. In dieser Sache hatte der Gemeinderat bereits zugestimmt, sich finanziell an dem Vorhaben zu beteiligen - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass alle unterversorgten Haushalte enthalten sind. Zum Zeitpunkt der entscheidenden Ratssitzung sollten es angeblich nur sechs unterversorgte Haushalte in Heuerßen geben. Das wollte keiner der Ratsmitglieder glauben. Walter liegt nun ein aktualisiertes Schreiben vom Landkreis vor. Demnach rechnet man jetzt mit 35 unterversorgten Haushalten, was Walter zufolge wesentlich glaubwürdiger scheint.

kil

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