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Infoabend zur Flüchtlingsunterbringung

Heuerßen Infoabend zur Flüchtlingsunterbringung

Knapp 30 Bürger haben sich bei einer Informationsveranstaltung im Gemeindezentrum Arche über die Unterbringung von Flüchtlingen informiert. Eingeladen hatte die Kirchengemeinde mit Unterstützung der Gemeinde.

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Zahlreiche Heuerßer interessieren sich für das Thema Flüchtlinge.

Quelle: hga

Heuerßen. Als „Informanten“ waren Marlies Peter von der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Andrea Hitzemann als Hauptansprechpartnerin der Samtgemeinde Lindhorst sowie Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther gekommen.

Peter gab einen Überblick über den Weg der Flüchtlinge bis in die Kommunen sowie über die ersten Schritte vor Ort. Die aktive Wohnraumbeschaffung liegt in Händen der Samtgemeinde. Derzeit würden sich 47 Flüchtlinge in der Samtgemeinde befinden, so Günther.

Wohnungsanbieter äußerten manchmal Wünsche – zum Beispiel dort eine Familie mit Kindern oder syrische Flüchtlinge unterzubringen. Peter erklärte: „Das alles kann ich nicht zusagen, wir selber wissen nicht wer kommt.“ Wenn kein ständiger Wechsel in der Wohnung gewollt sei, gäbe es die Möglichkeit, schon in einer Übergangswohnung befindliche Flüchtlinge als ständige Mieter aufzunehmen, so Peter. Problematisch stellt sich die Lage bei Spenden von Einrichtungsgegenständen dar. „Wir wissen nicht, wo wir es unterstellen sollen“, beschrieb Günther fehlende Lagerflächen.

Auf eine Frage aus der Zuhörerschaft nach dem Begriff „Übergangswohnung“ erklärte Günther, dass die Mietverträge dafür unbefristet abgeschlossen würden, die Flüchtlinge aber jederzeit selbst andere Wohnungen suchen könnten. Eine weitere Frage drehte sich um angebotene Möbelspenden. „Wir schreiben alles auf, aber wir wissen nicht, ob wir es verwerten können“, sagte Günther.

Zur Verständigung mit den Flüchtlingen teilte Peter mit, dass englische Sprachkenntnisse zwar hilfreich seien, viele Flüchtlinge aber kein Englisch sprächen. Das laufe dann viel über Handygespräche mit anderen Flüchtlingen, die bereits Deutsch beherrschten. Sprachkurse werden im Lindhorster Rathaus Montag bis Donnerstag immer vormittags gegeben.

Eine weitere Frage drehte sich um die Möglichkeit, Mütter mit Kleinkindern in die Krabbelgruppe der Kirchengemeinde einzuladen. „Auf alle Fälle“, antwortete Peter, die als Ansprechpartnerin für derartige Themen zur Verfügung steht.

Die geäußerten Bedenken hinsichtlich ansteckender Krankheiten wurden von Peter entkräftet. Die Flüchtlinge würden bei ihrer Ankunft in Deutschland in das Gesundheitssystem eingebunden. „Kinderkrankheiten klar, vom Einschleppen einer schrecklichen Seuche würde ich nicht ausgehen“, sagte Peter.

Um die Awo-Mitarbeiterin Marlies Peter bei ihren Aufgaben zu entlasten, steht die Rintelnerin Veronika Matamu im Rathaus der Samtgemeine Lindhorst immer donnerstags von 11 bis 14 Uhr bei allen Fragen zum Thema Flüchtlinge als Ansprechpartnerin zur Verfügung. hga

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