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Kirchengemeinde gestaltet Heuerßer Friedhof um

Neue Ruhestätten Kirchengemeinde gestaltet Heuerßer Friedhof um

Die Kirchengemeinde Heuerßen hat ihren Friedhof umgestaltet, um auf die neuen Bedürfnisse in der Bestattungskultur einzugehen. Im hinteren Bereich gibt es jetzt eine neue Fläche, die Platz für zahlreiche Urnengräber bietet.

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Andreas Hecht (von links), Astrid Weidemann, Monika Bury und Christoph Meier stehen an der Skulptur inmitten des Rondells, um das die Urnengräber bogenförmig angeordnet sind. Foto: kil

Heuerßen. Außerdem sind über den Friedhof verteilt einige mit Hecken umsäumte Sitzgruppen erstellt worden, auf denen sich die Besucher gemütlich ausruhen und ihren Gedanken nachgehen können.

„Es hat einen Wechsel in der Friedhofskultur gegeben“, erklärte Christoph Meier, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der evangelischen Gemeinde Heuerßen. „Mittlerweile ist es selbst auf dem Dorf nichts Anstößiges mehr, ein Rasen- oder Urnengrab zu nehmen“, sagt er. Denn nicht jeder könne es heute leisten, ein Grab 25 Jahre lang zu hegen und pflegen. Dem Wunsch nach pflegeleichten Ruhestätten wollte die Kirchengemeinde nachkommen, so Meier.

Die Umgestaltung hat insgesamt rund 15 000 Euro gekostet, getragen von der Kirchengemeinde.

Federführend bei der Gestaltung war Monika Bury, Mitglied im Gemeindekirchenrat sowie im Friedhofsausschuss und beruflich in der Gartengestaltung erfahren. Das Konzept, schildert sie, zielt darauf ab, mit wenig Aufwand Akzente zu setzen, die sich stetig weiterentwickeln lassen und sich auf dem gesamten Friedhofsgelände wiederholen.
 

Herausgekommen ist ein Rondel mit groben Kieselsteinen, in dessen Mitte eine Sandsteinskulptur thront. Diese wurde von Mitgliedern der Kirchengemeinde gespendet und von Künstler Kai Kandziora gefertigt. Astrid Weidemann von der Kirchengemeinde erklärt die symbolische Bedeutung der sitzenden Figur: Sie versinnbildlicht den Blick nach vorne. Die Skulptur soll Hoffnung geben für einen neuen Abschnitt im Leben.

Um das Rondel herum sind bogenförmig im Schutz einer Hecke die Urnengräber angeordnet, die mit Rindenmulch versehen und daher pflegeleicht sind. Eine Handvoll ist bereits vergeben. Wenn die Plätze gut angenommen werden, sagt Pastor Andreas Hecht, sei das Urnenfeld erweiterbar. Die Gräber seien pflegeleicht und mit 850 Euro inklusive Platte und Gravur günstiger als ein Reihengrab für rund 1000 Euro. Urnengräber haben in Heuerßen eine Liegezeit von 20 Jahren, so ist es in der Friedhofssatzung festgelegt, berichtet Hecht.

Übrigens: Die Gründung des Heuerßer Friedhofs geht vermutlich auf die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zurück, weiß Weidemann. kil

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