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Heuerßen Mineralgemisch vom B65-Ausbau zweitverwerten
Schaumburg Lindhorst Heuerßen Mineralgemisch vom B65-Ausbau zweitverwerten
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00:21 21.03.2018
Beim Ausbau der Wirtschaftswege in Kobbensen ist Sparen angesagt. Quelle: Symbolbild/pr.
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Heuerßen

Zurzeit dient das Mineralgemisch vom B65-Ausbau als Untergrund für die Baustraße, die angelegt wurde, um den Lärmschutzwall bei Kobbensen zu errichten. Die Jagdgenossen möchten, dass die Gemeinde die Finanzierung der Baggerarbeiten übernimmt. „Die Seitenbegrenzung gehört der Gemeinde“, sagte Bürgermeister Andreas Walter (WGS).

 Die Kostenschätzung der Jagdgenossenschaft war den Mitgliedern des Bauausschusses dennoch zu hoch. Sie hatte darum gebeten, für die Maßnahme 5000 Euro in den Haushalt einzustellen, allerdings wollen die Jagdgenossen für den Betrag auch noch Wendehammer an den Enden der Wirtschaftswege haben.

 Ausschlaggebend für deren Antrag sei gewesen, dass derzeit die Schallschutzwand gebaut werde, sagte Bauausschussmitglied Christoph Meier (CDU). Die Jagdgenossen hofften, so kostengünstig an das Material zu kommen, und dieses könnte auf Zuruf – „just in time“ – von Landwirten an Ort und Stelle transportiert werden. „Die Feldwege sind schon recht alt und sind für leichtere landwirtschaftliche Fahrzeuge konzipiert“, sagte Meier.

Abgespeckte Maßnahme

Der SPD-Fraktionssprecher Klaus Büsking erklärte, dass ihm aus ökologischer Sicht Grünstreifen besser gefielen als befestigte Randstreifen. „Ich finde Feldraine auch schön“, stimmte Ulf Dönau (Bündnis90/Die Grünen) dem zu. „Wenn der Seitenstreifen kaputt gefahren wird, hat man auch nichts vom Grünstreifen“, hielt Meier dagegen. Außerdem blieben selbst bei einer Verbreiterung noch 50 bis 60 Zentimeter für einen Grünstreifen übrig.

Die Bedenken vom Bürgermeister gingen noch in eine andere Richtung. „Wo fangen wir an, wo hören wir auf?“, befürchtet er, dass sich daraus weitere Ansprüche ergeben könnten. „Vieles soll in Eigenleistung gemacht werden“, entgegnete Meier.

 Um die Maßnahme abzuspecken, einigte sich der Ausschuss darauf, die Finanzierung zu beschränken. Die beiden Feldwege sollen jeweils nur auf einer Seite befestigt und damit um rund 40 Zentimeter verbreitert werden. Für den Bau von Wendehämmern sieht sich die Gemeinde nicht zuständig. „Der Wendehammer wäre Privatbesitz, das interessiert uns ja nicht“, begründete Ausschussvorsitzender Christoph Homeier (WGS). Der Bauausschuss empfahl schließlich, 2000 Euro für Baggerarbeiten im Etat aufzunehmen. Die Kosten für das Mineralgemisch sollen die Landwirte tragen. bab

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