Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Ratsherren wollen erst Zahlen sehen

Heuerßen / Vertagt Ratsherren wollen erst Zahlen sehen

 Der Gemeinderat Heuerßen hat noch immer keine Entscheidung fällen können, ob die Gemeinde die jetzige B65-Trasse nach dem Ausbau der Verkehrsader übernehmen soll. Der Landkreis habe noch keine Höhe von Abschlagszahlungen übermittelt. Damit fehlt die Grundlage für einen Ratsbeschluss, hieß es bei der Sitzung.

Voriger Artikel
Wild-West-Parken stoppen
Nächster Artikel
Künftig: „Nur Pfandflaschen“

Noch schwer vorstellbar: Die jetzige B65-Trasse wird in ein paar Jahren eine Nebenstraße sein. Diese soll dann der Gemeinde Heuerßen gehören.

Quelle: gus

Heuerßen/Kobbensen (gus). Denn die Ratsherren wissen sehr wohl, dass es um eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen geht. Einerseits klingt es verlockend, den eigenen Besitz aufzustocken und dafür auch noch Geld zu bekommen. Doch andererseits bürdet sich die Kommune zusätzliche Pflichten auf.

 Da wären beispielsweise der Winterdienst sowie die Säuberung in den übrigen Jahreszeiten. Dass die Gemeinde dafür nicht die nötigen technischen Kapazitäten besitzt, war bereits in einer vorherigen Ratssitzung gesagt worden. In Heuerßen und Kobbensen räumen die Fahrzeuge des Bauhofs der Samtgemeinde Lindhorst. Die Kosten für das Räumen der Gemeindestraßen stiegen demnach an, wenn mit der Ex-B65 eine hinzukäme. Und das auf Jahre hinaus.

 Außerdem wären da die Instandhaltungsmaßnahmen. Denn die jetzige Bundesstraße soll nach dem 2+1-Ausbau der neuen Trasse keineswegs nur als Fußweg genutzt werden. Vielmehr ist geplant, den Landwirtschaftsverkehr, Fahrräder und möglicherweise auch Busse dort entlang zu führen. Demnach müsste die Straße in annehmbaren Zustand sein. Die Kosten für Reparaturen blieben dann an der notorisch klammen Gemeinde hängen.

 Und nicht zuletzt ist da das neue Haushaltswesen Doppik. Dabei müssen die Kommunen den Wertverfall ihres Eigentums auf der Einnahmeseite erwirtschaften. Hat die Gemeinde Heuerßen mehr Eigentum, muss sie für einen ausgeglichenen Etat auch mehr Abschreibungen „gegenfinanzieren“.

 Daher warten die Ratsmitglieder mit ihrem Beschluss, bis der Landkreis Zahlen auf den Tisch gelegt hat. Sobald die Heuerßer wissen, zu welchen Konditionen sie die B65 übernehmen sollen, wird darüber im Rat diskutiert. Vorher mache eine Debatte keinen Sinn.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg