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Rote Karte für den Bolzplatz

Heuerßen/Kobbensen / Beschluss Rote Karte für den Bolzplatz

 Der Gemeinderat Heuerßen hat am Donnerstagabend beschlossen, die Sportflächen der Gemeinde in Mischgebiete umzuwandeln. Gegen Kritik aus der Wählergemeinschaft, die befürchtet, dies könne ein baldiges Verschwinden des Sportplatzes Heuerßen begünstigen.

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Quelle: gus

Heuerßen/Kobbensen (gus).  Gleich zu Beginn der Debatte betonte Bürgermeister Frank Stahlhut (SPD), es sei nicht geplant, den Sportplatz „mittelfristig“ zu bebauen. Aber da der Flächennutzungsplan, der vorgibt, welche Nutzungsarten wo in der Samtgemeinde Lindhorst erlaubt sind, sowieso wegen mehrerer Anliegen geändert werden soll, sei es klug, die Änderung bezüglich der Sportflächen auch gleich mit aufzunehmen.

 Armin Stöber (CDU) sagte, er sei ohnehin für einen neuen, größeren Sportplatz. Den jetzigen bezeichnete er als Bolzplatz. Deshalb sei die Änderung der Flächenausweisung zu befürworten. Ralf Duhnsen (Grüne) schloss sich den Worten Stöbers an.

 Stöber hatte auch nicht von Bauplätzen gesprochen. Stahlhut hatte es so formuliert: Der Heuerßer Sportplatz sei die einzige Fläche, die die Gemeinde noch hat, um „etwas zu machen“.

 Gegen die Änderung sprach sich seitens der WGS Hans Bielefeld aus. Er glaube dem Bürgermeister, dass aktuell „nichts geplant“ ist. Aber was in zehn Jahren geplant werde, wisse jetzt noch niemand. Bielefeld bezifferte die Kosten für einen neuen Sportplatz auf 40000 Euro.

 Eine Umwandlung des Sportplatzes in ein Wohngebiet oder in eine andere Siedlungsform wäre unumkehrbar. Die Verlierer wären dann die künftigen Kinder. Bielefeld forderte einen Bestandsschutz für den Sportplatz. Die Argumente Bielefelds bezeichnete Duhnsen als Halbwahrheiten. In der Abstimmung setzten sich SPD, CDU und Grüne gegen zwei WGS-Stimmen durch.

 Im gleichen Arbeitsschritt votierten die Ratsleute auch für die Aufnahme neuer Vorrangflächen für Windkrafträder in den Flächennutzungsplan. Diese befinden sich in den Randbezirken der Gemeindegemarkung. Und ein Flurstück soll als Wohngebiet ausgewiesen werden. Über diese Änderungen müssen der Landkreis und die Samtgemeinde Lindhorst noch befinden. Es gilt etwa, raumordnerische und Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen.

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