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Was zehn „Igel“ so alles aus der Aue fischen

Heeßen / Müll Was zehn „Igel“ so alles aus der Aue fischen

„Ich hätte nie vermutet, dass derart viel Müll in der Aue liegt. So haben wir uns das nicht vorgestellt.“ Diese und ähnliche Aussagen stammen von „Igel“-Mitgliedern, die jetzt die Aue von der Brücke Wiesengrund in Heeßen bis zum Bauhof in Bad Eilsen gesäubert haben. Und was da alles gefunden wurde …

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„Igel“-Chef Paul Mühe steht mit Gummistiefeln und Greifer in der Aue, sammelt Müll ein. © möh

Heeßen (möh). Die Skala reichte von viel Plastik, einem alten Rad über Papier, Dosen, Radkappen bis hin zu PET-Flaschen und Getränkebehälter, allerdings ohne Inhalt. Aber auch Drahtabfallbehälter, die die Gemeinde extra an den Wanderwegen aufstellt, damit der Abfall eben in die Landschaft entsorgt wird, und Einsätze von Gully wurden aus dem Bach gezogen.

An einem „Müllstück“ scheiterten die Mitglieder der Interessengemeinschaft zur Förderung und Erhaltung der Lebensqualität in der Samtgemeinde Eilsen. Es war es ihnen trotz aller Anstrengung nicht möglich, einen alten Traktorreifen zu bergen. Dieses Ungetüm war zu schwer.

„Igel“-Vorsitzender Paul Mühe hat zwar keine große, dafür aber eine schlagkräftige Truppe auf die Beine gestellt. Mit Bollerwagen und Schiebkarren ausgerüstet, waren die Helfer an der Auebrücke Wiesengrund erschienen. Mühe begrüßte die Männer und Frauen und dankte ihnen für die tatkräftige Mitarbeit. Der Vorsitzende: „Auch wenn wir nur zehn Mitglieder sind, gilt das Motto: ,Zwei fleißige Hände sind mehr wert als zehn faule‘.“ Und hinab ging es ins Wasser der Aue. Die Helfer waren denn auch froh, mit Gummistiefeln an den Füßen ausgerüstet zu sein.

Die Frauen begleiteten die Männer nicht nur mit den Karren und den Müllsäcken auf dem Wanderweg, sondern sammelten dort auch den Unrat ein. Nach zwei Stunden war die Aktion schließlich beendet und der Unrat beim Bad Eilser Bauhof abgestellt.
Etwas irritiert zeigten sich die Müllsammler dann doch über die Kritik, die ihnen im Vorfeld de Sammlung zu Ohren gekommen war. Böse Zungen hatten gelästert, was denn eigentlich der Luhdener „Igel“ in Heeßen zu suchen habe. Vorsitzender Mühe gab sich aber ganz entspannt.

„Unsere Aktion“, so betonte er, „haben wir daher mit dem Samtgemeindebürgermeister und Heeßer Gemeindedirektor Bernd Schönemann abgeklärt.“ Es sei auf keinen Fall das Ziel der Gemeinschaft gewesen, „anderen Leuten die Arbeit weg zu nehmen“. Auch eine Müll-Sammelaktion diene der Erhaltung der Lebensqualität, einem Ziel, das sich der „Igel“ seit seiner Gründung auf die Fahnen geschrieben hat.

Im Rahmen dieser Aktion machte der Vorsitzende noch einmal darauf aufmerksam, dass zum Herbst hin die einzigartige Orchideenwiese im Bereich der Klippenstraße hinter der Luhdener Autobahn gepflegt werden soll. Außerdem sei auf dem Terminkalender im August/September eingeplant, eine Wanderung für Mitglieder und weitere Interessenten an der Aue vom Kurpark in Bad Eilsen entlang bis nach Ahnsen zu veranstalten. Dabei sollen die Besonderheiten der Flora und Fauna in diesem Bereich erklärt werden.

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