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Lindhorst 4:3 für die Schließung
Schaumburg Lindhorst Lindhorst 4:3 für die Schließung
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20:30 23.04.2012
Lindhorst

Lindhorst (gus). Sagel machte deutlich, dass unterschiedliche Ausstattungen und Bedingungen an beiden Standorten vorherrschen, es gebe kein gemeinsames Schulleben. Allerdings wolle er die Argumente für die Schließung der Außenstelle nicht mehr „en détail“ wiederholen, er habe dies in der nicht-öffentlichen Klausurtagung bereits getan.

 Im Übrigen gebe es keine Grundschule Beckedorf mehr. Diese sei bereits vor fünf Jahren geschlossen worden, als sie mit der Grundschule Lindhorst fusionierte. Platz gebe es im Lindhorster Gebäude ausreichend für eine dreizügige Grundschule.

 Schulausschussmitglied Dieter Wall (SPD) sagte, er habe den Worten Sagels gegenüber der Vordebatte in 2009 nichts Neues entnommen. Er erinnere sich, dass es bei der Entscheidung zur Zusammenlegung beider Grundschulen geheißen habe, die Existenz der Außenstelle werde nur infrage gestellt, wenn sich die Geburtenzahlen gravierend ändern sollten. Dies sei nicht eingetreten. Zudem habe die SPD im Wahlkampf stets betont, die Außenstelle erhalten zu wollen.

 Jens Bremer (CDU), der wie Wall aus Beckedorf stammt, legte Zahlen zu den fünf weiteren Schulen mit Außenstellen im Landkreis vor. Nirgends werde über die Schließung der „Satelliten“ diskutiert. Allerdings war im Jahr 2010 die Außenstelle der Grundschule an der Bergkette dichtgemacht worden. Bremer unterstellte Mängel am Stundenplan, woraus verspätete Unterrichtsstarts resultierten.

 Elisabeth von Mengersen-Pennewitz (WIR) nahm die Seite der Schulleitung ein. Sie sei grundsätzlich für Erhalt, aber die Klassenstärken in Lindhorst seien bedenklich. Cerstin Bayer (SPD) betonte, dass die Schließung der Außenstelle ein endgültiger Schritt wäre. Sie sehe die Klassenstärke als trügerisches Argument, da sie mit steigenden Geburtenzahlen auch in Beckedorf rechne.

 Günter Kasulke (Grüne) erklärte, es liege eine Überlastungsanzeige aus dem Lehrerkollegium vor, die mit Beckedorf zusammenhänge. Schulvorstandsmitglied Anke Wilkening sagte, die Schließung sei im Interesse von drei Gemeinden und zulasten nur einer Gemeinde. Zudem bemängelte sie wie Sagel den tiefen Graben zwischen beiden Standorten.